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Nach Streit mit Boeing: Ryanair bestellt bis zu 300 neue Maschinen


Streit beigelegt
Ryanair schließt Milliardendeal mit Boeing

Von dpa, reuters, lw

Aktualisiert am 09.05.2023Lesedauer: 2 Min.
Eine Boeing 737 8AS von Ryanair (Archivbild): Die Fluggesellschaft hat den Streit mit Boeing beigelegt.Vergrößern des BildesEine Boeing 737 8AS von Ryanair (Archivbild): Die Fluggesellschaft hat den Streit mit Boeing beigelegt. (Quelle: imageBROKER/alimdi / Arterra/imago-images-bilder)
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Nach dem Streit mit Boeing kauft Ryanair nun doch für mehrere Milliarden Euro neue Maschinen. 150 sind sicher, ebenso viele könnten noch dazukommen.

Europas größter Billigflieger Ryanair kauft wieder im großen Stil bei Boeing ein. Die Bestellung umfasse 150 Mittelstreckenjets in der neuen Langversion 737 Max 10, teilte Ryanair am Dienstag in Dublin mit. Hinzu kämen Optionen mehr als weitere 150 Maschinen des Typs. Die Aktionäre müssten dem Deal noch auf der Hauptversammlung im September zustimmen.

Die Flugzeuge sollen zwischen 2027 und 2033 ausgeliefert werden. Ryanair verspricht sich von den Maschinen Einsparungen. Der Kaufpreis solle aus dem laufenden Geschäft finanziert werden.

Eine 737 hat einen Listenpreis von bis zu 131 Millionen Dollar, allerdings werden die Maschinen häufig mit Rabatten von mehr als 50 Prozent an die Fluggesellschaften ausgeliefert. Details zur Preisgestaltung werden in der Branche üblicherweise nicht genannt. Aus Branchenkreisen hieß es jedoch, dass Ryanair als eine von nur wenigen Airlines weltweit in der Vergangenheit Sonderklauseln erhalten habe, die den niedrigsten Preis in der Region garantierten.

Die fest bestellten 150 Maschinen kommen demnach auf einen Gesamtwert von etwa 20 Milliarden Dollar (18,1 Milliarden Euro). Die Boeing-Aktie legte nach den Neuigkeiten im vorbörslichen US-Handel um rund zwei Prozent zu.

Öffentlicher Streit zwischen Boeing und Ryanair

In den vergangenen Monaten hatten sich Ryanair und Boeing einen öffentlichen Streit um die Preise von Flugzeugen geliefert. Ryanair-Chef Michael O'Leary sagte im März, sein Unternehmen sei die weltweit einzige Fluggesellschaft, die bereit und in der Lage sei, Boeing-Flugzeuge zu kaufen, "aber sie scheinen uns nicht zu finden". Boeing erklärte dazu, bei Kosten "diszipliniert" zu bleiben. Die Ryanair-Flotte besteht ausschließlich aus Boeing 737-Maschinen unterschiedlicher Baureihen.

Die Langversion des krisengebeutelten Jets 737 Max muss noch von den US-Behörden zugelassen werden. Boeing musste deshalb lange zittern, weil für neue Flugzeugtypen ab diesem Jahr eigentlich erhöhte Anforderungen wie ein neues Cockpit-System gegolten hätten. Die neue Vorschrift war infolge der tödlichen Abstürze zweier 737-Max-Jets in den Jahren 2018 und 2019 erlassen worden. Ein neues Cockpit hätte Boeing viel Geld und Zeit gekostet. Letztlich gewährte der US-Gesetzgeber Boeing im Dezember eine Ausnahme von dieser Regel.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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