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9-Euro-Ticket: Christian Lindner empört mit Aussagen


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Lindner empört mit "Gratismentalität"-Vorwürfen

Von dpa, neb

Aktualisiert am 09.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Christian Lindner: Atomkraft? Politisch nun doch wieder vorstellbar.
Christian Lindner: Eine Fortsetzung des 9-Euro-Tickets findet der Finanzminister unfair. (Quelle: IPON/imago-images-bilder)
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Ein 9-Euro-Ticket sei unfair, findet Christian Lindner, und bemängelt eine Gratismentalität in Deutschland. Dafür erntet er Kritik und Hohn.

Christian Lindner sorgt mit seinem klaren Nein zum 9-Euro-Ticket für große Empörung. Am Wochenende bezeichnete er die Forderung nach einer Verlängerung des subventionierten Nahverkehrs als eine "Gratismentalität à la bedingungsloses Grundeinkommen", von der er nicht überzeugt sei.

Am Montag legte er inmitten des Aufschreis in sozialen Netzwerken wie Twitter und von Verbänden nach. Eine Fortführung des 9-Euro-Tickets sei "nicht nachhaltig finanzierbar, nicht effizient und nicht fair", schrieb Lindner in einem Tweet. Laut Lindner würden Bewohner im ländlichen Raum die Mobilität der Stadtbewohner mit dem vergünstigten Nahverkehrsticket finanzieren.

Dafür erntete er eine Welle der Empörung und Unverständnis. "Menschen wissen nicht, wie sie über den Monat kommen sollen, Menschen sind verzweifelt, und dann von 'Gratismentalität' zu sprechen, ist eine Frechheit", sagte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.

Wohlfahrtverband warnt vor "Wutwinter"

Er wies das von Lindner angeführte Argument zurück, Bürgerinnen und Bürger auf dem Land würden einen günstigen Nahverkehr mitfinanzieren müssen, ohne selbst davon zu profitieren. "Es wäre Aufgabe der Politik, jetzt den Personennahverkehr im ländlichen Raum auszubauen und nicht davon zu erzählen, dass es unfair wäre, wenn der eine einen Bus hat und der andere nicht", hob er hervor.

Schneider erneuerte die Forderung nach einem 365-Euro-Jahresticket. Dies sei "ökologisch vernünftig und sozial vernünftig". Beziehende von Grundsicherung und Hartz IV sollten zudem kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren dürfen. Zudem drängte er auf weitere rasche und wirksame Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger. "Ob aus dem Verzweiflungswinter ein Wutwinter wird, das hat die Bundesregierung im Grunde genommen in der Hand", sagte Schneider.

Auch der Linken-Politiker Bernd Riexinger kritisiert Lindner. "Er spricht von Gratismentalität beim 9-Euro-Ticket, verschenkt selbst aber Steuermilliarden mit dem Tankrabatt und schont die Gewinne vom Krieg", kritisiert der Oppositionspolitiker. Über diese Art der Comedy könne keiner lachen, schrieb Riexinger auf Twitter.

Auch Mitglieder der Grünen und der SPD kritisieren Lindner

Auch von Parteimitgliedern der eigenen Koalitionspartner gab es teils offene Kritik an dem Finanzminister. Krsto Lazarević, akkreditierter Assistent und Pressesprecher des Grünen EU-Politikers Erik Marquard, fragte Christian Lindner: "Wie abgehoben und realitätsfern kann man sein?" Er verweist auf die steigenden Preise und darauf, dass ein Döner aktuell in vielen Orten mehr koste, als ein Hartz-IV-Empfänger täglich für Lebensmittel zur Verfügung habe.

Auch die SPD-Politikerin Christina Kampmann kritisiert die Ablehnung Lindners deutlich: "Beim 9-Euro-Ticket von Gratismentalität sprechen und bei Porsche ganz vorne mit dabei sein", schreibt die netzpolitische Sprecherin SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen auf Twitter. Die SPD und die Grünen möchten eine Fortsetzung für das 9-Euro-Ticket in einer abgewandelten Form finden.

Auch etliche Privatpersonen machen ihrem Unmut bei Twitter Luft. "Gratismentalität ist, wenn ich noch nie Kirchensteuer bezahlt habe, mich aber in einer von Kirchenmitgliedern finanzierten Kirche publicity-wirksam trauen lasse", schrieb eine Nutzerin in Anspielung auf die Hochzeit des Finanzministers vor wenigen Wochen und erhielt fast zehntausend Likes.

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Verwendete Quellen
  • Tweets des Netzwerks Twitter
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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