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Mietbelastung steigt: Wo Neumieter am meisten draufzahlen


Mietbelastung steigt  

Wo Neumieter am meisten draufzahlen

01.10.2019, 11:24 Uhr | AFP

Mietbelastung steigt: Wo Neumieter am meisten draufzahlen. Altbauwohnungen in Berlin: Überdurchschnittlich hohe Nettokaltmieten gibt es den Statistikern zufolge vor allem in den großen Städten. (Quelle: Getty Images/Nikada)

Altbauwohnungen in Berlin: Überdurchschnittlich hohe Nettokaltmieten gibt es den Statistikern zufolge vor allem in den großen Städten. (Quelle: Nikada/Getty Images)

Die Wohnsituation in Deutschland hat sich deutlich verschärft. Die Kluft zwischen neuen und alten Mietverträgen nimmt zu, denn Neumieter müssen mehr zahlen. Dabei gibt es bundesweite Unterschiede.

Wer schon länger in seiner Wohnung wohnt und noch den alten Mietvertrag hat, zahlt vermutlich weniger als die neuen Nachbarn. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, zahlten im vergangenen Jahr Haushalte, die ab 2015 eine Mietwohnung bezogen, bundesweit höhere Mieten als Menschen mit älteren Mietverträgen. Besonders groß ist der Unterschied in den Metropolen.

Wie groß sind die Unterschiede wirklich?

Aus der Mikrozensus-Zusatzerhebung zur Wohnsituation ergibt sich demnach, dass private Haushalte bundesweit im Jahr 2018 im Schnitt 7,70 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter für eine 2015 oder später angemietete Wohnung bezahlten. Dieser Wert liegt zwölf Prozent über der gesamten, durchschnittlichen Nettokaltmiete in Deutschland, die bei 6,90 Euro pro Quadratmeter liegt.


Überdurchschnittlich hohe Nettokaltmieten für Neuanmietungen ab 2015 gibt es den Statistikern zufolge vor allem in den großen Städten und in Bundesländern mit großer Wirtschaftskraft. Weit über dem jeweiligen Landesdurchschnitt liegen die Nettokaltmieten für Neuanmietungen ab 2015 in den Bundesländern

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Hamburg
  • Berlin

Durchschnittliche Nettokaltmiete in Metropolen am teuersten

In der Bundeshauptstadt lag im vergangenen Jahr die durchschnittliche Nettokaltmiete für ab 2015 angemietete Wohnungen bei 9,10 Euro pro Quadratmeter – und damit um fast ein Viertel höher als der Berliner Mietendurchschnitt von insgesamt 7,40 Euro. Die höchsten Nettokaltmieten für solche Neuanmietungen mussten Mieter mit 10,30 Euro in Hamburg bezahlen.

Geringer als im Bundesdurchschnitt war der Unterschied zwischen den Nettokaltmieten bei Neuanmietungen ab 2015 zu den jeweiligen Durchschnittsmieten vor allem in

  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen
  • Schleswig-Holstein
  • Rheinland-Pfalz
  • Nordrhein-Westfalen

Hohe Mieten sind dem Bundesamt zufolge "vor allem ein Problem der Metropolen". So lag 2018 die durchschnittliche Nettokaltmiete je Quadratmeter für Neuanmietungen ab 2015 in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf bei 10,80 Euro und damit um gut 21 Prozent über dem allgemeinen Durchschnitt in diesen Städten (8,90 Euro).

Anstieg der bundesweiten Mietbelastungsquote

Auswirkungen hat das in Städten auch auf die sogenannte Mietbelastungsquote, also den Anteil des Haushaltsnettoeinkommens, den die Haushalte insgesamt für die Bruttokaltmiete aufwenden müssen.

Die Bruttokaltmiete setzt sich dabei aus der Nettokaltmiete und den Nebenkosten wie etwa den monatlichen Betriebskosten für Haus- und Straßenreinigung, Müllabfuhr oder die Schornsteinreinigung zusammen – die Grundsteuer oder Gebäudeversicherungen gehören ebenfalls dazu.
 

 

Bundesweit lag diese Quote 2018 bei 27,2 Prozent, in Metropolen bei 29,5 Prozent. Für Haushalte, die ihre Wohnung in den vergangenen vier Jahren neu angemietet haben, lag die Mietbelastungsquote bundesweit bereits bei 28,6 Prozent. Leben diese Haushalte in einer Metropole beziehungsweise in einer größeren Stadt, nähert sich die Mietbelastung dem Wert von 30 Prozent oder liegt sogar darüber.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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