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Hier bekommen Sie noch Zinsen aufs Tages- und Festgeldkonto


Banken-Auswertung  

Hier bekommen Sie noch Zinsen aufs Tages- und Festgeldkonto

14.04.2020, 13:59 Uhr | fls, t-online

Hier bekommen Sie noch Zinsen aufs Tages- und Festgeldkonto. Tagesgeldkonto (Symbolbild): Die Zinssätze sind in den vergangenen Jahren stark gefallen. (Quelle: imago images)

Tagesgeldkonto (Symbolbild): Die Zinssätze sind in den vergangenen Jahren stark gefallen. (Quelle: imago images)

Viele Menschen, die jüngst ihre Aktien verkauft haben, wollen ihr Geld auf Tages- und Festgeldkonten zwischenparken. Eine neue Auswertung zeigt, bei welchen Banken es noch Zinsen gibt.

Tages- und Festgeldkonten bieten seit Jahren kaum mehr Zinsen. Wegen der andauernden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank haben viele Banken die Zinsen auf zum Teil symbolische Sätze von 0,05 Prozent pro Jahr gesenkt. Einige bitten ihre Kunden sogar mit Minuszinsen zur Kasse.

Dennoch rücken die Konten in der Corona-Krise wieder verstärkt in den Fokus vieler Menschen. Denn: Viele Anleger haben sich von dieser Verunsicherung an den Finanzmärkten anstecken lassen und deshalb ihre Aktien verkauft – um zu einem späteren Zeitpunkt wieder an der Börse in den Markt einzusteigen.

Die Folge: Bei vielen Menschen liegen derzeit größere Summen auf dem Girokonto, wo es in der Regel gar keine Zinsen abwirft, die Verwaltungsgebühren das Ersparte zum Teil sogar auffressen. Doch auf welchen Tages- und Festgeldkonten lässt sich dieses Geld jetzt möglichst ertragreich zwischenparken?

Fürs Tagesgeld gibt es zum Teil mehr als 0,5 Prozent Zinsen

t-online.de liegt dazu eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Verivox vor. Demnach gibt es sowohl in Deutschland, vor allem aber in anderen EU-Ländern weiterhin vergleichsweise hohe Zinsen auf Tages- und Festgeldkonten – man muss nur wissen, wo. Die Ergebnisse im Überblick:

Tagesgeld

Beim Tagesgeld bietet die Ferratum Bank mit Sitz auf Malta derzeit die besten Konditionen. Hier erhalten Kunden für sechs Monate 0,60 Prozent Zinsen. Wichtig dabei: Verivox bewertet die Einlagensicherungssysteme von Malta nicht mit dem Prädikat "Top-Rating". Bei geringeren Summen aber hat dies für Sparer in der Regel keine Auswirkungen.

  1. Ferratum Bank (Malta): 0,60 Prozent, garantiert für sechs Monate
  2. Advanzia Bank (Luxemburg): 0,50 Prozent, garantiert für sechs Monate
  3. Renault Bank Direkt (Frankreich): 0,45 Prozent, garantiert für drei Monate

(sechs Monate)

Wer glaubt, auf sein Geld für sechs Monate verzichten zu können, weil sie oder er erst in einem halben Jahr wieder am Finanzmarkt investieren will, erhält bei der deutschen SWK Bank die höchsten Zinserträge.

  1. SWK Bank (Deutschland): 0,65 Prozent
  2. Avida Finans (Schweden): 0,60 Prozent
  3. Klarna (Schweden): 0,55 Prozent
    Resurs Bank (Schweden): 0,55 Prozent

Festgeld (zwölf Monate)

Bei Festgeldkonten mit Ländern, deren Einlagesicherungssysteme sehr sicher sind, erhalten Sparer, die ihr Geld über einen Zeitraum von zwölf Monaten parken wollen, bei der schwedischen Klarna-Bank die besten Konditionen. Zwar verfügt auch Schweden nicht über ein sogenanntes "Top-Rating", allerdings sind hier Spareinlagen bis zu einem Wert von 87.000 Euro staatlich abgesichert und werden im Fall einer Zahlungsunfähigkeit der Bank nicht Teil der Insolvenzmasse.

  1. Klarna (Schweden): 1,05 Prozent
  2. LeasePlan Bank (Niederlande): 1,00 Prozent
  3. Grenke Bank (Deutschland): 0,81 Prozent

All diese Banken bieten laut Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier gute Möglichkeiten, um sein Geld für die Dauer der Überbrückung des Börsentiefs für sich arbeiten zu lassen. Gleichwohl gelte, dass ein Investment an den Börsen langfristig zu den besten Formen der Geldanlage zähle.

Anleger sollten stückchenweise an der Börse einsteigen

"Nach wie vor bieten Aktien die größten Renditechancen", so Maier. "Entscheidend ist ein langer Atem. Dann können Anleger vorübergehende Kursverluste einfach aussitzen und die Erholung abwarten."

Diesen Standpunkt vertrat jüngst auch der Finanzexperte Carsten Roemheld von der Vermögensverwaltung Fidelity im Interview mit t-online.de. Anleger, die derzeit noch nicht investiert sind, sollten jetzt erwägen, ob sie in den Markt einsteigen.

Dabei allerdings sei Vorsicht geboten, so Roemheld. "Gerade Kleinanleger sollten jetzt nicht spekulieren, wann der Tiefststand erreicht ist, um dann alles auf eine Karte zu setzen", sagte er. "Besser ist es, stückchenweise sein Geld an der Börse zu investieren. Auf diese Weise streuen sie das Risiko, zum falschen Zeitpunkt einzusteigen."

Verwendete Quellen:
  • Verivox-Auswertung
  • Gespräch mit Carsten Roemheld

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