Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Innenpolitik >

"Sonntagstrend": SPD auf histroischem Tiefstwert in Umfragen

AfD stark im Osten  

SPD fällt in Umfrage auf historischen Tiefstwert

18.02.2018, 21:47 Uhr | rtr, dpa, jasch

"Sonntagstrend": SPD auf histroischem Tiefstwert in Umfragen. Inmitten eines Streits über eine mögliche neue große Koalition fällt die SPD in Umfragen immer weiter: SPD-Fähnchen auf einem Biertisch in Vilshofen (Bayern). (Quelle: dpa/Josef Hildenbrand)

Inmitten eines Streits über eine mögliche neue große Koalition fällt die SPD in Umfragen immer weiter: SPD-Fähnchen auf einem Biertisch in Vilshofen (Bayern). (Quelle: Josef Hildenbrand/dpa)

Die SPD ist einer Umfrage zufolge auf einen historischen Tiefstwert in der Wählergunst gefallen. Die Nachricht kommt für die Sozialdemokraten zur Unzeit.

Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die Zeitung "Bild am Sonntag" erhebt, kommen die Sozialdemokraten nur noch auf 19 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Einen so niedrigen Wert hatte die SPD im Sonntagstrend noch nie. Im Osten erreicht sie inzwischen nur noch 14 Prozent.

Die AfD dagegen ist in Ostdeutschland nun fast so stark wie die CDU. Die AfD kommt dort auf 25 Prozent, die Christdemokraten auf 26 Prozent. "Im Osten droht die AfD die CDU als Volkspartei abzulösen, die SPD hat sie längst überholt", sagte Emnid-Experte Torsten Schneider-Haase.

Bundesweit gewinnt die AfD zwei Zähler hinzu auf 14 Prozent. CDU/CSU geben einen Punkt nach auf 33 Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei elf Prozent, die Linke steigt auf zehn Prozent (plus einen Punkt). Die FDP erreicht wie in der Vorwoche neun Prozent.

SPD-Spitze diskutiert weiter mit der Basis

Die schlechten Nachrichten kommen für die Sozialdemokraten zur Unzeit. In diesen Tagen wirbt die Parteispitze in Regionalkonferenzen um die Unterstützung der SPD-Basis für eine neue große Koalition. An diesem Sonntag sind Regionalkonferenzen im nordrhein-westfälischen Kamen und in Mainz geplant. Am Samstag hatte es erste Basistreffen in Hamburg und Hannover gegeben.

In der Partei gibt es großen Unmut gegen eine große Koalition mit CDU und CSU – nicht nur unter den Jusos. Der Mitgliederentscheid startet am Dienstag, das Ergebnis wird zwei Tage nach seinem Ende am 4. März bekanntgegeben.

In Kamen wird vormittags neben der designierten Parteichefin Andrea Nahles auch der kommissarische Parteivorsitzende Olaf Scholz erwartet. In Mainz bekommt Nahles nachmittags unter anderem Unterstützung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer sowie den Bundesministern Katarina Barley, Heiko Maas und Barbara Hendricks.

Bürgermeister für die GroKo

Bürgermeister aus den 35 größten von der SPD regierten Städte sprachen sich mit deutlicher Mehrheit für die Große Koalition aus. 26 Bürgermeister sagten in einer Umfrage der "Bild am Sonntag", dass sie für eine neue Koalition mit CDU/CSU stimmen werden, kein Einziger sprach sich dagegen aus.

Münchens OB Dieter Reiter sagte der "BamS": "Ich werde für den Eintritt der SPD in eine Große Koalition stimmen. Der Koalitionsvertrag enthält viele dringend benötigte Entlastungen für die Menschen in unserem Land, gerade für Rentner, für Familien und für gesetzlich Krankenversicherte." Einige Bürgermeister äußerten sich nicht oder waren nicht zu erreichen.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • Reuters

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: