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EZB-Chefvolkswirt über Brexit: "Briten haben großen Fehler begangen"


EZB-Chefvolkswirt über Brexit  

"Die Briten haben einen großen Fehler begangen"

22.06.2017, 16:58 Uhr | dpa

EZB-Chefvolkswirt über Brexit: "Briten haben großen Fehler begangen". Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Peter Praet hofft auf eine einigermaßen vernünftige Lösung bei den Brexit-Gesprächen. (Quelle: dpa/EPA/ ZIPI)

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Peter Praet hofft auf eine einigermaßen vernünftige Lösung bei den Brexit-Gesprächen. (Quelle: EPA/ ZIPI/dpa)

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, hält den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union für einen Irrtum. Die britische Wirtschaft haben bereits jetzt Schaden genommen.

"Meiner Ansicht nach haben die Briten einen großen Fehler begangen", sagte der Belgier "Spiegel Online". Populistische Kräfte hätten die Ängste der Briten geschürt, und Angst sei kein guter Ratgeber. "Der Schaden ist da, das britische Wirtschaftswachstum verlangsamt sich bereits."

Jetzt gehe es nur noch darum, die negativen Auswirkungen zu minimieren, sagte Praet. "Ich hoffe, dass es noch eine einigermaßen vernünftige Lösung gibt." Er verwies darauf, dass Europa einen robusten institutionellen Rahmen biete, auch was den Handel betrifft. "Der Binnenmarkt funktioniert und ist sehr wichtig. Und nun verabschiedet sich dieses Land davon und begibt sich in große Unsicherheit."

Nach Beginn der Brexit-Gespräche hatte die britische Regierung diese Woche acht Gesetzentwürfe vorgestellt, mit denen der Austritt aus der Europäischen Union geregelt werden soll. Demnach soll das noch geltende EU-Recht durch Neuregelungen unter anderem bei Zöllen, Handel und Einwanderung ersetzt werden. Damit bereiten sich die Briten auf einen Austritt aus der Zollunion und aus dem EU-Binnenmarkt vor.

Damit würde dann auch die Freizügigkeit für EU-Bürger enden, das heißt diese können beispielsweise in Großbritannien nicht mehr ohne Arbeitserlaubnis arbeiten oder in dem Land wohnen. Zudem werden Fischfang, Landwirtschaft und die atomare Sicherung unabhängig von der Europäischen Union neu geregelt.

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