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DIW: Deutsche Wirtschaft ist "noch nicht über den Berg"


Laut Ökonomen  

Deutsche Wirtschaft ist "noch nicht über den Berg"

17.06.2021, 11:35 Uhr | rtr

DIW: Deutsche Wirtschaft ist "noch nicht über den Berg". Menschen im Biergarten (Symbolbild): Die deutsche Wirtschaft erholt sich kräftig. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Menschen im Biergarten (Symbolbild): Die deutsche Wirtschaft erholt sich kräftig. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Die Wirtschaft in Deutschland ist angesichts der anziehenden Impfkampagne und sinkender Infektionszahlen im Aufschwung. Doch es gibt auch Risiken.

Die Konjunktur in Deutschland bleibt nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) trotz des erwarteten Aufschwungs verwundbar. "Die deutsche Wirtschaft wird voraussichtlich einen guten Sommer erleben, aber sie ist noch nicht über den Berg", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher am Donnerstag. "Rückschläge sind jederzeit möglich, vor allem ab dem Herbst."

Die Berliner Ökonomen erhöhten ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum 2021 leicht auf 3,2 (bisher 3,0) Prozent und für 2022 auf 4,3 (bisher: 3,8).

Die Inflation dürfte zwar dieses Jahr auf 2,7 Prozent klettern, von 0,5 Prozent 2020. Das DIW sieht aber insgesamt keine Gefahr durch steigende Preise. "Es ist unredlich, vor der angeblich großen Inflation zu warnen", betonte Fratzscher. "Es gibt überhaupt keinen Anlass dafür." Die Entwicklung sei durch Sondereffekte getrieben.

"Die deutsche Wirtschaft erwacht aus Winterschlaf"

Trotz der erhöhten Prognose ist das DIW vergleichsweise vorsichtig. Das Münchner Ifo rechnet dieses Jahr mit 3,3 Prozent Wachstum, das Essener RWI mit 3,7 Prozent, das Kieler IfW mit 3,9 Prozent und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält ein Plus von 3,5 bis 4,0 Prozent für möglich. "Nach langen coronabedingten Lockdowns erwacht die deutsche Wirtschaft nach und nach aus ihrem Winterschlaf", erklärte das DIW.

Viele Branchen könnten wieder auf einen normaleren Geschäftsbetrieb hoffen, allen voran die gebeutelten Dienstleister etwa in der Kultur- und Veranstaltungsbranche und die Reiseveranstalter. "Die Industrie, die besser durch die vergangenen Monate kam als während des ersten Lockdowns im Vorjahr, wird hingegen durch die sich zuspitzende Knappheit von Rohstoffen und anderen Vorleistungsgütern gebremst", so die Ökonomen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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