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Rekordhohe Inflation beeinflusst Goldpreis: So steht es um den Kurs


So steht es jetzt um den Goldpreis

Von Daniel Saurenz

Aktualisiert am 02.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Gefragte Krisenwährung: Wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie ist der Goldpreis stark gestiegen.
Gefragte Krisenwährung: Ende 2022 allerdings ist der Goldwert niedriger als noch zu Beginn des Jahres. (Quelle: getty-images-bilder)
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2022 waren die Voraussetzungen für ein erfreuliches Goldjahr eigentlich gut. In der Realität fällt die Bilanz allerdings ernüchternd aus.

2022 spielten nicht nur die zahlreichen Krisen der Feinunze Gold in die Karten, auch die rekordhohe Inflation weltweit. Eigentlich - denn dieses Jahr war nicht nur kein Jahr für Aktien, sondern auch nicht für Gold. Zeitweise stand Gold rund zehn Prozent im Minus, erst seit wenigen Wochen läuft eine Erholung. Aktuell gibt es die Feinunze rund vier Prozent günstiger als zum Jahreswechsel, als Inflationsschutz und sicherer Hafen in Krisenzeiten hat sich Gold also dieses Jahr nicht bewährt.

Verantwortlich dafür ist vor allem der scharfe geldpolitische Wechsel bei den Notenbanken. Da Gold anders als Anleihen oder Aktien keine Zinsen beziehungsweise Dividenden abwirft, lösten die steigenden Opportunitätskosten einen anhaltenden Verkaufsdruck aus. Auch die kräftige Dollar-Aufwertung belastete den Preis.

Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen.
Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen. (Quelle: Goldlicht Fotografie)

Der Aktienprofi

Daniel Saurenz ist Finanzjournalist, Börsianer aus Leidenschaft und Gründer von Feingold Research. Mit seinem Team hat er mehr als 150 Jahre Börsenerfahrung und bündelt Börsenpsychologie, technische Analyse, Produkt- und Marktexpertise. Bei t-online schreibt er über Investments und die Lage an den Märkten, immer unter dem Fokus des Chance-Risiko-Verhältnisses für Anleger. Sie erreichen Daniel auf seinem Portal www.feingoldresearch.de.

"Historisch betrachtet war die Entwicklung in diesem Jahr aber nicht ungewöhnlich. Gold leidet häufig in Zinserhöhungsphasen", sagt Funda Sertkaya, Rohstoffexpertin und Geschäftsführerin beim Edelmetallhändler Ophirum. Auf der anderen Seite eröffnet die maue Entwicklung der vergangenen Monate zugleich Chancen für Neueinsteiger.

Sinkende Inflation pusht Goldpreis

Denn die Vergangenheit zeigt, dass Gold wieder heller erstrahlte, wenn der Zinszyklus auslief. Voraussetzung dafür sind fallende Inflationsraten. Inzwischen verdichten sich die Anzeichen, dass der Zenit bereits hinter uns liegt. Die US-Teuerung erreichte im Juni mit 9,1 Prozent ihren Höhepunkt und liegt mit leicht fallender Tendenz leicht oberhalb von 8 Prozent. Im Frühjahr wird vor allem der Basiseffekt kräftig durchschlagen, da es Anfang 2022 zu den höchsten Monat-zu-Vormonat-Inflationsanstiegen der vergangenen Jahrzehnte kam.

Ein Rückgang in den Wohlfühlbereich der Währungshüter von maximal rund zwei Prozent ist vorerst zwar kaum zu erwarten, die Teuerung dürfte aber spürbar nachlassen. Ähnliches gilt für Europa. Somit dürfte sich auch die Geldpolitik von EZB und Fed verändern, erklärt Ricardo Evangelista, Senior Analyst beim Broker ActivTrades: "Inflationsbekämpfung sollte bald weniger im Fokus stehen, vielmehr rückt die sich abzeichnende Konjunkturabkühlung mit drohender Rezession in den Mittelpunkt." In einem solchen Umfeld sei eine straffe Geldpolitik nicht so einfach zu rechtfertigen.

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Zinssenkungen bald ein Thema?

Bleiben größere Überraschungen aus, dürfte die Inflation erhöht bleiben und das schwächere Wachstum zugleich verstärkt Hoffnungen auf erste Zinssenkungen entfachen. Aktuell wird am Terminmarkt ein letzter Schritt nach oben auf 5 bis 5,25 Prozent für die Fed-Sitzung im März 2023 eingepreist. Anfang November könnte die erste Anpassung nach unten auf 4,75 bis 5 Prozent erfolgen.

Die Wahrscheinlichkeiten werden sich noch deutlich verschieben, zeigen aber zugleich, dass Zinssenkungen im kommenden Jahr ein großes Thema sind. Für Gold wäre dies positiv, zumal auch der Dollar in einem solchen Umfeld an Stärke einbüßen sollte. Die Feinunze dürfte daher das Jahrestief aus 2022 oberhalb von 1600 nicht mehr sehen und sich in einer Bandbreite zwischen 1.700 und 2.000 USD bewegen.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
Hintergrund zum Beitrag

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