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Welche Rentner bald Steuern zahlen mĂŒssen

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 24.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Älteres Ehepaar mit Unterlagen (Symbolbild): Durch die jĂ€hrliche Rentenerhöhung rutschen Tausende Senioren in die Steuerpflicht.
Älteres Ehepaar mit Unterlagen (Symbolbild): Durch die jĂ€hrliche Rentenerhöhung rutschen Tausende Senioren in die Steuerpflicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Die Nachricht dĂŒrfte Deutschlands Rentner zunĂ€chst gefreut haben: Denn die Renten steigen ab Juli so stark an wie lange nicht

Es klingt eigentlich nach einem ordentlichen Geschenk fĂŒr die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland: Die Renten sollen um 5,35 Prozent in Westdeutschland und um 6,12 Prozent in Ostdeutschland steigen, wie das Bundesarbeitsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte.

Das ist die grĂ¶ĂŸte Rentenanpassung seit Jahrzehnten. Lesen Sie hier, wie viel Ihnen das Rentenplus wirklich bringt.

Doch: Das Ganze hat einen Haken. Denn durch die Rentenerhöhung dĂŒrften Zehntausende Senioren in Deutschland in die Steuerpflicht rutschen und eine SteuererklĂ€rung abgeben mĂŒssen. Aber was hat es damit auf sich?

Wann Sie als Rentner Steuern zahlen mĂŒssen

Von vorne. Senioren mĂŒssen seit 2005 auf einen Teil der Renten Einkommensteuer zahlen. Allerdings nur, wenn sie mit dem steuerpflichtigen Anteil ihrer Rente ĂŒber dem jĂ€hrlichen Grundfreibetrag liegen (mehr dazu lesen Sie hier).

Der steuerpflichtige Teil der Rente hÀngt von dem Jahr ab, in dem Sie in Rente gehen. Je spÀter der Renteneintritt beginnt, desto höher fÀllt der Anteil aus. Gehen Sie dieses Jahr in Rente, haben Sie einen Rentenfreibetrag von 18 Prozent, im Gegenzug betrÀgt der steuerpflichtige Anteil 82 Prozent. Und zwar ein Leben lang. Ab 2040 liegt er bei 100 Prozent.

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Zumindest Stand jetzt. Denn die Ampelkoalition plant unter anderem, den Steuerfreibetrag nach hinten zu strecken. Hintergrund ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs aus dem vergangenen Jahr. Lesen Sie hier, was die Ampel genau Àndern will.

Rentenerhöhung ist voll steuerpflichtig

ZurĂŒck zum Fall der Steuerpflicht durch die Anpassung der Rente. Denn die Rentenerhöhung ist voll steuerpflichtig. Das bedeutet: WĂ€hrend der Rentenfreibetrag zwar ein Leben lang gleich bleibt, hebt jede Rentenerhöhung den steuerpflichtigen Anteil der Rente an.

  • Beispiel: Gehen wir davon aus, dass Sie 2020 in Rente gegangen sind und aktuell eine monatliche Bruttorente von 1.000 Euro beziehen. Dann liegt Ihr steuerpflichtiger Anteil bei 80 Prozent, also bei 800 Euro. Die Rentenerhöhung im Juli ist jedoch voll steuerpflichtig, das heißt: Ihr steuerpflichtiger Anteil erhöht sich um 53,5 Euro, betrĂ€gt folglich 853,5 Euro.

Doch keine Sorge. Denn die Steuerpflicht greift nur, wenn die gesamten steuerpflichtigen EinkĂŒnfte eines Rentners ĂŒber dem steuerlichen Grundfreibetrag liegen. Diesen hebt die Ampelkoalition an: von derzeit 9.984 Euro auf 10.347 Euro im Jahr.

Expertin warnt: Schnell möglich, dass Rentner in Steuerpflicht rutschen

In unserem Beispiel wÀren Sie also zunÀchst von der Steuerpflicht befreit, da Ihr steuerpflichtiger Anteil bei 10.242 Euro und damit unter dem Grundfreibetrag liegt. Noch, wie Steuerexpertin Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) erklÀrt.

Jana Bauer, Referentin Steuer und Medien beim Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine.
Jana Bauer, Referentin Steuer und Medien beim Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine. (Quelle: BVL)

"Rentner, die bislang gerade so nicht steuerpflichtig waren, sollten bei einer Rentenerhöhung besonders aufpassen", sagt sie t-online. "Gut möglich, dass der steuerpflichtige Anteil der Rente durch die Rentenerhöhung ĂŒber den Grundfreibetrag rutscht."

"Das kommt fĂŒr viele Rentner ĂŒberraschend"

In dem Fall mĂŒssten Rentner eine SteuererklĂ€rung abgeben. "Um die Steuerlast zu senken, sollten Rentner aber auch beispielsweise Spenden, BeitrĂ€ge fĂŒr Kranken- und Pflegeversicherung, Krankheitskosten oder Werbungskosten geltend machen." Welche Ausgaben Rentner noch absetzen können, lesen Sie hier. Dass tatsĂ€chlich Steuern anfallen, ist in der Praxis also oftmals nicht der Fall.

Und doch kann ein Brief vom Finanzamt viele Rentner zunĂ€chst abschrecken. "Die FinanzĂ€mter fordern die Senioren auf, eine SteuererklĂ€rung auch fĂŒr mehrere Jahre abzugeben. Das kommt fĂŒr viele Rentner ĂŒberraschend."

Sind Sie von Steuerpflicht betroffen? Tabelle hilft

Bauer rĂ€t Rentnern, insbesondere bei Rentenerhöhungen oder VerĂ€nderung der persönlichen VerhĂ€ltnisse zu prĂŒfen, ob sie von der Steuerpflicht betroffen sind.

DafĂŒr kann folgende Tabelle helfen: Wer ausschließlich eine gesetzliche Rente bezieht, hat laut BVL bis zu den folgenden aufgefĂŒhrten BetrĂ€gen keine Steuernachzahlung zu befĂŒrchten. FĂŒr Ehepaare und eingetragene Lebenspartner gelten jeweils die doppelten BetrĂ€ge.

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Hinweis: Aktuell ist das Jahr 2021 relevant, weil alle Menschen, die keine UnterstĂŒtzung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erhalten, die SteuererklĂ€rungen bis Ende Juli 2022 einreichen mĂŒssen. Diese Frist soll aber bis Ende September verlĂ€ngert werden. Die Tabelle wird entsprechend aktualisiert, sobald die Rentenerhöhung im Juli vollzogen wurde.

So erhalten Rentner einen ersten Überblick. ZusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung bekommen Sie beispielsweise bei den Lohnsteuerhilfevereinen oder einem Steuerberater.

Diese sollten Senioren im Zweifelsfall auch in Anspruch nehmen, sagt Bauer. "So sparen sich Rentner den Schock einer hohen Nachzahlung."

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  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff
BundesfinanzhofDeutschlandRentenerhöhung
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