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Zweitreichster Mensch Italiens ist tot

Von t-online, mak

Aktualisiert am 27.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Leonardo Del Vecchio (Archivbild): Der italienische Multimilliardär ist tot.
Leonardo Del Vecchio (Archivbild): Der italienische Multimilliardär ist tot. (Quelle: Independent Photo Agency/imago-images-bilder)
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Er war Gründer eines italienischen Brillenimperiums: Jetzt ist Leonardo Del Vecchio tot. Der Multimilliardär starb im Alter von 87 Jahren.

Leonardo Del Vecchio, Gründer des Brillenkonzerns Luxottica und größter Einzelaktionär von EssilorLuxottica, ist tot. Der Multimilliardär ist im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben, wie der Konzern am Montag mitteilte.

Mit einem Vermögen von mehr als 27 Milliarden Euro galt Del Vecchio als zweitreichster Mensch Italiens. Er wuchs in einem Waisenhaus auf und baute ein Brillenimperium auf, auch die Sonnenbrillenmarke Ray-Ban gehört dazu. Landsmann und EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni würdigte Del Vecchio auf Twitter als "großen Italiener".

Del Vecchio, geboren im Jahr 1935 und aus armer Familie, wurde in ein Waisenhaus gegeben und begann mit 14 Jahren zu arbeiten. Er startete als Arbeiter in einem kleinen Brillenwerk. 1961 gründete er seine eigene Firma Luxottica, die zunächst Teile und Zubehör für Optikhersteller produzierte. 1971 präsentierte Luxottica die ersten eigenen Brillenmodelle, 1974 begann die Belieferung des Einzelhandels.

Bis zuletzt im Verwaltungsrat

1990 war Luxottica schon so erfolgreich, dass das Unternehmen an die Börse in New York ging. Del Vecchio schloss Lizenzvereinbarungen mit wichtigen Modehäusern wie Chanel, Prada oder Versace und kaufte die Marke Ray-Ban. 2017 fusionierte Luxottica mit dem französischen Brillengläserhersteller Essilor. Bis zuletzt saß Del Vecchio im Verwaltungsrat seines Unternehmens.

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Zu seinem 80. Geburtstag schenkte er den Beschäftigten Aktien im Wert von neun Millionen Euro. Sie seien "die wahren Macher des Erfolgs unserer Firma", erklärte er.

Der Tod des Milliardärs hat auch Auswirkungen auf den italienischen Aktienmarkt. Die Anteile der Bank Mediobanca und des Versicherers Generali fielen am Montag an der Mailänder Börse um jeweils rund drei Prozent. Investoren befürchteten, dass die Beteiligungen nun zur Disposition gestellt würden, sagte ein Börsianer. Auch die Titel von EssilorLuxottica gaben am Vormittag um ein Prozent nach.

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