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Mittelalter-Salbe tötet resistente Keime

bri

Aktualisiert am 12.04.2015Lesedauer: 2 Min.
Die Grafik zeigt den Erreger multiresistenter Staphylococcus aureus. Gegen den Keim sind gÀngige Antibiotika wirkungslos.
Die Grafik zeigt den Erreger multiresistenter Staphylococcus aureus. Gegen den Keim sind gÀngige Antibiotika wirkungslos. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Seit Jahren suchen Forscher nach einem Mittel gegen multiresistente Bakterien. Diese Super-Erreger sind selbst gegen starke Antibiotika immun. Jetzt haben Forscher ein Rezept fĂŒr eine Augensalbe aus dem Mittelalter getestet und schöpfen Hoffnung. In ersten Versuchen konnte die Mischung aus Knoblauch, Zwiebeln und Ochsengalle den gefĂ€hrlichen Keimen den Garaus machen.

Bald's Leechbook heißt eine altenglische Handschrift aus dem zehnten Jahrhundert mit Rezepten gegen verschiedene Leiden wie Kopfschmerzen aber auch mit ErnĂ€hrungsratschlĂ€gen fĂŒr Schwangere. Daraus ĂŒbersetzte die Historikerin Christina Lee von der UniversitĂ€t Nottingham das Rezept fĂŒr die Salbe, sodass Mikrobiologen sie gegen verschiedene Keime testen konnten.

Erste Versuche erstaunten Forscher

Vereinfacht empfiehlt das alte Medizinbuch folgendes: Eine Mixtur aus Knoblauch, Zwiebeln, Wein und Ochsengalle solle in einem MessinggefĂ€ĂŸ gemischt werden, neun Tage lang stehen und dann mittels einer Feder auf entzĂŒndete Augen gestrichen werden.

An MĂ€usen wurden schon erste Erfolge erzielt. Erreger vom Typ multiresistenter Staphylococcus aureus (MRSA), gegen die gĂ€ngige Antibiotika versagen, hatte man extra gezĂŒchtet, um Wunden von LabormĂ€usen mit dem Keim zu infizieren. Dann behandelte man die Verletzungen mit der Mixtur aus dem alten Buch.

Das Ergebnis ließ die Fachwelt aufhorchen: Nur einer von 1000 Keimen ĂŒberlebte die Behandlung mit der Mittelalter-Salbe. Sogar in verdĂŒnnter Form zeigte sich eine starke Wirkung: Die Kommunikation der Bakterien untereinander wurde durch die Behandlung gestört, sodass sich die Infektion nicht weiter ausbreiten konnte. "Wir waren absolut ĂŒberrascht, wie effektiv die Wirkstoffkombination ist", sagt Freya Harrison, die im Rahmen des Forschungsprojekts die Laborversuche leitet.

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Ein neues Wundermittel?

Ein Mittel, das resistente Keime tötet, wĂ€re eine Lösung fĂŒr ein schwerwiegendes Problem in der Medizin. Denn Erreger werden zunehmend gegen Antibiotika resistent und die Mittel wirken nicht mehr. Jedes Jahr sterben nach SchĂ€tzungen der Berliner CharitĂ© rund 6.000 Menschen in Deutschland an derartigen Erregern, manche SchĂ€tzungen gehen gar von bis zu 40.000 Toten pro Jahr aus.

Noch sind die Experimente mit der Salbe in England mit Vorsicht zu genießen. Versuche aus dem Reagenzglas und an MĂ€usen sind nicht ohne Weiteres auf den Menschen ĂŒbertragbar. Wie die Ingredienzien in einem Medikament im Menschen wirken, muss sich erst noch zeigen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Astrid Clasen
Von Wiebke Posmyk
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