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Nach Corona-Einbruch: Reisekonzern Tui erhält Milliardenhilfe vom Staat

Corona-Einbruch  

Reisekonzern Tui erhält Milliardenhilfe vom Staat

12.08.2020, 18:05 Uhr | rtr, dpa, AFP

Nach Corona-Einbruch: Reisekonzern Tui erhält Milliardenhilfe vom Staat. Tui-Flugzeuge am Boden: Der Konzern erhält staatliche Milliardenhilfe. (Quelle: imago images/localpic)

Tui-Flugzeuge am Boden: Der Konzern erhält staatliche Milliardenhilfe. (Quelle: localpic/imago images)

Die Corona-Pandemie trifft die Reisebranche stark. Der Touristikkonzern Tui holt sich nun Hilfe vom Staat – einen Kredit von mehr als einer Milliarde Euro. Bereits im März hat das Unternehmen einen solchen Staatskredit erhalten.

Der weltgrößte Reisekonzern Tui soll zur Überbrückung des Geschäftseinbruchs in der Corona-Krise weitere Staatshilfen von 1,2 Milliarden Euro erhalten. Tui und die staatliche Bankengruppe KfW hätten vereinbart, die bestehende KfW-Kreditlinie von 1,8 Milliarden Euro um 1,05 Milliarden Euro zu erweitern.

Voraussetzung ist unter anderem aber, dass Tui eine sogenannte Wandelanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) begibt. Diese Anleihe kann dann in Aktien umgewandelt werden, der WSF kann sich mit bis zu neun Prozent an Tui beteiligen.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds
Der WSF der Bundesregierung wurde eingerichtet für große Unternehmen, die in der Corona-Krise in Schwierigkeiten sind. Der Fonds enthält 100 Milliarden Euro für Kapitalmaßnahmen – etwa den Erwerb von Anteilen an Unternehmen – sowie 400 Milliarden Euro für Bürgschaften. Er dient als Ergänzung zu den Sonderprogrammen der KfW.

Tui will Tausende Stellen streichen

Die Touristikbranche gehört zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Wirtschaftszweigen. Tui braucht das Geld, um die weitere Finanzierung nach rund drei Monaten Geschäftsausfall zwischen Mitte März und Mitte Juni zu sichern.

Die verzögerte Sommersaison läuft erst seit Juni. Tui fährt schon einen harten Sparkurs mit Stellenstreichungen und geringeren Investitionen, erwartet aber erst in mittlerer Frist eine Erholung.

Die Tui-Gruppe kündigte an, bis zu 8.000 Jobs vor allem im Ausland zu streichen. Außerdem soll die Flotte ihrer Airline Tuifly um über die Hälfte verkleinert werden – dabei könnten dem Vernehmen nach 900 Vollzeitstellen wegfallen sowie mehrere Standorte geschlossen werden. Management und Belegschaft beraten nun über Details der Umsetzung.

KfW hat so viele Kredite vergeben wie nie zu vor

Tui ist eines von Tausenden Unternehmen, das in der Corona-Krise von der staatlichen Förderbank KfW unterstützt wird. "Die KfW hat im ersten Halbjahr 2020 die höchste Förderleistung ihrer Geschichte abgeliefert, in einer Zeit, in der durch die Corona-Krise die deutsche Wirtschaftsleistung so stark eingebrochen ist wie nie zuvor", sagte KfW-Chef Günther Bräunig.

Das Fördervolumen der Bankengruppe stieg deshalb im ersten Halbjahr auf 76,2 Milliarden Euro, das war mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (33,6 Milliarden).

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters, dpa und AFP

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