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DB Cargo: Bahn-Tochter will wohl 1.800 Stellen streichen – Kritik von EVG


1.800 Beschäftigte betroffen
Bahn-Tochter will wohl Stellen streichen – Kritik von der EVG

Von reuters
Aktualisiert am 25.09.2023Lesedauer: 2 Min.
Güterzug der DB Cargo (Symbolbild): Die EVG kritisiert die Vorstände deutlich.Vergrößern des BildesGüterzug der DB Cargo (Symbolbild): Die EVG kritisiert die Vorstände deutlich. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago-images-bilder)
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Die Deutsche Bahn will im Güterverkehr offenbar zahlreiche Stellen streichen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft wirft den Vorständen Fehler vor.

Die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn plant nach Angaben der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) einen deutlichen Personalabbau. Vom Vorhaben des Vorstands der DB Cargo seien 1.800 Beschäftigte betroffen, sagte eine EVG-Sprecherin am Montag mit Verweis auf eine Mitteilung.

"Die Vorstände machen Fehler und unsere Kolleginnen und Kollegen sollen die Zeche zahlen", kritisierte die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay daraufhin. Dem wolle sich die EVG entgegenstellen. Ihre Forderungen werde die Gewerkschaft in der bevorstehenden Sitzung des Konzernaufsichtsrates thematisieren. Zuerst hatte "Business Insider" darüber berichtet.

Ein Bahn-Sprecher sagte, es liefen derzeit Gespräche auch mit Vertretern der Arbeitnehmer, wie man DB Cargo wettbewerbsfähiger aufstellen könne. Mit einem Ergebnis sei bis Jahresende zu rechnen. Auf die Frage, ob es dabei auch um den Abbau von Arbeitsplätzen gehe, hieß es, es gehe eher um Umschichtungen von Jobs innerhalb des Bahn-Konzerns. "Die entscheidenden Weichen für die Transformation der DB Cargo werden jetzt vom Vorstand mit den Mitarbeitenden und den Gremien des Unternehmens gestellt."

Güterbahn macht seit Jahren Verluste

Die Güterbahn mit ihren rund 31.600 Beschäftigten schreibt seit Jahren Verluste, im ersten Halbjahr 2023 lag das Vorsteuerergebnis (bereinigtes EBIT) bei minus 195 Millionen Euro. Im Umfeld der Bahn hieß es, für 2024 peile die DB Cargo schwarze Zahlen an.

Bereits Ende Juni hatte DB Cargo-Chefin Sigrid Nikutta angekündigt, bis Oktober einen Rettungsplan für die kriselnde Zugsparte vorzulegen. Grundlage sei ein sogenanntes Weißbuch, in der die seit Ende 2019 amtierende Nikutta den profitablen Güterverkehr für die nächsten Jahre skizziert.

Branchenexperten sehen die Bahn derzeit in manchen Bereichen im Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und Profitabilität. Auch die EVG nimmt darauf Bezug und erklärt, dass es bei den aktuellen Herausforderungen durch den Klimawandel geradezu "absurd ist, dass die DB Cargo AG kaputtgespart werden soll."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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