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Matratze kaufen: Diese Matratzen überzeugen im Test

Von Federkern bis Kaltschaum  

Diese Matratzen überzeugen im Test

23.04.2019, 10:18 Uhr | t-online.de

Matratze kaufen: Diese Matratzen überzeugen im Test. Wer ausgeruht in den Tag startet, fühlt sich wohler. Eine gute Matratze ist dabei entscheidend. (Quelle: Getty Images/IPGGutenbergUKLtd)

Wer ausgeruht in den Tag startet, fühlt sich wohler. Eine gute Matratze ist dabei entscheidend. (Quelle: IPGGutenbergUKLtd/Getty Images)

"Wie man sich bettet, so liegt man", heißt es. Und viele liegen schlecht und haben dadurch auch einen schlechten Schlaf. Sie wachen mit Verspannungen und Schmerzen auf und fragen sich, ob die Matratze schuld ist. Doch worauf kommt es beim Kauf der richtigen Matratze an? Wir sagen, auf welche Kriterien Sie achten sollten, und stellen sechs gute Modelle im Vergleich vor.

Matratze kaufen: Worauf zu achten ist

Bei Matratzen kommt es aufs Innenleben an. Und hier unterscheiden sich die verschiedenen Modelle deutlich. Die richtige Matratze ist in aller Regel abhängig von Ihrer Körpergröße, Körperbau und Gewicht. Sie muss einerseits fest genug sein, um Ihren Körper zu stützen. Andererseits muss sie an den richtigen Stellen nachgeben. Darüber hinaus sollte sie wärmen, ohne starkes Schwitzen im Schlaf zu verursachen.

Die eine Top-Matratze für alle gibt es nicht

Die Hersteller betonen zu Recht, dass jeder Mensch eine individuell auf seinen Körper und auf seinen Schlaf abgestimmte Matratze braucht. So kann es auch kaum ein für alle Menschen objektiv gültiges Test-Ergebnis geben, dafür sind Bedürfnisse und Körperbau viel zu verschieden und jeder Mensch hat einen anderen Schlaf. Probeliegen, vielleicht sogar Probeschlafen ist vor dem Matratzenkauf daher immer sinnvoll – denn am Ende entscheidet Ihr individuelles Liegegefühl.

Eine Matratze, die auf den Schläfer abgestimmt ist, verteilt das Körpergewicht gleichmäßig und verhindert Druckstellen. Beim Probeliegen ist es wichtig, bewusst auf den Druck zu achten, der an den Stellen zu spüren ist, an denen der Körper auf der Matratze aufliegt. 

Härtegrad: Was bedeutet Stärke bei Matratzen?

Der Härtegrad gibt an, wie fest eine Matratze ist und wird in Klassen von H1 (sehr weich) bis H5 (sehr fest) angegeben. Leider sind die Härtegrade nicht normiert, jeder Hersteller legt sie für seine Matratzen also selbst fest. Der Härtegrad H2 eines Herstellers kann also genau so fest sein, wie der Härtegrad H3 bei einem anderen Hersteller. Außerdem bezieht sich der Härtegrad auf den Mittelpunkt einer Matratze, weshalb sich bei einer Mehrzonenmatratze nicht genau sagen lässt, wie fest sie insgesamt ist. Da hilft nur ausprobieren.

Grundsätzlich sollte die Matratze etwas weicher sein, wenn die Person selbst ein Leichtgewicht ist, und härter für schwerere Körper. Die Matratze soll die Wirbelsäule stützen, denn das verhindert Rückenschmerzen. Wer viel auf der Seite schläft, für den eignet sich eine Matratze, bei der Becken und Schultern leicht einsinken. So kann die Wirbelsäule eine gerade Linie bilden. 

Ab etwa 15 Kilogramm Gewichtsunterschied brauchen Partner verschiedene Matratzen. In ein Bett mit 1,80 oder 2 Meter Breite legen Sie am besten grundsätzlich zwei einzelne Matratzen. So kann jeder die für sich geeignete Matratze wählen. 

Was sind die 7 Zonen einer 7-Zonen-Matratze?

Gute Matratzen sind in Liegezonen mit unterschiedlichem Stützbereich unterteilt. Es gibt Modelle mit drei, fünf, sieben und auch neun Zonen. Die 7-Zonen-Matratze ist die verbreitetste Matratze, dabei sind die Zonen wie folgt aufgeteilt:

  1. Kopf-Nacken-Zone (mittelfest)
  2. Schulter-Zone (weich)
  3. Lendenwirbel-Zone (fest)
  4. Becken-Zone (mittelweich)
  5. Bein-Zone (fest)
  6. Waden-Zone (weich)
  7. Fuß-Zone (mittelfest)

Die Zonen 5 bis 7 sind identisch mit den Zonen 1 bis 3, so dass man die Matratze auch drehen kann.

Rückenschläfer, Bauchschläfer, Seitenschläfer

Die meisten Menschen schlafen auf der Seite – gut Zweidrittel der Schlaftypen sind Seitenschläfer, dann folgen die Rückenschläfer, die Bauchschläfer bilden das Schlusslicht. Allerdings dreht sich der Mensch während des Schlafens mehrfach um, so dass es keine "reinen" Seitenschläfer, Rückenschläfer oder Bauchschläfer gibt. Besonders für Rücken- und Seitenschläfer gilt, dass der Schulter- und der Beckenbereich in der Matratze einsinken können sollte, damit die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form gestützt wird. Bauchschläfer sollten auf jeden Fall eine mittelharte Matratze wählen, damit sie nicht zu tief einsinken, gleichzeitig die Muskeln aber auch entspannen können.

In welchen unterschiedlichen Materialien gibt es Matratzen und was sind Vorteile und Nachteile?

Beim Kauf der Matratze hat man die Wahl zwischen Kaltschaummatratzen, Federkernmatratzen oder Latexmatratzen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Matratzenart für welchen Typ geeignet ist. Dabei gilt: Je mehr der genannten Punkte auf Sie zutreffen, desto besser passt die Matratze zu Ihnen. 

MatratzenartGeeignet für ...Worauf Sie achten sollten
Federkernmatratze... Menschen, die beim Schlafen nicht gern tief in die Matratze einsinken, viel schwitzen, ein höheres Körpergewicht haben und eine preisgünstige Matratze suchen.
Vorteil: sehr gutes Schlafklima, sehr guter Feuchtigkeitstransport
Nachteil: neigt zur Kuhlenbildung
Die Matratze sollte verschiedene Liegezonen haben und beim Probeliegen nicht nachfedern. Außerdem sollten die Federkerne nicht drücken.
Taschenfederkernmatratze... Menschen, die leicht schwitzen, ein hohes Körpergewicht haben, häufig die Schlafposition wechseln und weder zu weich noch zu fest liegen möchten.
Vorteil: angenehmes Schlafklima, sehr gute Belüftung
Nachteil: hohes Eigengewicht, neigt zur Kuhlenbildung
Je mehr Federn pro Quadratmeter verarbeitet wurden, desto fester ist die Matratze und desto punktgenauer passt sie sich dem Körper an. Nicht geeignet für extrem verstellbare Lattenroste.
Kaltschaummatratze... Menschen, die zwischen 40 und 90 Kilo wiegen (Ausnahme: XXL-Modelle bis 180 Kilo), die im Bett häufig die Schlafposition wechseln, nicht gern zu tief  in die Matratze einsinken und bevorzugt mittelweich liegen.
Vorteil: gute Anpassungsfähigkeit, geringes Gewicht
Nachteil: schlechtere Belüftung
Meist gibt der Hersteller eine Gewichtsempfehlung für jeden Härtegrad an. Ein Bezug sollte mit einem klimaregulierenden Vlies versteppt sein. Gut geeignet für Motorlattenroste.
Latexmatratze... alle, die gern auf der Seite liegen und sich oft umdrehen. Auch Menschen, die in ihrem Bett gern etwas tiefer in die Matratze einsinken und zwischen 45 und 90 Kilo wiegen, sind mit Latex gut beraten.
Vorteil: lange haltbar, weist Feuchtigkeit ab (nicht geeignet für starke Schwitzer)
Nachteil: anfänglich leichter Gummigeruch, hoher Preis
Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Latexmatratze mehrere Liegezonen hat. Auch für elektrisch verstellbare Lattenroste geeignet.
Viscoschaummatratze... Menschen, die am liebsten auf der Seite schlafen, zwischen 50 und 130 Kilo wiegen und sich ein "schwereloses" Schlafen ohne fühlbaren Auflage- oder Druckstellen wünschen. Wer nicht zum Schwitzen neigt und weder sehr hart oder sehr weich liegen möchte, kann ebenfalls zu diesem Matratzentyp greifen.
Vorteil: große Punktelastizität, lange Lebensdauer
Nachteil: wenig atmungsaktiv, hoher Preis
Dieser Matratzentyp besteht aus einem Kaltschaumkern mit Viscoschaumauflage. Je höher diese ist, desto besser ist der thermoelastische Effekt. Auch für stark verstellbaren Lattenroste geeignet.

Was ist eine Kaltschaummatratze?

Kaltschaum ist ein hochwertiger Polyurethan-Schaumstoff und wird oft auch HR-Schaumstoff genannt. HR ist die Abkürzung für "high resilient", also hoch elastisch. Kaltschaum ist sehr luftdurchlässig und atmungsaktiv, zudem hat er eine hohe Elastizität und ist sehr formbeständig. Das heißt, nach einer Belastung kehrt er bei einer Entlastung direkt in seine Ausgangsform zurück. Bei Matratzen wird Kaltschaum für den Kern benutzt, aber auch zur Abpolsterung von Federkernen.

Es gibt unterschiedliche Qualitäten von Kaltschaum, die abhängig sind von der Stauchhärte und vom Raumgewicht. Die Stauchhärte ist für den Härtegrad der Matratze mit verantwortlich. Ein hohes Raumgewicht gewährleistet Formbeständigkeit und Langlebigkeit einer Matratze. 

Folgende Matratzen haben in Test gut abgeschnitten oder auf Bewertungsportalen überdurchschnittliche Bewertungen bekommen:

Vollschaummatratze Vita Visco Medium von MFO 

Bei diesem Modell aus dem gehobenen Preissegment sorgen der thermoelastische Viscoschaum und die Aufteilung in sieben Zonen für eine punktgenaue Elastizität und Schlafkomfort. Über 1000 Wellnesspunkte gewährleisten neben einer hohen Druckentlastung in den Bereichen Nacken, Schultern und Rücken eine gute Durchblutung des Körpers an jeder Stelle.  

Für diese Eigenschaften wurde das Modell im Test von Stiftung Warentest (test Ausgabe 03/2018) zum Testsieger gekürt und erhielt die Note "Gut" (2,5). Durch die Kombination zweiter Härtegrade (H2 und H3) ist das Modell auch als Partnermatratze erhältlich. Es ist in folgenden Größen lieferbar: 90 × 200 cm, 140 × 200 cm, 160 × 200 cm, 180 x 200 cm und anderen.

MFO Vita Visco Medium Vollschaummatratze

  • Material: Visco-Komfortschaum
  • 7 Zonen
  • atmungsaktiv
  • Härtegrad: H3 (mittel)
  • 8 Größen erhältlich
  • Höhe: 20 cm
  • für Hausstauballergiker geeignet
  • Testsieger im Matratzen-Test (Stiftung Warentest, test Ausgabe 03/2018)

AM Tonnentaschenfederkernmatratze

Die hohe Anzahl an Federn und die sieben Liegezonen versprechen hohen Schlafkomfort bei dieser Federkernmatratze. Die Schulterkomfortzone und die ergonomische Rückenstützung sorgen für eine sehr gute Punktelastizität und entlasten die Wirbelsäule. Zudem werden die Taschenfederkerne von einem hochwertigen Mantel aus Komfortschaum eingeschlossen. Das sorgt für ein gutes Liegegefühl. 

Weiterer Pluspunkt: Durch die Zwischenräume zwischen den Federkernen ist die Matratze atmungsaktiv und luftdurchlässig. Daher ist diese Federkernmatratze gut geeignet für Menschen, die nachts schwitzen. All diese positiven Eigenschaften rechtfertigen das gehobene Preisniveau. Die Matratze ist erhältlich in den Härtegraden 2 bis 4 sowie in folgenden Größen: 90 × 200 cm, 140 × 200 cm, 160 × 200 cm, 180 × 200 cm und anderen.

AM Tonnentaschenfederkernmatratze

  • Material: Taschenfederkern
  • 7 Zonen
  • atmungsaktiv und luftdurchlässig
  • Härtegrad: H2 bis H4
  • diverse Größen erhältlich
  • Höhe: 25 cm
  • schadstoffgeprüft

Mister Sandman Kaltschaummatratze

Die Kundenbewertungen bei Amazon für diese Matratze sprechen eine deutliche Sprache. 5 von 5 erreichbaren Sternen lassen darauf schließen, dass dieses Model im Verhältnis zu seinem sehr niedrigen Preis einen hohen Liegekomfort bietet. Für kleines Geld bekommen Sie eine solide Matratze aus Kaltschaum.

Kleine Schwäche: Der 7-Zonen-Aufbau nur symmetrisch angelegt, so dass der Kunde frei entscheiden kann, wo er sich mit Kopf und Füßen bettet. Das geht auf Kosten der punktgenauen Elastizität. Wen das nicht weiter stört, der macht beim dieser Matratze wohl nichts falsch. Sie ist erhältlich in den Härtegraden 2 und 3 sowie in folgenden Größen: 90 × 200 cm, 140 × 200 cm, 160 × 200 cm, 180 × 200 cm und anderen.

Mister Sandman Kaltschaummatratze

  • Material: Kaltschaum
  • 7 Zonen
  • Härtegrad: H2 und H3
  • Größe: 90 × 200 cm
  • Höhe: 15 cm
  • schadstoffgeprüft

Schlummerparadies HR-Kaltschaummatratze

Die Optima Klassik zählt zu den preiswerteren Kaltschaummatratzen, spart dennoch nicht an Pluspunkten. Zum einen ist sie durch ihren hochwertigen, natürlichen Schaumstoffkern für Allergiker geeignet. Darüber hinaus bietet sie durch die sieben Liegezonen einen hohen Liegekomfort und Punktelastizität, die sich dem Körper anpasst. 

Je nach Härtegrad ist die Matratze für Personen bis zu 80 kg (H2) oder 100 kg (H3) geeignet. Erhältlich in folgenden Größen: 90 × 200 cm, 140 × 200 cm, 160 × 200 cm, 180 × 200 cm und anderen. 

Schlummerparadies HR-Kaltschaummatratze

  • Material: Kaltschaum
  • 7 Zonen
  • Härtegrad: H2 und H3
  • Größe: 90 × 200 cm
  • Höhe: 19 cm
  • Gewicht: 12 kg
  • schadstoffgeprüft

Selecta L4 Latexmatratze

Egal, in welcher Position man am liebsten schläft, diese Latexmatratze aus dem gehobenen Preissegment passt sich hervorragend an die verschiedensten Körperformen und Vorlieben an. Das Material ist sehr hochwertig und überzeugt auch durch eine hohe Formstabilität und Lebensdauer. 

Das bestätigt auch "Stiftung Warentest" (test Ausgabe 03/2018). In der Kategorie "Latexmatratzen" ging das Modell als Sieger aus dem Test hervor und erhielt die Note "Gut" (2,4). Die Matratze ist in allen gängigen Größen und in den Härtegraden 1 bis 3 bestellbar.

Selecta L4 Latexmatratze

  • Material: Latex
  • 7 Zonen
  • Härtegrad: H1, H2 und H3
  • 8 Größen erhältlich
  • Höhe: 18,5 cm
  • Gewicht: 22,8 kg
  • Stiftung Warentest Qualitätsurteil "gut" (test Ausgabe 03/2018, Testsieger bei Latexmatratzen)

Ikea Morgedal Latexmatratze

Zweiter Sieger im Matratzen-Test von Stiftung Warentest  (Kategorie "Latexmatratzen") ist dieses preisgünstige Modell, das ebenfalls  mit der Note "Gut" (2,4) abschnitt (test Ausgabe 03/2018). Die Warentester lobten ihr besonders elastisches Material, das sich hervorragend an die Körperkontur anpasst. So entsteht ein mittelfestes und gleichzeitig stützendes Schlafgefühl.

Im Dauerwalzversuch von Stiftung Warentest fiel die Matratze mit "sehr guter" Haltbarkeit auf. Neben den Maßen 90 × 200 cm ist die Matratze auch in den Maßen 90 × 160 cm erhältlich.

Ikea Morgedal Latexmatratze

  • Material: Latex
  • Härtegrad: mittelfest
  • Größe: 160 × 200 cm
  • Höhe: 17,5 cm
  • Gewicht: 16,3 kg
  • Stiftung Warentest Qualitätsurteil "gut" (test Ausgabe 03/2018)

Neben der geeigneten Matratze ist auch ein zu der Matratze passender Lattenrost wichtig. Grundsätzlich sind Lattenroste sehr langlebige Produkte, umso wichtiger, dass Sie für Ihr Bett den richtigen kaufen. Wir stellen Ihnen hier ausgewählte Lattenroste im Vergleich vor

Matratzentopper und Matratzenschoner

Schoner oder Auflagen, die über die Matratze gezogen werden, haben die Funktion eines Hygienefilters. Die Bezüge sind für so gut wie alle Modelle geeignet. Sie schützen die Matratze vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen. Topper dagegen sind Schaumstoffauflagen und nur für circa zehn Prozent aller Matratzen geeignet. Das liegt an der fehlenden Atmungsaktivität und Durchlüftung. 

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