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Aktien Europa Schluss: Kurse geben weiter nach - Vorsicht vor EZB-Zinssitzung

Von dpa-afx
Aktualisiert am 09.09.2021Lesedauer: 2 Min.
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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Anhaltende Konjunktursorgen und die Zurückhaltung vor der EZB-Zinssitzung haben Europas Börsen am Donnerstag weiter ins Minus gedrückt. Der EuroStoxx 50 sank gegen Mittag um 0,43 Prozent auf 4159,30 Punkte und steuert damit auf den dritten Verlusttag in Folge zu. Für den französischen Cac 40 ging es um 0,31 Prozent auf 6647,94 Punkte nach unten und der britische FTSE 100 verlor sogar 1,11 Prozent auf 7016,50 Zähler.

Die Währungshüter der Eurozone dürften zwar auf der Ratssitzung ihre ultralockere Geldpolitik grundsätzlich bestätigen. Die Anleger warten aber vor allem auf Aussagen zum gewaltigen Anleihekaufprogramm Pepp, das im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie aufgelegt worden war und über milliardenschwere Wertpapierkäufe günstige Finanzierungsbedingungen sicherstellen soll. Angesichts der steigenden Inflation scheinen im Rat die Spannungen zuzunehmen - neben Bundesbank-Präsident Jens Weidmann mahnen auch die Vertreter der Niederlande und Österreichs, nicht zu lange an einer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten.

"Mehr als eine moderate Reduzierung der Kaufvolumina ist aber nicht zu erwarten", schreibt Commerzbank-Experte Michael Schubert. Dazu gebe es aus Sicht des EZB-Rates zu viele Risiken. Er verweist auf die Delta-Variante des Coronavirus und Lieferengpässe der Industrie.

Im europäischen Branchentableau gab es fast nur Verlierer. Mit am schlimmsten erwischte es die Titel der Reise- und Freizeitunternehmen, deren Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 rund ein Prozent einbüßte. Ihn belastete auch der rund neunprozentige Kurssturz von Easyjet, nachdem die Billigfluggesellschaft eine Übernahmeofferte abgelehnt und eine milliardenschwere Kapitalerhöhung angekündigt hatte. Insidern zufolge soll es sich bei dem Kaufinteressenten um den ungarischen Konkurrenten Wizz Air gehandelt haben - deren in London gelistete Titel verloren über zweieinhalb Prozent.

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Einzige Gewinner in Europa waren die Indizes der Immobilienunternehmen und der Lebensmittel- und Getränkehersteller, die jeweils leicht zulegten.

Beim Pharmakonzern Roche fiel das Kursminus mit 0,9 Prozent etwas deutlicher aus als das der Branche. Die Schweizer übernehmen ihren langjährigen deutschen Partner TIB Molbiol Group. Der Abschluss der Transaktion wird im vierten Quartal 2021 erwartet, wie Roche mitteilte. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. TIB Molbiol, mit der Roche über mehr als 20 Jahren zusammenarbeitet, ist ein Biotech-Unternehmen, das seit über 30 Jahren den Weltmarkt mit Reagenzien für die Forschung und medizinische Diagnostik beliefert.

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