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Holzknappheit: Sägewerke können sich vor Aufträgen kaum retten


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Sägewerke können sich vor Aufträgen kaum retten

Von dpa, mak

21.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Mann sichert verladene Baumstämme auf einem Güterzug (Symbolbild): Wegen der hohen Nachfrage nach Schnittholz können sich Deutschlands Sägewerke vor Aufträgen kaum retten.
Ein Mann sichert verladene Baumstämme auf einem Güterzug (Symbolbild): Wegen der hohen Nachfrage nach Schnittholz können sich Deutschlands Sägewerke vor Aufträgen kaum retten. (Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-bilder)
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Schnittholz ist zurzeit knapp in Deutschland. Die Sägewerke machen deshalb einen starken Sprung beim Umsatz – während das Handwerk vor großen Problemen steht.

Weil Schnittholz so gefragt ist wie selten zuvor, sind Deutschlands Sägewerke stark ausgelastet. Im ersten Quartal kletterten die Umsätze der Sägeindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,1 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro nach oben, wie der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) am Freitag in Bad Honnef mitteilte.

Vor allem das Auslandsgeschäft brummte, hier gab es ein Plus von rund 40 Prozent auf 600 Millionen Euro. Im Inland lag der Erlöszuwachs mit 20 Prozent auf 900 Millionen Euro deutlich niedriger. Es geht um 83 Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten, kleinere Firmen werden nicht erfasst.

Seit Ende 2020 sorgt eine Knappheit am Schnittholzmarkt für lange Gesichter bei heimischen Handwerkern und in der Baubranche. Mit Schnittholz ist das in Sägewerken verarbeitete Holz gemeint. Aus der Politik kamen schon Rufe nach Exportbeschränkungen, um die Situation im Inland zu entspannen. Eine Mehrheit für solche Forderungen zeichnet sich aber nicht ab.

Das sind die Gründe für die Lieferengpässe

In der derzeitigen Rohstoffknappheit sind die Sägewerke das Nadelöhr. Denn das Angebot an Rundholz – den gefällten Bäumen – ist groß, hier ist der Preis sogar relativ niedrig, was teilweise an umfangreichen Fällungen nach Borkenkäferbefall liegt.

Beim Schnittholz ist die Situation anders, hier sind die Preise hoch und das Angebot für inländische Firmen ist derzeit knapp. Dies liegt teilweise daran, dass deutlich größere Mengen als zuvor ins Ausland verschifft werden, vor allem in die USA.

In Corona-Zeiten sorgte zudem der "Do It Yourself"-Boom dafür, dass der Verkauf von Latten und Balken für Carports oder Gartenhäuschen anzog. "Hierzulande zieht der Bedarf an", sagte HDH-Geschäftsführer Denny Ohnesorge jüngst zu t-online. "Denn viele Menschen widmen sich ihren Eigenheimen, weil Urlaub nicht möglich ist."

"Der Höhepunkt ist durchschritten"

Das Handwerk warnte wegen der Rohstoffknappheit indes vor gravierenden Folgen. "Unternehmen müssen bei vollen Auftragsbüchern Kurzarbeit anmelden, weil sie kein Material haben", sagte der Präsident des Branchenverbandes ZDH, Hans Peter Wollseifer, dem "Mannheimer Morgen" (Samstagausgabe). Auch der Elektrohandwerksverband ZVEH warnte vor Kurzarbeit.

Verbandschef Ohnesorge rief die Marktteilnehmer zu Besonnenheit auf. Auf mittlere Sicht werde sich die Liefersituation wieder beruhigen. "Der Höhepunkt ist durchschritten", sagte er Mitte Mai.

Er gehe davon aus, "dass sich die Lage im Laufe der nächsten Monate entspannen wird. Panikkäufe jetzt sind daher nicht angebracht – und verschärfen die Situation nur noch", so Ohnesorge.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa
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