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Rente: 48.000 Rentner werden 2019 erstmals steuerpflichtig

Kehrseite der Erhöhung  

Zehntausende Rentner werden steuerpflichtig

21.11.2018, 07:26 Uhr | dpa

Grundproblem des Generationenvertrags: Mitte der 1960er Jahre war die Altersstruktur der Bevölkerung noch grundlegend anders als heute. (Quelle: t-online.de) (Quelle: Getty)
So funktioniert das Rentensystem in Deutschland

Das Rentenversicherungssystem basiert auf dem sogenannten Generationenvertrag. Doch das stellt Deutschland vor ein Problem. (Quelle: t-online.de)

Problem in Deutschland: Das Rentenversicherungssystem basiert auf dem Generationenvertrag. (Quelle: t-online.de)


Durch das erwartete Rentenplus werden mehr Rentner steuerpflichtig. Laut einer Prognose müssen fast fünf Millionen Senioren 2019 Steuern zahlen.

2019 werden voraussichtlich rund 48.000 Rentner erstmals steuerpflichtig. Nach Regierungsangaben müssten im kommenden Jahr rund 4,98 Millionen Senioren Steuern zahlen – fast doppelt so viele wie im Jahr 2005. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Linken-Rentenexperten Matthias Birkwald hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Mehr Rentner werden Steuerfreibetrag überschreiten

Hintergrund der Prognose ist das für 2019 erwartete Rentenplus von 3,2 Prozent in Westdeutschland sowie 3,9 Prozent in Ostdeutschland. Als Folge der Erhöhung werden mehr Rentner das steuerfreie Einkommen von derzeit 9.000 Euro (Alleinstehende) beziehungsweise 18.000 Euro (Ehepaare) überschreiten. Das Finanzministerium rechnet mit Steuermehreinnahmen von 410 Millionen Euro.

Seit 2005 gilt die sogenannte nachgelagerte Rentenbesteuerung. Welcher Anteil der Rente besteuert wird, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab. Bei Rentnern, die 2005 oder vorher in Rente gegangen sind, sind 50 Prozent der erstmaligen Altersbezüge steuerpflichtig. Bei Neurentnern des Jahres 2019 werden es 78 Prozent sein. Ab 2040 werden die gesetzlichen Renten komplett besteuert.

Linken-Politiker fordert sachgerechte Beratung

Birkwald sagte dem RND, die erfreuliche Rentenerhöhung habe eine Kehrseite. Der Linken-Politiker forderte eine angemessene Personalausstattung in den Finanzämtern, damit hier eine sachgerechte Beratung stattfinden könne. Gerade bei Senioren, die ausschließlich oder überwiegend von Renteneinkünften leben, müsse die Mehrzahl derjenigen, die zu einer Steuererklärung verpflichtet seien, dann gar keine Steuern zahlen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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