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VW stoppt endgültig Pläne für Werk in der Türkei

Von dpa
Aktualisiert am 01.07.2020Lesedauer: 2 Min.
VW-Wagen mit Türkei-Flagge (Illustration): Der Konzern stoppt die Pläne für ein Werk in der Türkei.
VW-Wagen mit Türkei-Flagge (Illustration): Der Konzern stoppt die Pläne für ein Werk in der Türkei. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa-bilder)
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Volkswagen wollte ein neues Werk in der Westtürkei eröffnen – 4.000 Menschen sollten dort arbeiten. Doch die Corona-Krise machte dem Autokonzern einen Strich durch die Rechnung: VW stoppte die Pläne.

Der VW-Konzern stoppt die Pläne für den Bau eines neuen Werks in der Türkei. "Hintergrund ist der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruch der globalen Automobilnachfrage", erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg.

Das Projekt für die Fabrik in Manisa bei Izmir war eigentlich so gut wie beschlossen, hatte aber zuletzt auf Eis gelegen. Über die Absage hatte zuvor auch das Fachblatt "Automobilwoche" berichtet.

Nach ersten Verzögerungen hatte Volkswagen zunächst bis zum Jahreswechsel 2019/2020 eine Entscheidung treffen wollen. Mehrfach hatte es geheißen, man sei in "finalen" Gesprächen. Das Unternehmen gründete auch bereits eine türkische Tochtergesellschaft. Die Firma wurde ins Handelsregister eingetragen und mit einem Kapital von umgerechnet rund 164 Millionen US-Dollar ausgestattet.

4.000 Arbeitsplätze sollten entstehen

Geplant war ursprünglich, dass 4.000 Arbeitsplätze in der Westtürkei entstehen sollen. Volkswagen hatte sich aber auch zurückhaltender gezeigt, nachdem Kritik an der türkischen Politik in Nordsyrien sowie an der Menschenrechtslage in dem Land laut geworden war.

Der Aufbau zusätzlicher Kapazitäten sei aus heutiger Sicht aber nicht notwendig, sagte ein Konzernsprecher. Mit dem neuen Werk sollte unter den Bedingungen vor Corona vor allem in Osteuropa und im Nahen Osten künftiges Wachstum bedient werden. Jetzt sollen alle geplanten Fahrzeugprojekte innerhalb des bestehenden Verbundes an Produktionsstätten gefertigt werden.

Vor der Pandemie wollte der Konzern neue Kapazitäten für den Passat und den Superb der Schwestermarke Skoda schaffen. Bis zu 300.000 Autos sollten in einem neuen Mehrmarkenwerk jährlich vom Band rollen.

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