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Auto-Studie | Warum Deutsche plötzlich das E-Fahrzeug für sich entdecken


Warum die Deutschen plötzlich das E-Auto für sich entdecken

Von Frederike Holewik

Aktualisiert am 05.05.2022Lesedauer: 3 Min.
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Tesla-Ladesäule für E-Autos an einer Tankstelle an der Autobahnausfahrt der A96 (Symbolbild): Das E-Auto aufladen ist günstig, doch die Anschaffung des Autos selbst ist vielen Fahrern zu teuer.
Tesla-Ladesäule für E-Autos an einer Tankstelle an der Autobahnausfahrt der A96 (Symbolbild): Das E-Auto aufladen ist günstig, doch die Anschaffung des Autos selbst ist vielen Fahrern zu teuer. (Quelle: MiS/imago-images-bilder)
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Wegen der hohen Spritpreise hinterfragen offenbar einige Autofahrer ihre Fahrzeugwahl. Eine neue Studie zeigt: Für immer mehr Deutsche werden E-Autos zu einer Alternative. Einige Vorurteile halten sich dennoch hartnäckig.

Die Fahrt zur Tankstelle kostet viele Autofahrer aktuell nicht nur Überwindung – sondern vor allem ordentlich Geld. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind die Spritpreise in die Höhe geschossen.


Die wichtigsten E-Autos für das Jahr 2022

VW ID.5: Das Crossover-Modell wird das dritte Mitglied der jungen Elektro-Familie der Wolfsburger.
Renault Mégane E-Tech: Das Mittelklasse-Modell wird ein Rivale des VW ID.3.
+9

Eine YouGov-Studie im Auftrag des Versicherers Axa, die t-online vorab vorliegt, zeigt nun: Die hohen Kosten für Verbrenner machen E-Autos plötzlich für knapp ein Viertel der Deutschen zu einer kostengünstigeren Alternative.

Gleichzeitig halten die hohen Anschaffungskosten eines E-Autos über die Hälfte der Befragten von einem Kauf ab. Auch die unzureichende Ladeinfrastruktur spricht für viele noch gegen einen Umstieg vom Verbrenner. Für die repräsentative Studie wurden 2.120 Personen befragt.

Auto ist wichtigstes Verkehrsmittel

In der Studie zeigt sich abermals, dass das Auto für mehr als die Hälfte der Befragten, immerhin 54 Prozent, das wichtigste persönliche Fortbewegungsmittel ist. Bei den hohen Spritpreisen müssen sich die Fahrer dies aber auch leisten können.

39 Prozent gaben an, aktuell auf unnötige Fahrten zu verzichten und weniger als gewöhnlich zu fahren. 37 Prozent achteten bei ihren Fahrten auf eine spritsparende Fahrweise. Doch bei manchen Menschen gibt es offenbar wenig Einsparpotenzial, 26 Prozent gaben an, weniger fahren zu wollen, aber auf das Auto angewiesen zu sein.

Dadurch werden E-Autos eine interessante Alternative. Für 27 Prozent der Befragten steht dabei der Umweltgedanke im Vordergrund, aber für 24 Prozent stellen die aktuellen Benzinpreise einen Grund dar, über ein E-Auto als kostengünstigere Alternative nachzudenken. Doch auch Strom ist in den vergangenen Monaten teurer geworden. 42 Prozent der Befragten schreckt das von einem Umstieg ab. Wie ein E-Auto weniger Strom verbraucht, lesen Sie hier.

Die Sorge sei nachvollziehbar, sagt Nils Reich, Axa-Vorstand und zuständig für Sachversicherungen. "Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist die zwingende Grundvoraussetzung für einen schnellen Ausbau der E-Mobilität. Nur so lässt sich der Strompreis langfristig stabilisieren."

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Hohe Anschaffungskosten schrecken ab

Während das Aufladen der E-Autos derzeit deutlich günstiger ist als das Volltanken an der Tankstelle, ist der Kauf eines E-Autos weiterhin vielen zu teuer. 56 Prozent der Befragten gaben an, dass die hohen Anschaffungskosten einem Kauf im Weg stünden.

Ebenfalls abschreckend wirkt sich die Ladeinfrastruktur aus. 51 Prozent ist diese nicht umfangreich genug und steht deshalb einer Entscheidung für ein E-Auto entgegen.

Damit einher geht auch die Sorge von 45 Prozent der Befragten, dass die individuelle Reichweite des Autos ihnen nicht ausreichen würde. Bei 23 Prozent kommt dann noch eine gewisse Skepsis der neuen Technologie gegenüber hinzu, sie befürchten vermehrte Reparaturen und teurere Ersatzteile.

Jeder achte Haushalt denkt über Kauf nach

Während die Axa-Studie das generelle Interesse an einem E-Auto abbildet, fragte eine aktuelle repräsentative Studie des Digitalverbands Bitkom nach einem konkreten Kaufinteresse.

Dabei gaben 12 Prozent an, über den Kauf eines Elektroautos in den kommenden zwei Jahren nachzudenken. Damit stieg der Anteil gegenüber Januar 2022 weiter an, vor dem Beginn des Krieges lag der Wert noch bei 10 Prozent.

Auch hier spielen die hohen Benzinpreise eine Rolle. Acht Prozent der Befragten sagten, sie haben ihre Entscheidung "voll und ganz" beeinflusst, bei 15 Prozent spielten sie teilweise in die Entscheidung hinein. 71 Prozent hatten schon zuvor über den Umstieg nachgedacht.

Weniger E-Autos zugelassen als im Vorjahr

Doch das generell gestiegene Interesse an E-Autos schlägt sich noch nicht in den aktuellen Zulassungszahlen nieder. Im April wurden weniger Autos zugelassen als noch im Vorjahr. Das teilte das Kraftfahrt-Bundesamt am Mittwoch mit.

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Erstmals seit langer Zeit waren von dem Rückgang auch die reinen Elektroautos betroffen. Insgesamt kamen im April laut KBA etwas mehr als 180.260 Neuwagen auf die Straßen. Das waren fast 22 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres.

Bei 22.175 Neuwagen handelte es sich um Batteriefahrzeuge. Hier ging die Zahl verglichen mit dem April 2021 um knapp sieben Prozent zurück. Der Wirtschaftsprüfergesellschaft EY zufolge erhöhte sich aber im gleichen Zeitraum ihr Anteil an den Neuzulassungen im April um knapp zwei Prozentpunkte auf aktuell 12,3 Prozent.

Gründe für den Rückgang der Zulassungen liegen bei den Autobauern. Aufgrund des Halbleitermangels stehen in vielen Betrieben immer wieder die Bänder still, die Teil-Lockdowns in China verschärfen die Situation zusätzlich. Lesen Sie hier mehr dazu.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Pressemitteilung Axa
  • Pressemitteilung Bitkom
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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