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Luis Suárez kein Einzelfall: Menschenbisse sind gefährlich

Luis Suárez kein Einzelfall  

Menschenbisse sind gefährlicher als Hundebisse

27.06.2014, 07:49 Uhr | AFP , dpa

Luis Suárez kein Einzelfall: Menschenbisse sind gefährlich. Das Infektionsrisiko bei Menschenbissen ist sehr hoch. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Infektionsrisiko bei Menschenbissen ist sehr hoch. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit seiner Beiß-Attacke sorgte Uruguay-Star Luis Suárez bei der WM 2014 für Aufsehen. Eine Unsportlichkeit, die dem Opfer Giorgio Chiellini, gesundheitlich hätte gefährlich werden können. Denn Menschenbisse gelten als gefährlicher und mit höheren Infektionsraten verbunden als die vieler Tiere.

Hundebisse zum Beispiel infizieren sich viel seltener. Ursache sind potenziell gefährliche Bakterien aus der Mundflora, die übertragen werden können - häufig Streptokokken oder Staphylococcus aureus. Viren wie Hepatitis B und HIV spielen kaum eine Rolle.

Hundebiss ist nur auffälliger

Die Gefahr des Menschenbisses liegt im Speichel. Dieser ist wegen seiner vielen Keime hochpathogen, also im besonderen Maße krankmachend. Deshalb werden Menschenbisse mit höheren Infektionsraten verbunden als Tierbisse. So kann ein Hundebiss zwar äußerlich auffälliger sein, etwa durch das Zerfetzen größerer Bereiche der Haut. Infektionen gibt es bei Hundebissen aber nur in 10 bis 20 Prozent der Fälle. Bei Katzen- und Menschenbissen liegt das Risiko dagegen bei 45 bis 55 Prozent. Im Vergleich zur Katze besteht wiederum beim Menschenbiss durch Quetschverletzungen eine höhere Verletzungsgefahr.

Nach Biss drohen Blutvergiftung und Hirnhautentzündung

Breiten sich die Bakterien im Körper aus, kann das zu Blutvergiftung, Hirnhautentzündung oder Endokarditis - einer Entzündung am Herzen - führen. Ein großer Teil der ärztlich behandelten Menschenbisse sind Liebesbisse bei sexuellen Aktivitäten. Die übrigen stammen fast alle von Schlägereien.

Bekannt sind zudem skurrile Fälle: Menschen ohne Fahrschein oder Ausweis, die nach Ordnungshütern schnappten, eine Oktoberfest-Besucherin, die ihre Zähne in eine vor ihr auf dem Tisch tanzende Männerwade grub. Auch Wut über ein zugeparktes Auto war bereits Anlass, herzhaft zuzubeißen.

Mann bei Biss mit Streptokokken infiziert

Der Fall vom Münchner Oktoberfest sorgte vor Jahren für internationales Aufsehen. Die Frau hatte enthemmt einem jungen Mann in die Waden gebissen, der vor ihrer Nase auf dem Tisch getanzt hatte. Den Tänzer hätte dies fast das Leben gekostet: Die Beißerin infizierte ihn mit gefährlichen Streptokokken. Zwei Tage nach dem Biss kam der Mann mit einer lebensbedrohlichen Infektion ins Krankenhaus und war erst nach einer mehrwöchigen Behandlung über den Berg.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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