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Bonpflicht: Kassenzettel sind weder Papiermüll noch Spielzeug

Bonpflicht  

Kassenzettel sind weder Papiermüll noch Spielzeug

15.01.2020, 12:05 Uhr | dpa

Bonpflicht: Kassenzettel sind weder Papiermüll noch Spielzeug. Nicht ins Altpapier: Kassenbons wie diese landen am besten im Restmüll.

Nicht ins Altpapier: Kassenbons wie diese landen am besten im Restmüll. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Dessau (dpa/tmn) - Und plötzlich sind sie überall: Kassenbons gibt es nicht mehr nur im Supermarkt, der neuen Bonpflicht sei Dank. Und meistens landen sie im Müll - das sollte allerdings nicht der Papiermüll sein, wie das Umweltbundesamt erklärt. Und auch Kinder sollten mit Kassenbons möglichst nicht spielen, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Grund dafür ist, dass die Bons aus Thermopapier mit sogenannten Farbentwicklern bestehen. Bisher war das meistens ein Stoff namens Bisphenol A (BPA). Dieser gilt inzwischen jedoch als "besonders besorgniserregend" für Umwelt und Gesundheit.

Seit Anfang 2020 dürfen daher keine Thermopapiere mit BPA mehr in Umlauf gebracht werden. Stattdessen kommen Alternativen wie Bisphenol S zum Einsatz. Ob diese gefährlich sind - und wenn ja, wie sehr - ist derzeit aber noch unklar, wie das BfR erklärt.

Bis die Prüfung der Ersatzstoffe abgeschlossen ist, sollten Eltern ihre Kinder daher vorsichtshalber nicht mit Kassenbons oder anderen kleinen Zetteln aus Thermopapier spielen lassen - Fahrscheinen und Parktickets aus dem Automaten etwa. Denn dabei besteht die Gefahr, dass Kinder die Zettelchen in den Mund nehmen, und so vergleichsweise große Mengen der noch ungeprüften Stoffe aufnehmen.

Aus ähnlichen Gründen rät das UBA, die gesammelte Zettelwirtschaft in den Restmüll zu werfen. Im Altpapier besteht die Gefahr, dass möglicherweise kritische Stoffe in Recyclingprodukten wie Toilettenpapier landen - und so schließlich wieder Mensch und Umwelt belasten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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