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Warnung: Bei Kapillarlecksyndrom keine Johnson & Johnson-Impfung

Warnung  

Bei Kapillarlecksyndrom keine Johnson & Johnson-Impfung

19.07.2021, 15:22 Uhr | dpa

Warnung: Bei Kapillarlecksyndrom keine Johnson & Johnson-Impfung. Menschen, bei denen in der Vergangenheit schon einmal das Kapillarlecksyndrom auftrat, wird von einer Impfung mit Johnson & Johnson oder AstraZeneca abgeraten.

Menschen, bei denen in der Vergangenheit schon einmal das Kapillarlecksyndrom auftrat, wird von einer Impfung mit Johnson & Johnson oder AstraZeneca abgeraten. Foto: Jonas Güttler/dpa. (Quelle: dpa)

Langen (dpa) - Menschen die in der Vergangenheit das extrem seltene Kapillarlecksyndrom entwickelt haben, sollen keinen Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. Das geht aus dem sogenannten Rote-Hand-Brief des Herstellers hervor, der nun vomPaul-Ehrlich-Institut(PEI) verbreitet wurde.

Demnach wurden in den ersten Tagen nach Verabreichung dieses Impfstoffes "sehr selten Fälle des Kapillarlecksyndroms berichtet, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang".

Somit sei der Impfstoff kontraindiziert bei Menschen, die in der Vergangenheit ein Kapillarlecksyndrom entwickelt hatten, hieß es. Das Kapillarlecksyndrom gilt als äußerst seltenes, aber potenziell lebensbedrohliches Krankheitsbild. Den Angaben zufolge ist es unter anderem charakterisiert durch akute Episoden von Ödemen (Wassereinlagerungen) hauptsächlich in den Extremitäten und niedrigem Blutdruck. Bei Symptomen nach einer Impfung mit Johnson & Johnson sei eine unmittelbare Behandlung notwendig.

Nach Angaben auf dem Aufklärungsmerkblatt zum Impfen dürfen Menschen, die jemals das Kapillarlecksyndrom hatten, auch nicht mit dem Produkt von AstraZeneca (Vaxzevria) geimpft werden. Dort heißt es über die "sehr seltenen" eingetretenen Fälle: "Das Kapillarlecksyndrom trat in den ersten Tagen nach Impfung auf und ist gekennzeichnet durch eine rasch fortschreitende Schwellung der Arme und Beine, plötzliche Gewichtszunahme sowie Schwächegefühl." Es erfordere eine sofortige ärztliche Behandlung.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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