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Helm AG: Familienunternehmen plant Kahlschlag beim Personal


Schlechte Zahlen bei Helm  

Reiche Familiendynastie plant Kündigungen im großen Stil

05.08.2021, 08:20 Uhr | neb, t-online

Helm AG: Familienunternehmen plant Kahlschlag beim Personal. Firmenzentrale der Helm AG: Das Chemieunternehmen aus Hamburg will Mitarbeiter im großen Stil entlassen. (Quelle: Pressebild Helm)

Firmenzentrale der Helm AG: Das Chemieunternehmen aus Hamburg will im großen Stil Mitarbeiter entlassen. (Quelle: Pressebild Helm)

Das Chemieunternehmen Helm kündigt Einschnitte an: Die milliardenschwere Familie Schnabel will das Unternehmen neu strukturieren und plant einen regelrechten Kahlschlag beim Personal. Einen Betriebsrat, der das verhindern könnte, gibt es nicht. 

Um das Chemieunternehmen Helm in Hamburg ist es meist still. Die Familie Schnabel, die milliardenschwere Dynastie hinter dem Unternehmen, sucht nicht die Nähe der Medien, Interviews sind selten. Die Schnabels sind eine der reichsten Familien Deutschlands, doch im Geschäft läuft es nicht rund. 

Nach Berichten des Wirtschaftsportals "Business Insider" plant das Familienunternehmen nun einen radikalen Schritt. Unter dem Konzept "Fit for Future" will sich das Unternehmen digitaler gestalten – und offensichtlich deutlich schlanker. Der Business Insider spricht von einem Kahlschlag. 

"Weltweit und durch alle Ebenen und Bereiche" soll der Personalabbau erfolgen, sagt eine Unternehmenssprecherin "Business Insider". Sie betont aber auch, der Abbau solle sozialverträglich sein. 

Unternehmen macht wohl seit Jahren Verluste

Einen Einfluss können die Angestellten darauf kaum nehmen, denn ein Betriebsrat, der auf eine solche Sozialverträglichkeit bestehen könnte, gibt es in dem Familienunternehmen mit knapp 1.300 Mitarbeitern nicht. Am 16. August plane der Konzernvorstand, seine Mitarbeiter über den Abbau zu informieren. Die Familie soll laut "Business Insider" Angst haben, dass die Mitarbeiter doch noch in letzter Minute einen Betriebsrat gründen könnten.

Die Helm AG soll seit Jahren Verluste machen, so viel bestätigte auch eine Unternehmenssprecherin gegenüber dem Magazin. Details über die Geschäfte sind dagegen rar. Obwohl Helm eine Aktiengesellschaft ist, ist der Konzern nicht an der Börse gelistet und muss so auch keine Bilanzen in größeren Umfängen veröffentlichen.

Laut einem Interview mit dem "Handelsblatt" gibt es nur zwei Aktionäre, beide sind Teil der Familie Schnabel. Bewusst scheut die Familie die Einflussnahme weiterer Anteilseigner. Das Unternehmen will seine Kürzungspläne aktuell bis 2022 umsetzen – sollte sich doch noch ein Betriebsrat gründen, dürfte dieser Zeitplan nur schwer zu halten sein.

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