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Herzstillstand: Andreas Brehme ist tot – das steckt hinter der Todesursache


Andreas Brehme mit 63 Jahren gestorben
Plötzlicher Herzstillstand: Das steckt hinter der Todesursache


Aktualisiert am 20.02.2024Lesedauer: 3 Min.
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Andreas Brehme: Der ehemalige deutsche Fußballnationalspieler wurde 63 Jahre alt.Vergrößern des Bildes
Andreas Brehme: Der ehemalige deutsche Fußballnationalspieler wurde 63 Jahre alt. (Quelle: Sportfoto Zink/Wolfgang Zink/imago-images-bilder)

Der langjährige Fußballnationalspieler und Weltmeister Andreas Brehme starb an einem unerwarteten Herzversagen. Wie es zu einem Herzstillstand kommen kann.

Der Tod von Andreas Brehme erschüttert derzeit viele Menschen in Deutschland. Wie seine Lebensgefährtin Susanne Schaefer im Namen seiner Familie bestätigte, starb Brehme plötzlich und völlig unerwartet in der Nacht von Montag auf Dienstag infolge eines Herzstillstandes. Welche Warnsignale dabei auftreten können und wie Sie in einem solchen Fall Betroffenen helfen.

Plötzlicher Herztod: Was ist das?

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr sterben in Deutschland über 65.000 Menschen daran. Unmittelbarer Auslöser ist fast immer eine Herzrhythmusstörung aufgrund einer Herzerkrankung – nicht immer ist diese vorher bekannt.

Sie führt innerhalb weniger Sekunden zum Kreislaufkollaps: Das Herz hört auf zu schlagen und der Blutdruck sinkt auf null. Nach etwa acht Sekunden tritt die Bewusstlosigkeit ein. Bis die Atmung aussetzt, vergehen zwei bis drei Minuten, nach etwa zehn Minuten tritt der Tod ein.

Risikogruppen: Ältere Männer sind besonders gefährdet

Bei der Häufigkeit eines plötzlichen Herztods besteht eine deutliche Abhängigkeit von Alter und Geschlecht: Männer über 65 Jahre trifft es besonders oft. Die Todesrate der über 79-jährigen Männer ist sogar doppelt so hoch wie die der Frauen in dieser Altersgruppe.

Auch wenn das Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand bei älteren Menschen höher ist, sind jüngere dennoch nicht davor gefeit. In der Altersgruppe der unter 40-Jährigen sind es vor allem Sportler, die gefährdet sind. Mehr Informationen darüber, worauf Sportler in Bezug auf Ihr Herztod-Risiko achten müssen, finden Sie hier.

Bei Patienten jenseits der 40 spielt die koronare Herzkrankheit (KHK) die größte Rolle beim plötzlichen Herztod. Expertenschätzungen zufolge haben rund sechs Millionen Menschen in Deutschland eine KHK, die wiederum durch Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Cholesterinwerte verursacht ist.

Ursachen des plötzlichem Herztods

Die Ursachen des plötzlichen Herztods können sehr unterschiedlich sein. Zu den häufigsten gehören neben der koronaren Herzkrankheit:

  • Herzinsuffizienz
  • Herzmuskelentzündung
  • Herzmuskelerkrankungen wie dilatative, hypertrophe oder restriktive Kardiomyopathie
  • Herzklappenerkrankungen wie Mitralklappenprolaps
  • Angeborene Herzfehler

Herzstillstand: Welche Warnzeichen gibt es?

Der plötzliche Herztod kommt nicht selten im Schlaf. Zuweilen gibt es jedoch Warnzeichen im Vorfeld, die es den Patienten ermöglichen, rechtzeitig Hilfe zu suchen. Dazu gehören:

  • Herzrasen
  • Atemnot
  • Brustschmerz
  • Schwindelattacken
  • kurze Bewusstlosigkeit oder Schwarzwerden vor den Augen

Was tun bei einem Herzstillstand?

Bei einem plötzlichen Herzstillstand haben Patienten nur dann eine Chance zu überleben, wenn Beobachter vor Ort sind, die sofort den Notarzt rufen und anschließend Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen. Am besten helfen Sie einem Betroffenen, indem Sie die Regel "prüfen, rufen, drücken" befolgen:

  • Prüfen, ob der Betroffene auf Ansprache reagiert und seine Atmung noch normal ist.
  • Ist das nicht der Fall, rufen Sie den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112.
  • Anschließend drücken Sie auf den Brustkorb des Patienten: mindestens 100 Mal pro Minute, 5 bis 6 Zentimeter tief. Kombinieren Sie die Herzdruckmassage mit der Beatmung: 30 Mal drücken, 2 Mal beatmen.

Die beste Strategie gegen den plötzlichen Herztod lautet: Herzerkrankungen und ihre Risikofaktoren frühzeitig erkennen und behandeln. Männern und Frauen ab 40 Jahren – bei familiärer Vorbelastung früher – sollten zur Früherkennung regelmäßige Check-ups beim Hausarzt durchführen lassen. Bei einer diagnostizierten Herzerkrankung sollten zudem regelmäßige Kontrollen beim Kardiologen oder Internisten erfolgen.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
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