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Internationale Trauungen in Deutschland

Von dpa
Aktualisiert am 30.12.2019Lesedauer: 2 Min.
Im Alltag mag es kaum zu merken sein - aber bei der Hochzeit spielt es eine Rolle, wenn Paare unterschiedliche Staatsangehörigkeiten haben.
Im Alltag mag es kaum zu merken sein - aber bei der Hochzeit spielt es eine Rolle, wenn Paare unterschiedliche Staatsangehörigkeiten haben. (Quelle: dpa./dpa)
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Kassel (dpa/tmn) - Im Alltag mag es selten eine Rolle spielen, welche Staatsangehörigkeit Partner haben. Wer sich offiziell binden möchte, hat aber mit einigen Besonderheiten zu tun. Denn dann gilt nicht nur das deutsche Eherecht.

Wenn ein Paar mit unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten heiratet, muss die Behörde nach diesen beiden Rechtsordnungen prĂŒfen, ob Eheverbote vorliegen und ob der AuslĂ€nder in seinem Land ĂŒberhaupt heiraten dĂŒrfte. Wenn dies nach dem Heimatrecht eines Partners nicht erlaubt ist, darf das Paar auch in einem deutschen Rathaus nicht verheiratet werden.

Auch strengere Vorschriften aus dem Ausland gelten

Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Verlobten zu nah miteinander verwandt sind. Weil deutsche Standesbeamte das fremde Recht nicht unbedingt kennen, muss der AuslĂ€nder ein EhefĂ€higkeitszeugnis beibringen. Darin bescheinigen Beamte des Heimatstaates, dass der Eheschließung nach auslĂ€ndischem Recht nichts entgegensteht. Wenn das Herkunftsland kein Zeugnis ausstellt, prĂŒft die Landesjustizverwaltung das fremde Recht, erklĂ€rt Frank MĂŒsken, Leiter des Standesamtes der Stadt Kassel.

Eine Ausnahme gilt fĂŒr Menschen, die neben dem deutschen auch einen auslĂ€ndischen Pass haben, und fĂŒr gleichgeschlechtliche Paare. Sie brauchen weder EhefĂ€higkeitszeugnis noch Befreiung. FĂŒr sie gilt ohnehin unabhĂ€ngig von der Staatsangehörigkeit deutsches Eherecht.

Im Extremfall je nach Land anderer Nachname

Neben dem EhefĂ€higkeitszeugnis benötigt das Standesamt von jedem Partner einen Geburtsnachweis und einen IdentitĂ€tsnachweis, also Personalausweis oder Reisepass. Wenn ein Ehepartner schon einmal verheiratet war, muss er beweisen, dass die vorherige Ehe nicht mehr besteht. Hat das Paar schon gemeinsame Kinder, muss es außerdem deren Geburtsurkunden vorlegen.

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Die Vorgaben fĂŒr den eigenen Fall können Paare beim zustĂ€ndigen Standesamt erfragen. Nach der Trauung melden die Partner die Ehe dann beim Generalkonsulat des Heimatlandes an.

Welchen Nachnamen man fĂŒhrt, hĂ€ngt auch nach der Heirat von der Staatsangehörigkeit ab. In LĂ€ndern wie Spanien haben Ehepaare keinen gemeinsamen Ehenamen. Sofern einer der Ehepartner in Deutschland bleibt, könne man aber auch das deutsche Namensrecht wĂ€hlen, sagt Marianne Andrae, pensionierte Professorin fĂŒr BĂŒrgerliches Recht an der UniversitĂ€t Potsdam.

AnwÀltin: Ehevertrag kann bei Scheidung helfen

Doch nicht nur beim Ehenamen lohnt es sich, genauer hinzusehen. Gerade binationalen Ehepaaren empfiehlt RechtsanwÀltin Christina Gehrig von der Kanzlei Hasselbach, einen Ehevertrag aufzusetzen, in dem man festlegt, welches Recht bei einer etwaigen Scheidung anwendbar sein soll.

Hier wird nĂ€mlich in der Regel nicht an die Staatsangehörigkeit, sondern an den gewöhnlichen Aufenthalt des Paares angeknĂŒpft. "Der kann sich ganz schnell Ă€ndern. Wenn man sechs Monate lang seinen Lebensmittelpunkt in einem anderen Land hat, dann ist in der Regel das Recht dieses Landes anwendbar", betont die Kölner Familienrechtlerin.

Auch wenn eine internationale Heirat komplizierter ist als die eines deutschen Paares - unmöglich ist sie nicht. FĂŒr die meisten Paare ist da, wo ein Wille beziehungsweise die Liebe ist, auch ein Weg. So ist beinahe jede dritte Ehe, die bei Frank MĂŒsken im Standesamt der Stadt Kassel vorgenommen wird, eine internationale.

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