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Flugurlaub wird teurer: Auf diese Preise müssen Sie sich einstellen

  • Nele Behrens
Von Nele Behrens

Aktualisiert am 07.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Reisen in der Pandemie (Symbolbild): Die Corona-Maßnahmen der Länder werden laut Schellenberg entscheiden, wo die Deutschen Urlaub machen möchten.
Reisen in der Pandemie (Symbolbild): Die Corona-Maßnahmen der Länder werden laut Schellenberg entscheiden, wo die Deutschen Urlaub machen möchten. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)
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Der Urlaub rückt für immer mehr Deutsche wieder in greifbare Nähe. Doch viele Airlines müssen herbe Verluste ausgleichen. Kann man sich in Zukunft den Urlaubsflieger überhaupt noch leisten?

Freiheiten gegen Impfung – diesem Tauschgeschäft hat am Donnerstag der Bundestag zugestimmt. Ausgehen, Freunde treffen, Verreisen: Vieles, was die Pandemie uns weggenommen hat, scheint so bald wieder möglich. Und immer mehr Deutsche träumen schon vom Sommerurlaub – ob mit Impfung im Arm oder ohne.

Doch die Fluggesellschaften standen im vergangenen Jahr unter hartem Druck. Die Lufthansa brauchte kräftige staatliche Unterstützungen, die Swiss kündigte am Donnerstag an, 20 Prozent ihrer Belegschaft zu reduzieren. Allein die Lufthansa verzeichnete 2020 einen Verlust von 5,5 Milliarden – wird der Urlaubsflieger im Sommer nun also deutlich teurer?

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"Momentan gehen wir davon aus, dass die Preise kurzfristig stabil bleiben und mittelfristig wieder steigen werden", sagt die Swiss auf Anfrage von t-online. Die Lufthansa selbst verweist auf Anfrage lieber darauf, dass die preisgünstigen Angebote noch länger verfügbar blieben – denn aktuell seien die Kunden noch etwas zurückhaltend und buchten lieber kurzfristig.

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Die Preise werden in der Hauptsaison steigen

Denn: Selbst wenn der Urlaub im Sommer möglich sein sollte, die Zahl der Reiseziele ist noch begrenzt, erklärt Luftfahrtexperte Cord Schellenberg. Das hat Folgen: "Die Preise dürften saisonbedingt steigen – zumindest in der Hauptferienzeit", sagt er.

Rabatte schließt er dennoch nicht aus. "Ryanair und Easyjet und Wizz Air werden im Winter mit Rabattaktionen werben müssen", sagt Schellenberg. Besonders in der Nebensaison ab Mitte Oktober werde es darum gehen, Menschen für Städtetrips zu begeistern. "Insbesondere junge Kunden schauen aber verstärkt auf den Preis", so der Experte.

Der Kampf unter den Fluglinien dürfte mit harten Bandagen geführt werden. Sowohl Swiss als auch die Lufthansa gehen davon aus, dass sich der Markt weiter konsolidieren werde – also nicht alle Fluglinien die Folgen der Corona-Pandemie überstehen. Ryanair wollte sich auf Anfrage von t-online nicht äußern.

Maßnahmen sind entscheidend für den Urlaubsort

Im Sommer dürften Schnäppchenjäger es trotzdem schwer haben. "Da stehen Familien und Urlauber im Zentrum", erklärt der Experte. Der Preis sei hier nicht das wichtigste Kriterium. Junge Familien werden laut Schellenberg eher auf die Maßnahmen im Urlaubsort achten. Reicht ein Schnelltest oder muss es ein PCR-Test sein? "Gerade mit kleinen Kindern überlegt man es sich zweimal, ob man stundenlang für einen PCR-Test anstehen möchte", prognostiziert Schellenberg. Dazu käme auch der finanzielle Aspekt – denn gerade die genaueren PCR-Tests sind deutlich kostspieliger.

Für die Fluglinien ist vor allem wichtig, dass die Quarantänebestimmungen in mehr Ländern wegfallen. "Es hat sich gezeigt, dass sich der Wegfall von Quarantänebestimmungen unmittelbar in einem Buchungszuwachs niederschlägt", sagt die Schweizer Fluglinie Swiss t-online.

"Wer Angst hat, muss zu Hause bleiben"

Im Sommer werde daher vor allem auch das europäische Umland profitieren, sagt Schellenberg. "Europa als Markt kommt zuerst wieder." 70 bis 80 Prozent Auslastung hält Schellenberg hier im Jahr 2022 für realistisch. Anders sieht es auf den Langstreckenflügen aus, die Erholungsphase könnte mehrere Jahre dauern. Messen, Geschäftsreisen? "Die werden frühestens 2022 wieder anlaufen", so der Experte.

Bei Interkontinentalflügen ist die Flugdauer zudem deutlich länger. Ein Aspekt, der besonders in Corona-Zeiten noch eine Rolle spielen dürfte. Denn: Schnelltests können bei so langen Flugzeiten weniger Sicherheit bieten als bei Kurz- und Mittelstrecken. Das sollte Urlauber allerdings nicht abhalten, meint Schellenberg: "Wer Angst hat, der muss zu Hause bleiben."

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