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"Alles Gute, gro├če Schwester"

Von t-online, aj

Aktualisiert am 03.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Kanzlerin mit Zapfenstreich verabschiedet: Bei der Zeremonie bekam Angela Merkel w├Ąssrige Augen. (Quelle: Reuters)
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Die Kanzlerin hat sich offiziell verabschiedet. Viele ihrer Weggef├Ąhrten haben sich emotional ge├Ąu├čert. Besonders ergreifend: eine Botschaft des

Eine ungew├Âhnlich lange Kanzlerschaft neigt sich dem Ende zu. Am 22. November 2005 w├Ąhlte der Bundestag Angela Merkel zur ersten Bundeskanzlerin. 16 Jahre sp├Ąter wurde die CDU-Politikerin nun offiziell in Berlin mit einem Gro├čen Zapfenstreich verabschiedet. Viele ihrer Weggef├Ąhrten nahmen das zum Anlass, sich bei ihr zu bedanken und ihre Arbeit zu w├╝rdigen.


So wurde Merkel beim Gro├čen Zapfenstreich verabschiedet

Angela Merkel: Die scheidende Bundeskanzlerin hat zum Beginn des Gro├čen Zapfenstreichs ihre vermutlich letzte ├Âffentliche Rede gehalten.
Soldaten marschieren mit Fackeln auf: Im Bendlerblock wurde Kanzlerin Merkel gegen Ende ihrer Regierungszeit mit einem Gro├čen Zapfenstreich verabschiedet.
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Ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz bezeichnete Merkel in einem Tweet als eine "erfolgreiche Kanzlerin". Weiter schrieb der SPD-Politiker: "Unerm├╝dlich hat sie sich f├╝r unser Land eingesetzt und ist sich in 16 Jahren, in denen sich vieles ver├Ąndert hat, treu geblieben."

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Armin Laschet, der Merkels Nachfolge antreten wollte und dabei scheiterte, bedankte sich bei seiner Parteikollegin: "Danke auch pers├Ânlich f├╝r alle Unterst├╝tzung und allen Rat in so vielen Jahren." Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) schrieb: "Demut vor der Verantwortung des Amtes war ihr Leitprinzip." Ihr Abschied sei ein "bewegender Moment" gewesen.

Deniz Y├╝cel bezeichnet die Kanzlerin als "gro├če Schwester"

Bei Twitter wurde vor allem eine r├╝hrende Botschaft des Journalisten Deniz Y├╝cel geteilt und kommentiert. Viele deutsche Politiker seien w├Ąhrend seiner Haftzeit in der T├╝rkei im Jahr 2017 so freundlich gewesen, sich mit seiner Frau zu treffen. Merkel sei aber die einzige gewesen, die Dilek Y├╝cel gefragt habe: "Wie geht es Ihnen?"

Der Journalist schrieb weiter: "Merkel wurde oft mangelnde Empathief├Ąhigkeit vorgeworfen. Soweit ich das beurteilen kann, z├Ąhlte es nicht zu ihren St├Ąrken, Anteilnahme und Empathie zu zeigen. Aber dass sie damit nicht herumstolzierte, hei├čt nicht, dass sie keine empfand."

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"Welches Codewort Dilek und ich in unserer Knastkommunikation f├╝r Merkel benutzt haben: 'Abla' ÔÇô im T├╝rkischen die vertraute wie respektvolle Anrede f├╝r 'gro├če Schwester'. Nochmals Danke, Frau Bundeskanzlerin! Und alles Gute, Abla! Auch Ihnen alles Gute, lieber Steffen Seibert!", beendete Y├╝cel seine Botschaft.

Partei├╝bergreifend meldeten sich viele Politiker mit positiven Worten zu Merkels Kanzlerschaft. Die Ministerpr├Ąsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig bezeichnete ihre Zusammenarbeit mit Merkel etwa als eine "Ehre". "Gemeinsame Wege, gute Diskussionen, fairen Streit und fr├Âhliche Momente", schrieb die SPD-Politikerin in einem Tweet.

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Die Gr├╝nen-Fraktionschefin Katrin G├Âring-Eckardt schrieb: "Danke daf├╝r, dass sie sich f├╝r andere Meinungen interessiert und Auseinandersetzungen nicht gescheut hat. Sie hat das Amt mit einer W├╝rde ausgef├╝llt, die stilbildend war und ist." Der k├╝nftige Agrarminister Cem ├ľzdemir twitterte: "Gro├čen Respekt und von Herzen alles Gute".

Der Linken-Vorsitzende Dietmar Bartsch schrieb, Merkel werde eine L├╝cke hinterlassen. "Wir werden Angela Merkel in der Politik schnell vermissen. Sie hatte zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise materielle Werte als Ma├čstab f├╝r ihr Agieren. Deswegen war sie in keiner Weise bestechlich."

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FDP-Parteivize Johannes Vogel lobte die Kanzlerin in den h├Âchsten T├Ânen, konnte sich etwas Kritik aber offenbar nicht verkneifen: "Angela Merkels Humor, Intellekt, Rationalit├Ąt und ihre Souver├Ąnit├Ąt auf dem internationalen Parkett werden uns noch oft fehlen. Ihr Politikmodus war mir zu sehr 'Fahren auf Sicht'. F├╝r ihren enormen politischen Einsatz f├╝r unser Land gibt es aber nur ein Wort: Danke!"

"Eine ruhige Stimme der Vernunft"

"Sie war eine ruhige Stimme der Vernunft, die wir in Europa noch vermissen werden", sagte der fr├╝here EU-Kommissionspr├Ąsident Jean-Claude Juncker den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Merkels gr├Â├čtes Verdienst nach 16 Jahren im Amt sei, dass sie "Europa endg├╝ltig zu einem wichtigen Teil deutscher Staatsr├Ąson gemacht" habe, sagte Juncker. "Nach Merkel wird es sich kein deutscher Bundeskanzler mehr erlauben k├Ânnen, nicht pro-europ├Ąisch eingestellt zu sein."

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Auch der bisherige Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), w├╝rdigte Merkels Verdienste in diesem Bereich. "Es ist eine historische Anomalie, dass es eine Ostdeutsche wenige Jahre nach der Wiedervereinigung an die Spitze geschafft hat und so lange geblieben ist", sagte er den RND-Zeitungen. Bei der F├Ârderung Ostdeutschlands habe Merkels Credo wie auch sonst gelautet, "weniger reden, mehr tun", sagte Wanderwitz. "Damit hat sie viel erreicht."

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