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Lidl: Diese Kundenkarte des Discounters verärgert Datenschützer


Gläserner Kunde?  

Lidl-Kundenkarte verärgert Datenschützer

13.06.2019, 19:38 Uhr | dpa-AFX

Lidl: Diese Kundenkarte des Discounters verärgert Datenschützer. Lidl-Filiale: Eine App des Discounters weckt Datenschutz-Bedenken. (Quelle: imago images/Chromorange)

Lidl-Filiale: Eine App des Discounters weckt Datenschutz-Bedenken. (Quelle: Chromorange/imago images)

Eine neue Kundenkarte von Lidl ruft den zuständigen Datenschützer auf den Plan: Die Supermarktkette könne durch sie sehr sensible Informationen gewinnen. So kontert der Discounter die Bedenken.

Der baden-württembergische Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink will sich die neue digitale Kundenkarte von Lidl genauer anschauen. "Wir werden uns Informationen zu dieser App für das Mobiltelefon kommen lassen", sagt Brink. Das "Lidl Plus" genannte Programm, das am Donnerstag in Berlin und Brandenburg gestartet war, soll dem Kunden genau zugeschnittene Rabatt-Angebote unterbreiten. Die dazugehörige App sei ein weiterer Schritt hin zum gläsernen Kunden, erklärt der Datenschützer dem Berliner "Tagesspiegel" (Freitag).

Brink ist für Lidl zuständig, weil die Zentrale des Discounters in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) liegt. "Auch werden wir beobachten, ob besonders sensible Daten erhoben werden und wie sie verarbeitet werden, etwa Gesundheitsdaten", kündigt er an. "So kann man anhand des Kaufverhaltens beispielsweise schlussfolgern, dass ein Kunde Magnesiummangel hat."

Lidl verweist auf Teilnahmebedingungen

Ein Unternehmenssprecher sagt, Lidl kläre die Kunden "in den Teilnahmebedingungen und den Datenschutzhinweisen sehr genau und transparent darüber auf, welche Daten für die Nutzung der App erforderlich sind und was mit ihren Daten geschieht."

Das Unternehmen sei sich der datenschutzrechtlichen Verantwortung bewusst und die rechtlichen Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung würden vollumfänglich eingehalten. Das Programm sei frühzeitig von verschiedenen voneinander unabhängigen externen Datenschutzexperten begutachtet worden.


Programm im Ausland längst gestartet

Gestartet wurde das Programm schon 2016 in Spanien, gefolgt von Dänemark, Österreich und Polen. Im kommenden Jahr will das Unternehmen es in ganz Deutschland anbieten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX

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