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Inflation in Deutschland unter Nullmarke: Waren billiger als im Vorjahr

Gesenkte Mehrwertsteuer  

Inflation unter Nullmarke: Waren billiger als im Vorjahr

12.11.2020, 11:12 Uhr | dpa

Inflation in Deutschland unter Nullmarke: Waren billiger als im Vorjahr. Inflation unter Null: Auch die geringeren Kosten für Heizöl treiben die Preise nach unten. (Quelle: dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Inflation unter Null: Auch die geringeren Kosten für Heizöl treiben die Preise nach unten. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Wegen der gesenkten Mehrwertsteuer purzeln in Deutschland die Preise: Zum dritten Monat in Folge lag die Inflation im Durchschnitt unterhalb von null. Einige Dingen wurden dennoch teurer.

Die Inflation in Deutschland hat sich im Oktober zum dritten Mal unter der Nullmarke gehalten. Gedämpft von der Mehrwertsteuersenkung und stark gesunkenen Energiepreisen lagen die Verbraucherpreise 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit.

Eine Jahresinflationsrate von minus 0,2 Prozent hatte die Wiesbadener Behörde schon im September errechnet. Im Juli lag sie bei minus 0,1 Prozent.

Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Mehrwertsteuersätze. Damit will die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln. Händlern und Dienstleistern steht es aber frei, ob und wie sie die Erleichterungen an Verbraucher weitergeben.

Heizöl billiger – Obst und Fleisch teurer

Deutlich weniger als ein Jahr zuvor mussten Verbraucher im Oktober für Energie zahlen: Heizöl (-37,2 Prozent) und Kraftstoffe (-10,7 Prozent) verbilligten sich deutlich. In der Corona-Krise ist die Wirtschaft eingebrochen und damit auch die weltweite Nachfrage nach Rohöl.

Dagegen verteuerten sich im Oktober Nahrungsmittel um 1,4 Prozent, insbesondere Fleisch und Obst. Auch für Tabakwaren mussten Verbraucher mehr bezahlen (+5,4 Prozent). Gegenüber September stiegen die Verbraucherpreise im Oktober um 0,1 Prozent, so die Statistiker, die damit vorläufige Daten bestätigten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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