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Strom und Gas auch 2015 oft unnötig teuer

Von dpa, t-online
30.12.2014Lesedauer: 4 Min.
Strom und Gas werden 2015 teils etwas günstiger - die Preise könnten aber stärker sinken, wenn die Versorger fair wären
Strom und Gas werden 2015 teils etwas günstiger - die Preise könnten aber stärker sinken, wenn die Versorger fair wären (Quelle: dpa-bilder)
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Im neuen Jahr gehen für viele Verbraucher erstmals seit Langem die Strompreise nicht rauf, sondern runter. Der Umfang der Preisnachlässe enttäuscht aber Verbraucherschützer. Auch beim Gas tut sich trotz des Ölpreis-Absturzes weniger, als möglich gewesen wäre.

Deutschlands Verbraucher sparen im neuen Jahr viel Geld an der Tankstelle, aber so gut wie gar nichts bei Gas und Strom. Die Endkundenpreise für Erdgas, die früher eng an den Ölpreis gekoppelt waren, liegen nach einer Erhebung des Preisportals Verivox im Januar 2015 trotz des massiven Ölpreisverfalls nur um gut ein Prozent unter dem Vorjahreswert.

Beim Strom gibt es - wie angekündigt - zahlreiche Preissenkungen. Die Ersparnis zum Beginn des neuen Jahres beträgt über alle Anbieter gerechnet aber nur 0,4 Prozent oder etwa fünf Euro pro Haushalt und Jahr - dafür kann man sich nicht mal eine Pizza liefern lassen.

Preise wie zu Anfang 2014

"Von einer wirklichen Entlastung kann keine Rede sein", sagt Jan Lengerke aus der Verivox-Geschäftsführung. Mit den Preissenkungen beim Strom zum Jahreswechsel 2015 würden größtenteils nur Preiserhöhungen aus dem Jahresverlauf 2014 ausgeglichen. "Im Ergebnis ist das quasi ein Nullsummenspiel für die Verbraucher." Auch Isabel Wendorff vom konkurrierenden Portal Check 24 findet: "Die Preissenkungen fallen enttäuschend gering aus." Nur etwa jeder dritte Grundversorger senke überhaupt seine Strompreise.

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Nach den Erhebungen von Check24 haben 321 der rund 840 deutschen Strom-Grundversorger für Januar 2015 Preissenkungen von im Schnitt 2,4 Prozent angekündigt. Das entspricht bei einer vierköpfigen Familie 30 bis 35 Euro Ersparnis im Jahr. Verivox hat 327 Versorger mit Preissenkungen um durchschnittlich 2,4 Prozent zum 1. Januar erfasst.

Rund zwei Drittel des Marktes beteiligen sich damit überhaupt nicht - darunter die großen Anbieter E.ON, RWE und Vattenfall. RWE will irgendwann 2015 den Strompreis senken, hat aber noch keinen Zeitpunkt genannt. EnBW ist immerhin mit einem Nachlass von 1,4 Prozent dabei. Außerdem sind die Preissenkungen regional stark auf Anbieter in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen konzentriert.

Strom im Großhandel deutlich billiger - Umlage sinkt

Aus Sicht von Verbraucherschützern ist das definitiv zu wenig - unter anderem, weil der Börsenpreis für die Beschaffung des Stroms in den vergangenen zwei Jahren erheblich von mehr als 50 auf nur noch rund 32 Euro pro Megawattstunde gefallen ist und weil 2015 die Ökostrom-Umlage erstmals sinkt. Der Branchenverband BDEW verweist dagegen auf langfristige Vertragsbindungen im Stromeinkauf über mehrere Jahre. Deshalb könnten Börsenpreis-Rückgänge nicht zeitgleich an die Kunden weitergegeben werden.

Die Verbraucherzentrale NRW hatte schon im Herbst 2014 deutlich stärkere Preissenkungen gefordert, nachdem sie in einer Langzeitstudie die Preise der Grundversorger im bevölkerungsstärksten Bundesland von 2010 bis Sommer 2014 verglichen hatte. Ergebnis: Der von den Versorgern selbst beeinflussbare Preisanteil für Einkauf, Vertrieb und Gewinn sei seit 2010 fast gleichgeblieben - trotz der stark gefallenen Börsenpreise.

"Viele Versorger geben ihr Preissenkungspotenzial einfach nicht weiter", sagt Verbraucherschützer Udo Sieverding. "Das ist eine klare Botschaft an die Verbraucher: Wechselt den Anbieter." Die Verbraucherzentrale rät außerdem von Preisgarantien der Versorger ab, die vor steigenden Kosten schützen sollen: Da in nächster Zeit eher Preissenkungen zu erwarten seien, nutzten die meist langen Vertragslaufzeiten solcher Verträge nur den Anbietern.

Gasversorger halten sich mit Preissenkungen zurück

Beim Gas hat Verivox zum 1. Januar 79 Versorger mit Preissenkungen von durchschnittlich fünf Prozent gezählt. Check24 registrierte 59 Preissenkungen mit 5,2 Prozent im Schnitt. Das klingt nach deutlichen Rückgängen, da es aber über 700 Gas-Grundversorger gibt, bleibt der Nachlass auf rund ein Zehntel des Marktes beschränkt. Der Preis für Europas wichtigste Rohölsorte Brent sei seit Anfang 2014 ungleich stärker, nämlich um 45 Prozent abgesackt, sagt Lengerke.

Auch beim Gas raten Fachleute zum Vergleich und Tarif- oder Anbieterwechsel: Wer noch nie mit seinem Anbieter über einen Wechsel gesprochen hat, also meist im besonders teuren Grundversorgungstarif eingestuft ist, kann damit mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Im Schnitt gibt eine deutsche Durchschnittsfamilie gut 1100 Euro im Jahr für Strom aus (4000 Kilowattstunden) und 1300 Euro für Gas (20.000 Kilowattstunden Erdgas).

Gas ist mit einem Anteil von rund 50 Prozent die am meisten verbreitete Heizform für Wohnungen in Deutschland. Öl kommt auf etwa 30 und Fernwärme auf rund zwölf Prozent. Etwa sechs Prozent der Haushalte heizen mit Strom - Nachtspeicher und Wärmepumpen zusammen genommen. Holz, Kohle und Koks kommen auf knapp drei Prozent.

Gaspreis könnte um acht Prozent sinken

Dass Gas nicht genügend stark billiger geworden ist, ergibt sich auch aus einer Studie der Grünen. "Die Gaspreise der Verbraucher könnten im Gesamtjahr 2014 acht Prozent niedriger sein, wenn die Margen unverändert geblieben wären", zitierte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Dienstag aus der Studie.

Haushalte und Gewerbe würden um mehr als anderthalb Milliarden Euro mehr belastet als angesichts der gesunkenen Großhandelspreise notwendig gewesen wäre. Die Vorsitzende des Bundestag-Umweltausschusses, Bärbel Höhn (Grüne), sagte der "FAZ", es sei gut, dass schon einige Gasversorger die Preise gesenkt hätten. Doch das reiche nicht aus.

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