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Diese Versicherungen braucht jeder

t-online, Thomas Badtke

Aktualisiert am 24.11.2019Lesedauer: 3 Min.
Ein Vergleich der Versicherungsunternehmen lohnt sich immer.
Ein Vergleich der Versicherungsunternehmen lohnt sich immer. (Quelle: MiS/imago-images-bilder)
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Die Versicherungswirtschaft ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Endsprechend groß und unĂŒbersichtlich ist die Vielfalt der Versicherungsprodukte. Aber: Welche braucht man eigentlich wirklich? Der Experte sagt: "Zwei sind unverzichtbar."

Versicherungen versprechen, das Leben sorgenfreier zu gestalten. Bis es so weit ist, gilt es jedoch, einer schier unĂŒberschaubaren Zahl von Produkten Herr zu werden, denn die mehr als 600 Versicherungsunternehmen in Deutschland verwalten derzeit insgesamt ĂŒber 430 Millionen VertrĂ€ge. Allein bei der Kfz-Versicherung sind es dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zufolge 114,2 Millionen. "Eine Kfz-Versicherung braucht aber nicht jeder", sagt Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des unabhĂ€ngigen Verbraucherportals "Finanztip". "Voraussetzung ist der Besitz eines Autos."

Ähnlich wie bei der Kfz-Versicherung verhĂ€lt es sich bei einer Hausratsversicherung. "Auch diese ist nicht zwingend", macht Tenhagen deutlich. "Schraube ich zu Hause noch hauptsĂ€chlich Billy-Regale von Ikea zusammen, lohnt sich diese Versicherung eher nicht. Habe ich Designermöbel, hochpreisige Unterhaltungselektronik oder auch eine neue, teure KĂŒche, dann bietet sich eine Hausratsversicherung auf alle FĂ€lle an."

Und auch bei Risiko-Lebensversicherungen gilt es, zuvor abzuwĂ€gen. "Habe ich Frau, Kind, Familie, sollte ich ĂŒber eine solche Versicherung nachdenken, denn genau sie wĂ€ren die BegĂŒnstigten im Todesfall und dann finanziell abgesichert", erklĂ€rt Tenhagen. "Bin ich aber Single, ohne Anhang oder familiĂ€re Bindung ist eine solche Versicherung ĂŒberflĂŒssig."

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Zwei sind unverzichtbar

FĂŒr unverzichtbar hĂ€lt der Experte dagegen ganze zwei Versicherungen – die Krankenversicherung (KV) und die Private Haftpflichtversicherung (PHV). "Ohne die geht es nicht", so Tenhagen. WĂ€hrend eine KV dem Versicherten voll oder teilweise die Kosten fĂŒr die Behandlung bei etwaigen Erkrankungen erstattet, schĂŒtzt die PHV den Versicherten samt Familie im selbst verursachten Schadensfall vor Forderungen Dritter. Da die Haftung laut Gesetzgeber "voll umfĂ€nglich", also ohne eine betragsmĂ€ĂŸige Grenze gestaltet ist, können die in der PHV abgesicherten Summen mehrere Millionen betragen.

"Eine Private Haftpflichtversicherung ist dennoch nicht teuer", sagt Experte Tenhagen. "Singles sind mit um die 60 Euro im Jahr gut dabei, Familien mit etwas ĂŒber 100 Euro."

Die gesetzliche Krankenkasse ist dagegen einkommensabhĂ€ngig. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den zu zahlenden Betrag. Aktuell liegt der Beitragssatz bei 14,67 Prozent des Bruttoeinkommens. Hinzu kommt ein Zusatzbeitrag von einem Prozent oder mehr, den Arbeitgeber allein tragen mĂŒssen. Bei der KV machen auf der Kostenseite daher die ZusatzbeitrĂ€ge den Unterschied.

Vergleichen lohnt sich immer

"Wenn meine Krankenkasse ein Prozent teurer geworden ist als die preiswerteste im Markt, bedeutet das bei einem Bruttolohn von beispielsweise 3.000 Euro, dass ich 30 Euro pro Monat aus ihrem Nettoeinkommen drauflegen muss", erlĂ€utert Tenhagen. "Das sind 360 Euro im Jahr." 360 Euro, die Versicherte an anderer Stelle einsparen mĂŒssen.

Allerdings spielt bei der Krankenversicherung nicht allein die Kostenseite eine Rolle. Vielmehr gilt es die fĂŒr jeden Versicherten individuell perfekte Leistungsabdeckung zu finden. "Da kann man ein paar Euro mehr durchaus in Kauf nehmen", ist sich Tenhagen sicher.

Bei einer Kfz-Versicherung hĂ€ngt der Preis etwa davon ab, wie lange jemand bereits einen FĂŒhrerschein besitzt und unfallfrei fĂ€hrt. "Hier ist es so, dass die kostengĂŒnstigste und die teuerste immer um rund 200 Prozent auseinanderliegen", sagt Experte Tenhagen. Wenn die kostengĂŒnstigste 300 Euro kostet, ist die teuerste schnell bei 900 Euro. Das ist – im Idealfall – ein Einsparpotenzial von 600 Euro. "Ein Vergleich lohnt daher immer, denn Sparen lĂ€sst sich bei allen Versicherungen – auch bei den beiden unverzichtbaren."

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