Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Friseurkette Klier bekommt zweite Chance – Sanierung in Sicht

Nach Gläubigerversammlung  

Friseurkette Klier kann auf Sanierung hoffen

25.02.2021, 17:34 Uhr | dpa

Insolvenz: Wann ein Unternehmen insolvent ist und was das bedeutet

Air Berlin, Schlecker, Germania – große deutsche Unternehmen, die in den vergangenen Jahren Insolvenz anmelden mussten. Aber was heißt das eigentlich? Und wer bekommt das restliche Vermögen des Unternehmens? t-online klärt auf. (Quelle: t-online)

Firmenpleiten betreffen immer mehr deutsche Unternehmen: t-online erklärt, wann ein Unternehmen insolvent ist und wer das übrige Vermögen des Unternehmens bekommt. (Quelle: t-online.de)


Deutschlands größte Friseurkette Klier, mit Marken wie Essanelle oder Super Cut, bekommt nach der Insolvenz eine zweite Chance. Das Unternehmen soll saniert werden, wie die Gläubiger entschieden.

Die Gläubiger von Klier wollen Deutschlands größte Friseurkette erhalten und haben sich kurz vor der Wiedereröffnung der Filialen zur vorgeschlagenen Sanierung bekannt. Bei ihrer ersten Versammlung habe Einstimmigkeit darüber geherrscht, dass das insolvente Unternehmen fortgeführt werden soll, hieß es am Donnerstag nach dem Treffen in Braunschweig.

Über den konkreten Insolvenzplan wolle man dann auf der nächsten Sitzung entscheiden. "Aus heutiger Sicht bin ich sehr zuversichtlich, dass die Klier Hair Group (KHG) auch diese letzte Etappe meistern und die Neuaufstellung gelingen wird", erklärte der Sachwalter im Verfahren, Silvio Höfer.

Umsatzeinbußen zwangen Klier in die Insolvenz

Mit der Öffnung der Salons am Montag (1. März) werde Klier "weiteren Schub" bekommen, gab sich die Firma überzeugt. Anfang kommender Woche dürfen die Friseure wieder aufmachen, Bund und Länder erlaubten die vorsichtige Lockerung der Kontaktbeschränkungen in diesem Bereich im Rahmen ihrer jüngsten Corona-Beschlüsse.


Die Umsatzeinbußen in der Pandemie hatten Klier heftig getroffen. Im September war schon ein Schutzschirm-Verfahren beantragt worden, bei dem die Firma in Eigenverwaltung – also mit externer Hilfe, aber mit einer Geschäftsführung, die im Amt bleibt, – gerettet werden soll. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ziel eines solchen Ablaufs ist es, nach weiteren Lösungen zu suchen, ohne dass förmlich Insolvenz angemeldet wird. Am 1. Dezember startete dann das Hauptverfahren über das Vermögen der KHG.

Viele Klier-Beschäftigte bangen um Jobs

Nun gab es den sogenannten Berichts- und Prüfungstermin der Gläubiger. Durch die prinzipielle Befürwortung einer Sanierung wird eine Zerschlagung des Unternehmens mit Hauptsitz in Wolfsburg unwahrscheinlicher. Unter anderem wurden die Eigenverwaltung und Besetzung des Sachwalters bestätigt. Die nächste Versammlung mit dem formalen Insolvenzplanbeschluss soll der KHG zufolge Mitte März sein.

Viele Beschäftigte von Klier bangen dennoch um ihre Jobs. Wie viele Stellen gefährdet sind, war bisher unklar. "Die KHG kämpft um jeden Standort und will so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten", hieß es Ende 2020 in Wolfsburg. Es lasse sich aber noch nicht seriös sagen, wie viele Salons im Insolvenzverfahren schließen müssten.

Zuletzt betrieb Klier nach eigenen Angaben in Deutschland rund 1.350 Salons und Shops mit etwa 8.500 Beschäftigten. Auch Marken wie Essanelle oder Super Cut gehören dazu.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal