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Ifo-Institut rechnet mit höchster Inflation seit 28 Jahren

3,0 Prozent  

Ifo-Institut rechnet mit höchster Inflation seit 28 Jahren

15.09.2021, 13:00 Uhr | rtr

Ifo-Institut rechnet mit höchster Inflation seit 28 Jahren. Ein Kühlregal in einem Supermarkt (Symbolbild): In Deutschland steigen die Preise. (Quelle: imago images)

Ein Kühlregal in einem Supermarkt (Symbolbild): In Deutschland steigen die Preise. (Quelle: imago images)

Die Preise in Deutschland steigen deutlich schneller als im vergangenen Jahr: Laut Ifo-Institut dürfte die Inflationsrate dieses Jahr bei 3,0 Prozent liegen. Doch es gibt Grund zur Entwarnung.

Die Verbraucherpreise in Deutschland werden nach Prognose des Ifo-Instituts in diesem Jahr so stark steigen wie seit 28 Jahren nicht mehr. Sie dürften um durchschnittlich 3,0 Prozent zulegen, wie die Münchner Forscher am Mittwoch mitteilten.

Eine höhere Teuerungsrate gab es zuletzt 1993 mit 4,5 Prozent. 2020 lag sie bei lediglich 0,5 Prozent. "Vor allem die temporäre Mehrwertsteuersenkung in der zweiten Jahreshälfte 2020 und der Absturz der Energiepreise während der Coronakrise haben zu außergewöhnlich niedrigen Preisen im Jahr 2020 geführt", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Zudem gebe es seit Jahresbeginn einen beschleunigten Preisanstieg bei Energie, Nahrungsmitteln und in einigen Dienstleistungsbereichen.

Teuerung dürfte Anfang 2022 zurückgehen

Das Institut geht davon aus, dass die Teuerungsrate im kommenden Jahr auf 2,0 bis 2,5 Prozent nachgeben wird. "Die Sonderfaktoren werden mit Beginn des Jahres 2022 ausklingen, da die Mehrwertsteuersenkung ein Jahr zuvor wieder aufgehoben wurde und die Energiepreise ihr Vorkrisenniveau erreichten", sagte Wollmershäuser.

Ob andere Faktoren die Preise stärker treiben als prognostiziert, sei noch unsicher. So könne der Nachholbedarf der Konsumenten nach der Coronakrise stärker ausfallen als bisher angenommen. Auch könnten sich die steigenden Preise für Rohstoffe und Vorprodukte bei anhaltenden Materialengpässen auf die Warenpreise und schließlich auf die Verbraucherpreise niederschlagen. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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