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Darauf sollten Sie beim Wechsel des Hausarztes achten

Expertenrat  

Darauf sollten Sie beim Wechsel des Hausarztes achten

15.03.2017, 10:05 Uhr | MHa, dpa

Darauf sollten Sie beim Wechsel des Hausarztes achten. Bei dem Wechsel des Hausarztes gibt es einige Dinge zu beachten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/AndreyPopov)

Bei dem Wechsel des Hausarztes gibt es einige Dinge zu beachten (Quelle: AndreyPopov/Thinkstock by Getty-Images)

Im besten Fall gehen Sie über Jahre zu Ihrem Hausarzt, denn der kennt Sie und kann Beschwerden entsprechend einordnen. Manchmal ist ein Wechsel aber unausweichlich, beispielsweise bei einem Umzug. Dann sollten Sie ein paar Dinge beachten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was ist die Aufgabe des Hausarztes?

"Der Hausarzt kann als Facharzt für Allgemeinmedizin zahlreiche Symptome des Körpers im Sinne einer Krankheitsgeschichte einordnen", erklärt Roland Stahl, Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. "Er behandelt diese dann selbst oder überweist den Patienten an einen spezialisierten Facharzt."

Können Sie nicht besser gleich zum Facharzt gehen?

Das können Sie grundsätzlich natürlich machen. Vincent Jörres, Sprecher des Deutschen Hausärzteverbandes, gibt ein Beispiel, warum Sie es aus seiner Sicht aber nicht tun sollten:

Geht ein Patient mit einer Bindehautentzündung zum Augenarzt, mit Gelenkschmerzen zum Orthopäden und mit Problemen beim Wasserlassen zum Urologen, behandeln die jeweiligen Fachärzte häufig nur die Symptome.

Wäre der Patient mit seinen Beschwerden zum Hausarzt gegangen, hätte dieser vielleicht erkannt, dass der Patient Morbus Reiter (eine entzündliche Gelenkerkrankung) haben könnte, bei der auch Augen und Harnröhre betroffen sind.

Können Sie den Hausarzt einfach so wechseln?

Grundsätzlich besteht in Deutschland das Recht auf freie Arztwahl. Sie können, bis auf einige Ausnahmen, jederzeit den Arzt wechseln, sagt Christoph Kranich von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Diese Ausnahmen sind zu beachten:

Wer einen Vertrag zur sogenannten hausarztzentrierten Versorgung unterschrieben hat, ist je nach Vertragslaufzeit an seinen Hausarzt gebunden. "Die ganz freie Arztwahl hat man nicht mehr", sagt Kranich. Der Patient muss in aller Regel als erstes beim Hausarzt vorstellig werden.

Aber: "Gynäkologen, Kinder-, Zahn- oder Augenärzte sind davon ausgenommen." Und in Notfällen, oder wenn man in einer anderen geografischen Region krank wird, kann man auch direkt zum Facharzt gehen.

Worauf sollten Sie beim Hausarztwechsel achten?

Wichtig ist, dass der neue Hausarzt alle notwendigen Informationen bekommt. Dazu sollte er die Inhalte Ihrer Patientenakte kennen. Ärzte sind verpflichtet, Patientenakten zehn Jahre lang aufzubewahren.

Das Original bekommen weder Sie als Patient noch der neue Arzt. Aber Sie können Ihre Akte in der alten Praxis beispielsweise gegen eine Gebühr kopieren lassen und sie dem neuen Arzt geben

Wechsel: Wie finden Sie einen guten neuen Arzt?

Es kann hilfreich sein, sich im Freundes- und Bekanntenkreis umzuhören. Wenn Sie eine Empfehlung bekommen, sollten Sie immer fragen, warum derjenige diesen Arzt gut findet, sagt Kranich. Schließlich hat nicht jeder die gleichen Ansprüche.

Auch im Internet finden sich Ärzte-Bewertungen auf speziellen Portalen. "Da würde ich nie drauf vertrauen", sagt Kranich und verweist auch auf erfundene Bewertungen.

Mithilfe unserer Arztsuche können Sie nach Medizinern in Ihrer Nähe suchen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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