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Bonuszertifikate: So sparen Anleger an der Börse


Schnäppchenjäger aufgepasst: Hier gibt es den höheren Bonus

Von Daniel Saurenz

Aktualisiert am 19.11.2023Lesedauer: 3 Min.
Meinung
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Einkauf im Supermarkt: Was ist wirklich drin? Bei einigen Lebensmitteln sinkt die Qualität.Vergrößern des Bildes
Einkauf im Supermarkt: Preise vergleichen lohnt sich meistens. Mehr Geld kann man aber mit der richtigen Anlageform sparen. (Quelle: thebigland88/Getty Images)

Wer bislang Schnäppchenjäger im Supermarkt war, sollte lieber an der Börse sparen. Mit Bonuszertifikaten sind bei begrenztem Risiko hohe Renditen möglich.

Das Kilo Nudeln für einen statt für zwei Euro oder frisch gepressten Orangensaft für 1,50 statt für 2,50 Euro – verständlicherweise optimieren viele Käufer ihren Warenkorb und suchen in Supermärkten nach den besten Schnäppchen. Auch ich habe Spaß daran, leckere Schokonikoläuse am Tag nach Weihnachten für die Hälfte zu bekommen oder mal ein paar Joghurts auf Vorrat zu kaufen. Genauso gut und mit wesentlich größerem Effekt lässt sich aber an der Börse sparen.

Nehmen wir einmal an, Sie haben 20.000 Euro auf ihrem Girokonto bei der Bank ihrer Wahl liegen. Über die Jahre hinweg erhalten Sie dafür bestenfalls eine durchschnittliche Verzinsung von ein bis zwei Prozent. Bei 20.000 Euro bleiben im Jahr somit 200 bis 400 Euro Zinsen hängen. Das ist keine Katastrophe, aber mit sehr begrenztem Risiko können Sie am Aktienmarkt aus 20.000 Euro jährlich 1.000 bis 2.000 Euro Zinsen mitnehmen. Das ist keineswegs kompliziert und schon gar nicht hochspekulativ.

Seit Jahren acht Prozent Rendite

Kennen Sie die US-Technologiebörse Nasdaq, den S&P 500, den deutschen Leitindex Dax oder den europäischen Euro Stoxx 50? Vermutlich schon. All das sind Aktienindizes, die schwanken können und die eine Rendite abwerfen, die der Index erzielt. Im Durchschnitt sind das gut acht Prozent pro Jahr, konstant seit hundert Jahren.

Auf dem Markt können Anleger Zertifikate kaufen, die eine konkrete Rendite von acht Prozent anpeilen und gleichzeitig das Risiko deutlich senken. Ja, Sie lesen richtig – senken. Denn mancher denkt noch immer, Zertifikate seien riskant. Wir sollten an dieser Stelle unbedingt zwischen Hebelprodukten und Bonuszertifikaten unterscheiden.

Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen.
Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen. (Quelle: Goldlicht Fotografie)

Der Aktienprofi

Daniel Saurenz ist Finanzjournalist, Börsianer aus Leidenschaft und Gründer von Feingold Research. Mit seinem Team hat er insgesamt mehr als 150 Jahre Börsenerfahrung und bündelt Börsenpsychologie, technische Analyse, Produkt- und Marktexpertise. Bei t-online schreibt er über Investments und die Lage an den Märkten, immer unter dem Fokus des Chance-Risiko-Verhältnisses für Anleger. Sie erreichen Daniel auf seinem Portal www.feingoldresearch.de

So können Sie ordentlich Prozente verdienen

Schauen wir uns zwei Beispiele an, die eine wirklich attraktive Alternative zur Geldvernichtung auf dem Sparbuch sind. Denn bei 50.000 Euro auf dem Sparbuch sind bei vier Prozent Inflation nach einem Jahr noch 48.000 Euro übrig. Ein kleiner Winterurlaub – sinnlos verschenkt. Ein Zertifikat lässt sich bei Brokern wie Smartbroker oder Consorsbank erwerben, um nur zwei Anbieter zu nennen. Anleger und Investoren benötigen dafür eine Wertpapierkennnummer, die sie in die Suchmaske eingeben. Dann wählen sie eine Stückzahl, tätigen den Kauf und fertig.

Wie funktionieren Zertifikate? Jedes Zertifikat, das Sie bei Ihrem Broker kaufen können, hat eine Wertpapierkennnummer. Die Kennnummer VM4A1X der Bank Vontobel bietet Ihnen beispielsweise mit diesem sogenannten Capped-Bonus-Zertifikat auf den Basiswert Nasdaq 100 zehn Prozent Rendite. Fälligkeitstag ist der 31.12.2024.

Das Tolle daran – der Nasdaq-100-Index kann sogar bis zu 33 Prozent fallen und Sie bekommen diese Rendite, Bonusrendite genannt, trotzdem noch. Wie realistisch ist ein Rücksetzer um 33 Prozent im Index? Statistisch gesehen sehr unwahrscheinlich. Und selbst dann wäre natürlich nicht das ganze Geld weg, sondern man stände genauso da wie mit einem Investment in einen Nasdaq-ETF. Zehn Prozent Chance für ein deutlich vermindertes Risiko im Gegensatz zum einfachen Kauf des Nasdaq-Index. So können aus 20.000 Euro nach 12 Monaten 22.000 Euro werden.

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Foto Benjamin FeingoldAusgewählt von unserem Börsenexperten Benjamin Feingold
Für wen geeignet?Mittel- bis Langfristanleger
In welcher Marktsituation geeignet?Steigende bis seitwärts laufende Notierungen im EuroStoxx 50
Risikoklasse: Mittel
Laufende Gebühren: Keine
Für wen geeignet?Mittel- bis Langfristanleger
In welcher Marktsituation geeignet? Steigende Aktienkurse bei global tätigen Qualitätsunternehmen
Risikoklasse: Mittel
Laufende Gebühren: 0,45 Prozent, sparplanfähig

So geht es konkret

Sie mögen lieber den Euro Stoxx 50 auf europäische Aktien wie Allianz, Mercedes oder BASF? Dann sind acht Prozent Rendite mit der Wertpapierkennnummer KH9L5A drin. Der Abstand zur Sicherheitsbarriere beträgt hier 24 Prozent, soviel kann der Index also fallen. Die anderen Parameter erklären sich exakt wie bei der Nasdaq-Möglichkeit. Man sieht also: Zertifikate können eine sehr intelligente Lösung sein, um Geld risikobewusst zu investieren und es dadurch zu vermehren, anstatt es durch die Inflation schrumpfen zu lassen.

Bonuszertifikate mit Zielrenditen zwischen fünf und zehn Prozent sind dabei ein Stabilisator im Depot im Gegensatz sogar zu ETFs oder puren Aktien. Denn den Sicherheitspuffer gibt es nur dort. Und bei derartigem Zinsertrag ist es sinnvoll, gute Finanzprodukte ein paar Minuten zu vergleichen oder sich einzulesen und bei Supermarktprospekten ein paar Minuten abzuzweigen.

Transparenzhinweis
  • Der Artikel stellt keine Kauf- oder Anlageberatung dar. Auf Finanzanalysen von Dritten hat die t-online-Redaktion keinen Einfluss.
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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