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Coronavirus in Deutschland: Atemschutzmasken aus Covid-19-Angst fast ausverkauft


Angst vor Virus  

Atemschutzmasken nach Corona-Ausbruch fast ausverkauft

Von Mauritius Kloft

27.02.2020, 10:01 Uhr
Drei Tipps, wie Sie sich vor dem Coronavirus schützen können

Die Anzahl der mit dem Virus SARS-CoV-2 Infizierten steigt weiter an. Wie Sie sich am besten vor einer Ansteckung schützen, zeigen drei Tipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Ein Hinweis: Es sind die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie im Fall einer Grippewelle. (Quelle: t-online.de)

Coronavirus: Hier sehen Sie drei Tipps, wie Sie sich vor einer Ansteckung schützen können. (Quelle: t-online.de)


Die ersten Deutschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Immer mehr Menschen kaufen deshalb Atemschutzmasken. Vielerorts sind die Masken bereits vergriffen, im Internet kursieren skurrile Angebote.

Atemwegsmasken sind in Deutschland nahezu vollständig ausverkauft. Das teilte Alliance Healthcare, einer der wichtigsten Pharmagroßhändler in Deutschland, auf t-online.de-Anfrage mit. "Wir beobachten schon einige Wochen Hamsterkäufe", sagte Alliance-Healthcare-Sprecher Stephan Ahlf. "Diese Situation betrifft nach unserer Kenntnis alle Großhändler in Deutschland."

Grund für die starke Nachfrage sei die Angst vor dem Coronavirus. "Kontingente, die sonst nur innerhalb eines Jahres verkauft werden, sind in ein paar Wochen weggegangen", sagte Ahlf. Viele hätten die Masken auf Vorrat gekauft. "Die Menschen verhalten sich nicht rational, sondern handeln nur aus Angst."

Auch Masken ohne Schutzwirkung ausverkauft

So sei es auch zu erklären, dass auch die so genannten OP-Masken ausverkauft seien – obwohl diese nahezu keinen Schutz vor einer Infektion bieten. Mögliche Restkontingente seien für Krankenhäuser reserviert. Diese benötigten die Masken aber nicht nur für Coronafälle, sondern vielmehr für das herkömmliche Krankenhausgeschäft, sagte Ahlf.

Auch der Pharmagroßhändler Noweda sieht eine "große Nachfrage nach Atemschutzmasken". Deswegen sei es momentan schwierig, diese Masken in großen Mengen zu erhalten. Einen kleinen Bestand hätten sie noch auf Lager, sagte eine Unternehmenssprecherin: "Wann sich die Situation wieder entspannt, weil die Hersteller entsprechend nachproduziert haben, ist für uns derzeit nicht absehbar."

Auch die Drogeriemarkt-Kette dm sieht einen größeren Bedarf an medizinischen Artikeln. "Wir beobachten, dass die Nachfrage stark steigt", sagte dm-Geschäftsführerin Kerstin Erbe. Besonders betroffen seien Hygieneartikel wie Tücher und Gele sowie Desinfektionssprays. Der Mundschutz der dm-Eigenmarke sei nahezu nicht mehr verfügbar. "Wir arbeiten bereits daran, die Verfügbarkeit der Produkte in unseren dm-Märkten sicherzustellen", sagte Erbe.

Die Drogeriemarkt-Kette Müller sieht ebenfalls "eine stark gestiegene Nachfrage in den vergangenen zwei, drei Wochen", wie ein Sprecher t-online.de sagte. Deswegen könnten in einigen Filialen die Regale leer sein. Die Drogeriemarkt-Kette Rossmann wollte sich auf t-online.de-Anfrage nicht zu der gegenwärtigen Nachfrage äußern.

Im Onlinehandel kommt es zu skurrilen Auswirkungen

Viele Onlineshops haben hingegen noch Atemschutzmasken auf Vorrat. Dort kommt es bisweilen allerdings zu skurrilen Auswirkungen: So werben einige Händler auf Ebay oder Amazon speziell mit Begriffen wie "Coronavirus Outbreak" (Coronavirus-Ausbruch), um ihre Produkte in Verbindung mit dem Virus zu bringen. Einige Produkte auf Ebay wurden allein in den vergangenen 24 Stunden fast 800 Mal verkauft.

Auch auf die Preise hat die Nachfrage Einfluss: So bot zum Beispiel ein Händler bei Amazon eine Box mit 50 Gesichtsmasken am Mittwoch für 95,50 Euro an. Versandapotheken hatten das gleiche Produkt vor kurzem noch für 3,95 Euro im Angebot gehabt.

Einige überteuerte Angebote habe Amazon bereits von seinen Seiten entfernt. Zudem habe die Plattform Händler gewarnt, keine unangemessenen Preise zu fordern, heißt es beim US-Magazin "Wired".

Ein Amazon-Sprecher sagte t-online.de, Verkäufer setzten ihre Preise selbst fest. Bei Verstößen gegen die Richtlinien werde Amazon aber Maßnahmen ergreifen.

Auch im Onlinehandel kann es zu Engpässen kommen, einige Angebote werden als "derzeit nicht lieferbar" angezeigt. Zu der Nachfrage nach Produkten äußere sich Amazon aber generell nicht, wie der Sprecher sagte.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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