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Russland und Ukraine: Austausch von Kriegsgefangenen


Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Moskau weist Berichte zurück: Charkiw-Offensive dauert an


Aktualisiert am 17.07.2024 - 14:42 UhrLesedauer: 16 Min.
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Ukrainische Soldaten nach einem russischen Gleitbomben-Angriff in Charkiw: Der Kreml beteuert, dass die Offensive um die ukrainische Stadt weiter andauere. (Quelle: Vyacheslav Madiyevskyy/imago-images-bilder)

Japan gewährt der Ukraine einen Milliarden-Kredit aus russischen Vermögen. Medwedew droht: Nato-Beitritt der Ukraine sei Kriegserklärung. Alle Informationen im Newsblog.

Belgorod: Zwei Tote durch Drohnenangriff

14.49 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod sind nach Angaben der dortigen Behörden zwei Menschen getötet worden. Bei den Todesopfern habe es sich um ein junges Paar gehandelt, das in einem Zivilfahrzeug außerhalb der gleichnamigen Regionalhauptstadt Belgorod unterwegs gewesen sei, teilt Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit.

Russland: Haben mit Ukraine Kriegsgefangene ausgetauscht

13.53 Uhr: Russland und die Ukraine haben russischen Angaben zufolge Kriegsgefangene ausgetauscht. Es habe sich auf beiden Seiten um jeweils 95 Soldaten gehandelt, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten den Austausch vermittelt. Die zurückkehrenden russischen Soldaten würden zunächst in Moskau medizinisch untersucht.

Moskau weist Berichte zurück: Charkiw-Offensive dauert an

13.21 Uhr: Der Kreml hat Spekulationen über ein Scheitern der russischen Offensive im Nordosten der Ukraine zurückgewiesen. "Der Einsatz geht weiter und das wird er, bis er erfolgreich abgeschlossen ist", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Auf die Frage, ob die Zugangsbeschränkungen zu 14 russischen Grenzdörfern bedeute, dass die Offensive in der ukrainischen Region Charkiw gescheitert sei, antwortet Peskow: "Nein, das tut es nicht."

Russland hatte im Mai eine Offensive in der Region Charkiw gestartet, die an die russische Region Belgorod grenzt. Ziel ist die Einrichtung eines von Präsident Wladimir Putin als "Sicherheitszone" bezeichneten Korridors entlang der Grenze. Russische Streitkräfte konnten seitdem einige Gebietsgewinne in der Region Donezk vermelden.

Dennoch hatte am Dienstag der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, als Reaktion auf intensive ukrainische Angriffe die Zugangsbeschränkung zu 14 Dörfern in der Grenzregion verkündet. Seit Beginn der russischen Militäroffensive in der Ukraine im Februar 2022 seien mehr als 200 Menschen in der Region Belgorod getötet und Hunderte weitere verletzt worden. Peskow sprach von "neuen Methoden", die eingeführt würden, "um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten".

Haftstrafen für Export von Drohnen-Bauteilen nach Russland

11.54 Uhr: Wegen der illegalen Lieferung von Bauteilen für Drohnen an Russland verurteilt das Stuttgarter Oberlandesgericht einen früheren Geschäftsmann aus dem Saarland zu sechs Jahren und neun Monaten Gefängnis. Die Güter hätten eine militärische Verwendung gefunden, urteilte der Strafsenat. Gegen die aus Baden-Württemberg stammende mitangeklagte Lebensgefährtin des Mannes wurde wegen Beihilfe eine Bewährungsstrafe von 21 Monaten verhängt. Mit dem Urteil entsprach das Gericht den Anträgen der Bundesanwaltschaft. Beide Angeklagten haben nach Angaben des Gerichts die deutsche und die russische Staatsangehörigkeit.

Stadt Charkiw verlegt Schulunterricht zunehmend unter die Erde

11.42 Uhr: Kinder in der seit Kriegsbeginn nahezu täglich unter russischem Beschuss stehenden Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine sollen nach Behördenangaben künftig verstärkt in unterirdischen Schulen unterrichtet werden: Wie die Charkiwer Stadtverwaltung mitteilt, hat der Bau von drei weiteren derartigen Einrichtungen begonnen, nachdem ein erstes unterirdisches Schulprojekt bereits erfolgreich umgesetzt wurde. Die Schüler sollen so besser vor den russischen Luftangriffen geschützt werden.

Bürgermeister Ihor Terechow erklärt, die Stadt stelle ihre eigenen Mittel für die neuen Schulen bereit, um so schnell wie möglich voranzukommen. Die Stadt brauche aber "moderne Luftabwehrsysteme, die den Himmel schützen, damit die Menschen unter halbwegs normalen Bedingungen leben und die Kinder in Ruhe lernen können", betont er.

Anfang des Jahres hatte Charkiw seine erste unterirdische Schule in Betrieb genommen. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt. Auch in anderen Teilen der Ukraine wurden nach Behördenangaben zivile Einrichtungen unter die Erde verlegt. In der südlich von Charkiw gelegenen Region Donezk wurden demnach in einem Krankenhaus in der etwa 25 Kilometer von der Front entfernten Stadt Pokrowsk unterirdische Abteilungen eingerichtet.

Deutschland bei Integration von Ukrainern nur Mittelfeld

11.36 Uhr: Deutschland liegt bei der Integration von Ukraine-Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt im europäischen Vergleich im Mittelfeld. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor. Deutschland erreicht demnach Anfang 2024 eine Integrationsquote von 27 Prozent. Europaweit führt Litauen mit 57 Prozent, gefolgt von Dänemark (53 Prozent) und Polen (48 Prozent). Länder wie Finnland, Norwegen, Rumänien und Spanien verzeichnen mit weniger als 20 Prozent die niedrigsten Quoten.

Wohl ein Toter bei ukrainischem Angriff auf Cherson

11.11 Uhr: Bei Angriffen der Ukraine auf die von Russland teilweise kontrollierte Region Cherson ist nach Angaben der Besatzungsverwaltung ein Mensch ums Leben gekommen. Acht Menschen seien verletzt worden, schreibt der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo auf Telegram. Er wirft den ukrainischen Streitkräften vor, das Gebiet unter Beschuss zu nehmen und es mit Drohnen anzugreifen. Von der Ukraine gibt es zunächst keine Stellungnahme. Unabhängig überprüfen lassen sich Angaben zum Kampfgeschehen nicht.

Bewegungen russischer Kriegsschiffe geben Rätsel auf

9.19 Uhr: Eigentlich sollten sie an einer Marineparade in St. Petersburg teilnehmen. Nun aber haben drei wichtige russische Kriegsschiffe die Ostsee überraschend verlassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Deutschland stellt zehn Millionen Euro für Wiederaufbau von Kinderklinik bereit

8.59 Uhr: Nach dem Raketenangriff auf das Kinderkrankenhaus in Kiew stellt das Bundesentwicklungsministerium der ukrainischen Regierung zehn Millionen Euro für den Wiederaufbau bereit. Die Mittel würden zusammen mit Mitteln anderer Geber und Spender eingesetzt, um das Krankenhaus schnell wieder einsatzfähig und winterfest zu machen, berichtete die "Rheinische Post" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Ministeriumsangaben. Dies umfasse Reparaturen und Instandsetzungsmaßnahmen an Fassaden, in Behandlungsräumen und der Strom- und Wärmeversorgung.

"Die Zerstörung des Kinderkrankenhauses zeigt, wie rücksichtslos und menschenverachtend Russland diesen Angriffskrieg führt", sagt Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) der Zeitung. "Kinder leiden am meisten unter diesem Krieg. Wir dürfen und werden uns nicht damit abfinden, dass es diesen Ort der Heilung für krebskranke Kinder in der Ukraine nicht mehr gibt."

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Russland hatte die Ukraine vergangene Woche Montag mit massiven Angriffen überzogen und dabei auch das Kinderkrankenhaus in Kiew getroffen. Mehr zu dem Angriff lesen Sie hier. Unmittelbar nach dem Beschuss des Kinderkrankenhauses erklärte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU, dass vor Ort "relevante Beweise, insbesondere Fragmente vom hinteren Teil einer Ch-101-Rakete" inklusive einer Seriennummer gefunden worden seien. Moskau hatte zuvor eine Verantwortung bestritten und erklärt, das Krankenhaus sei von Trümmern ukrainischer Luftabwehrraketen getroffen worden.

Australien will Russland wegen Flugzeug-Abschuss zur Rechenschaft ziehen

8.55 Uhr: Zehn Jahre nach dem Abschuss des Malaysia-Airlines-Flugs MH17 über der Ostukraine hat Australien gefordert, Russland für den Tod der fast 300 Menschen an Bord zur Rechenschaft zu ziehen. Australien werde sich von dieser Forderung nicht abbringen lassen, sagt Außenministerin Penny Wong bei einer Gedenkfeier in Canberra. "Ich bekräftige unser gemeinsames Streben nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Rechenschaft für die Gräueltaten vom 17. Juli 2014", sagt Wong.


Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen AFP, dpa und Reuters
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