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Kritik an Umsetzung der Energiewende

Kritik an Umsetzung der Energiewende

05.02.2012, 11:12 Uhr | dpa-AFX, dapd, dapd, dpa-AFX, t-online.de

Kritik an Umsetzung der Energiewende. SPD und IG BCE sehen Defizite bei der Umsetzung der Energiewende (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

SPD und IG BCE sehen Defizite bei der Umsetzung der Energiewende (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die mit dem Atomausstieg beschleunigte Energiewende in Deutschland sorgt weiter für Kritik. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sieht den Zeitplan für die Umstellung der Energieversorgung vor dem Scheitern. Auch von der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) kommt Kritik an der Umsetzung der Energiewende.

IG-BCE-Chef Michael Vassiliades sagte: "Wenn das so weiter geht wie bislang, wird das nichts mit der Energiewende." Es fehle an allen Ecken und Enden, an Koordination und Entscheidungen sowie an einem stringenten politischen Management.

Große Herausforderungen

Es genüge nicht, einige Kernkraftwerke abzuschalten und für die anderen ein Auslaufdatum zu beschließen. Damit beginne erst die eigentliche Arbeit. "Mein Eindruck ist, dass die Bundesregierung aus den Augen verloren hat, wie groß die Herausforderungen tatsächlich sind", sagte Vassiliadis.

Die Bundesregierung müsse endlich den Weg frei machen für die erforderlichen Investitionen. "Wer erwartet, dass viele Milliarden Euro in den Aufbau einer neuen Energieversorgung gesteckt werden, der muss auch die Bedingungen dafür schaffen", sagte er.

Energiesockel gegen Preisschwankungen

Notwendig seien verstärkte Anstrengungen beim Ausbau der Energienetze und beim Kraftwerksbau. Zur Stabilisierung des Versorgungssystems fordere die IG BCE die Schaffung eines gesicherten Energiesockels. "Wir brauchen einen doppelten Schutz vor Preis und Frequenz-Schwankungen im Netz, die wirtschaftlich nicht mehr tragbar sind", so der Gewerkschaftschef. Alles andere sei fahrlässig.

Kraft sieht Energiewende scheitern

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) betrachtet Streitereien in der Bundesregierung als Gefahr für die Umstellung der Energieversorgung auf umweltfreundliche Technologien. "Der Zeitplan zur Energiewende droht zu scheitern", sagte Kraft der "Bild am Sonntag". Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verplemperten mit ihrem Streit wertvolle Zeit.

"Einer muss sich endlich den Hut bei diesem Thema aufsetzen und Entscheidungen treffen, wer wann was tut, damit der Atomausstieg auch wirklich gelingt", forderte Kraft. Wenn die Bundesregierung nichts unternehme, gäben die Unternehmen kein Geld für die erforderlichen Schritte aus. Schon jetzt lägen Investitionen auf Eis oder würden verschoben. Das gefährde Arbeitsplätze.

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