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Corona-Hilfen: Wirtschaftsweiser befürwortet Einkaufsgutscheine für Bürger

Weitere Corona-Hilfen  

Wirtschaftsweiser befürwortet Einkaufsgutscheine für alle Bürger

18.04.2021, 15:51 Uhr | neb, rtr

Corona-Hilfen: Wirtschaftsweiser befürwortet Einkaufsgutscheine für Bürger. Belebung des lokalen Einzelhandels: Wirtschafsweise Truger befürwortet dafür auch Einkaufsgutscheine an jeden Bürger. (Quelle: imago images/Chris Emil Janßen)

Belebung des lokalen Einzelhandels: Wirtschafsweise Truger befürwortet dafür auch Einkaufsgutscheine an jeden Bürger. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago images)

Der Top-Ökonom Achim Truger fordert mehr Corona-Hilfen und unterstützt die Idee eines Einkaufsgutscheins in Höhe von 500 Euro. In anderen Ländern zeigen ähnliche Konzepte bereits Wirkung in der Krise.

Der Wirtschaftsweise Achim Truger fordert eine Verlängerung der Corona-Hilfen und eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds. Solange es Einschränkungen wegen der Pandemie gebe, müsse die Unterstützung der Wirtschaft und der Beschäftigten aufrechterhalten werden, sagt Truger dem "Münchner Merkur".

Die "Wirtschaftsweisen" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die fünf Mitglieder des "Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung". Das wissenschaftliche Gremium berät die Bundesregierung zu Wirtschaftsfragen und erstellt jährlich ein Gutachten zur gesamtwirtschaftlichen Lage.

Vorschläge der Grünen und des Einzelhandelsverbands HDE zu Einkaufsgutscheinen für alle Bürger hält das Mitglied des Sachverständigenrates für sinnvoll. Der Handelsverband hatte 500-Euro-Gutscheine für alle Bürgerinnen und Bürger gefordert – unabhängig von einer bürokratischen Bedarfsprüfung. 

"Ein zusätzliches Einkommen von 500 Euro je Einwohner würde einen Nachfrageimpuls von bis zu 40 Milliarden Euro bedeuten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, Ende März. Auch andere Maßnahmen wie Prämien für Neuanmietungen von leerstehenden Geschäftsflächen seien geeignet.

Amerika macht es vor

Andere Länder machen es vor: In den USA gab es während der Corona-Krise bereits dreimal eine Finanzspritze vom Staat für Privatpersonen mit den sogenannten Stimulus-Checks, wie sie umgangssprachlich genannt werden.

Erwachsene bekamen so jeweils 1.200 Dollar, 600 Dollar und im März zuletzt 1.400 Dollar – allerdings gab es hier sehr wohl Abstufungen nach den Einkommensklassen. Kinder erhielten zudem ebenfalls finanzielle Unterstützung in Höhe von 500 Dollar, 600 Dollar und 1.400 Dollar in der jüngsten Runde der Finanzhilfen.  

Bereits 2008 hatten die Amerikaner dieses Mittel genutzt, um der Wirtschaft wieder Schwung zu geben. Studien hatten später dargelegt, dass Finanzspritzen für Privatmenschen in Kombination mit anderen Maßnahmen die Arbeitslosigkeit effektiv reduzierten und das Bruttoinlandsprodukt zeitgleich anstieg. Gleichzeitig sind solche Maßnahmen aber auch mit hohen Staatsschulden verbunden. 

Verwendete Quellen:

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