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IWF fordert Vervielfachung der CO2-Steuer

dpa, afp, rtr, t-online, Andreas Hoenig

Aktualisiert am 04.05.2019Lesedauer: 2 Min.
CO2-Steuer: Durch eine Erh├Âhung der Abgaben w├╝rden fossile Brennstoffe deutlich teurer werden. (Symbolbild).
CO2-Steuer: Durch eine Erh├Âhung der Abgaben w├╝rden fossile Brennstoffe deutlich teurer werden. (Symbolbild). (Quelle: Christian Ohde/imago-images-bilder)
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Der Internationale W├Ąhrungsfonds setzt sich f├╝r eine drastische Erh├Âhung der CO2-Steuer ein. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte sich zuletzt deutlich dagegen ausgesprochen.

Mitten in der deutschen Debatte ├╝ber eine CO2-Steuer macht sich der Internationale W├Ąhrungsfonds (IWF) daf├╝r stark, den Preis f├╝r den Aussto├č von Kohlendioxid deutlich zu erh├Âhen. Der Klimawandel sei die "gro├če existenzielle Herausforderung unserer Zeit", hei├čt es in einem Blogeintrag von IWF-Chefin Christine Lagarde und dem Direktor f├╝r Fiskalpolitik, Vitor Gaspar. Der IWF bekr├Ąftigte damit seine Position.

Der Aussto├č von Kohlendioxid (CO2) gilt als eine Ursache des Klimawandels. Ein h├Âherer Preis oder eine CO2-Steuer w├╝rde insbesondere fossile Brennstoffe ÔÇô also Benzin und Diesel, Heiz├Âl und Erdgas ÔÇô teurer machen.

Wirksamstes Mittel, um Erderw├Ąrmung einzud├Ąmmen

Es herrsche ein zunehmender Konsens dar├╝ber, dass eine CO2-Bepreisung das wirksamste Instrument sei, um die Erderw├Ąrmung einzud├Ąmmen, so der IWF. Sie biete umfassende Anreize, um den Energieverbrauch zu senken, sauberere Kraftstoffe zu verwenden und private Finanzierungen zu mobilisieren. Wie dies am besten funktionieren k├Ânnte, werde von Land zu Land unterschiedlich sein.

Lagarde und Gaspar verweisen auf das Pariser Klimaabkommen von 2015, nach dem die Erderw├Ąrmung klar unter zwei Grad begrenzt, m├Âglichst aber bei 1,5 Grad gestoppt werden soll. Es sei an der Zeit nachzudenken, wie diese Verpflichtungen eingehalten werden sollten.

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Preisanstieg von zwei Dollar auf 70 Dollar pro Tonne

Das Ziel einer Begrenzung auf zwei Grad w├╝rde laut IWF erfordern, dass die Treibhausgasemissionen bis 2030 um rund ein Drittel weltweit gesenkt werden. Erforderlich sei ein globaler CO2-Preis von 70 US-Dollar (gut 62 Euro) je Tonne. Aktuell liege der Preis im weltweiten Durchschnitt bei nur zwei Dollar pro Tonne.

Um Belastungen durch h├Âhere Kraftstoffpreise zu vermeiden, k├Ânnte eine CO2-Preisgestaltung durch Steuersubventionen erg├Ąnzt werden, um Anreize etwa f├╝r eine Umstellung auf sauberere Fahrzeuge zu schaffen.

M├Âgliche soziale Folgen einer CO2-Steuer

In Deutschland ist zuletzt die Debatte ├╝ber eine m├Âgliche CO2-Steuer f├╝r mehr Klimaschutz intensiver gef├╝hrt worden. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) spricht sich daf├╝r aus, mit Eink├╝nften der Steuer sollten aber die B├╝rger an anderer Stelle entlastet werden.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer warnt indes vor der Belastung "kleiner Leute" durch eine CO2-Steuer und fordert "intelligentere L├Âsungen" f├╝r mehr Klimaschutz. "Wir haben gesagt, wir sind offen f├╝r eine CO2-Bepreisung", sagt sie auf dem Landesparteitag der CDU Sachsen-Anhalt in Halle. Aber man m├╝sse zun├Ąchst dar├╝ber nachdenken, das Kohlendioxid ├╝ber den Emissionshandel und Verschmutzungszertifikate zu belasten.

"Ich bin der festen ├ťberzeugung, dass es intelligentere Methoden gibt als einfach zu sagen, wir m├╝ssen eine Steuer erheben oder eine Steuer erh├Âhen", sagt sie. Hinter der CO2-Steuer verberge sich nichts anderes als eine zus├Ątzliche Belastung auf Treibstoff, Diesel, Benzin, Heiz├Âl und Gas. Dies w├╝rde Berufspendler und Menschen mit geringeren Einkommen besonders treffen, erg├Ąnzt Kramp-Karrenbauer.


Die Gr├╝nen-Fraktionschefin Katrin G├Âring-Eckardt unterst├╝tzt die CO2-Steuer: "Wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, m├╝ssen wir endlich gegen die Klimakrise vorgehen. Und das gelingt nicht mit Abwarten." Der Aussto├č des klimasch├Ądlichen CO2 m├╝sse endlich "einen fairen Preis bekommen".

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