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Empfehlenswerte Akku-, Benzin- und Elektro-Heckenscheren

Die besten Heckenscheren für den Garten  

Akku-, Benzin- und Elektro-Heckenscheren im Test

21.10.2019, 08:41 Uhr | t-online.de

Gepflegte Hecken und Büsche sind die Zierde jedes Gartens. Eine gute Heckenschere sollte deshalb zu Ihren Gartenwerkzeugen gehören. Wir erklären, für welche Gartenarbeiten sich elektrische, benzin- oder akkubetriebene Heckenscheren eignen. Außerdem erfahren Sie, welche Geräte im Test am besten abgeschnitten haben.

Es gibt Heckenscheren mit verschiedenen Antireben: Akku-Heckenscheren, solche mit kabelgebundener Stromversorgung oder Heckenscheren mit Benzinmotor. Jedes Gerät für sich hat seine Vor- und Nachteile. Wir sagen Ihnen, welche das sind und stellen verschiedene Heckenscheren vor, die in Tests gut abgeschnitten haben.

Akku-Heckenscheren – flexibles und komfortables Arbeiten ohne Kabel

Heckenscheren mit Akku haben den großen Vorteil, dass Sie unabhängig von einem Stromanschluss arbeiten können. Sie haben viel Bewegungsfreiheit, müssen nicht auf ein Kabel achten und können auch Sträucher im hinteren Teil des Gartens problemlos trimmen. Je dünner und weicher die Äste sind, desto länger reicht der Akku aus, denn das Gerät benötigt weniger Leistung. Apropos Leistung: Eine gute Akku-Heckenschere steht einer Benzin-Heckenschere diesbezüglich in nichts nach. 

Akku richtig laden – so lebt der Akku länger
Wenn Sie feststellen, dass die Leistung des Akkus nachlässt, hören Sie mit dem Schneiden auf und laden sie den Akku auf, bevor er ganz entleert ist. Wenn Sie die Heckenschere für längere Zeit nicht benutzen, laden Sie den Akku vollständig auf und bewahren Sie ihn außerhalb der Heckenschere trocken, kühl und frostfrei auf.

Worauf kommt es beim Akku an?

Damit Sie Buchsbäumchen, Thuja und Co. perfekt beschneiden können, sollten Sie bei der Wahl Ihrer Heckenschere auf einen leistungsstarken Akku und somit die Akku-Laufzeit achten. Ein wichtiger Aspekt: Zum Teil lassen sich die Akkus auch in anderen Geräten desselben Herstellers nutzen, zum Beispiel im Bohrschrauber oder Rasenmäher.

Die Stiftung Warentest rät Käufern, sich vom Händler die Kompatibilität der Akkus und Ladegeräte betätigten zu lassen. Ein weiterer Vorteil von akkubetriebene Scheren: Im Vergleich zu Benzin-Heckenscheren sind sie deutlich leiser. 

Makita Akku-Heckenschere DUH523Z

Mit ihrem 52 Zentimeter langen Sägeblatt und einem 18-Volt-Akku liefert die Makita DUH523Z Akku-Heckenschere ausreichende Power, um mittelgroße Büsche und Hecken präzise zu schneiden. Bei einem Gewicht von 3,3 Kilogramm und einem maximalen Geräuschpegel von 89 Dezibel bietet diese Heckenschere einen guten Mix aus hoher Leistung und Arbeitskomfort. Dafür bekam das Gerät im Test von Stiftung Warentest das Qualitätsurteil "Gut" (test Ausgabe 08/2017). 

Eine zu geringe Akkuladung der Heckenschere wird von einer Warnlampe angezeigt, so dass Nutzer vor Beginn des Schneidens den Akku aufladen können. Ein Lithium-Ionen-Akku und ein Ladegerät sind im Lieferumfang enthalten. Im Test hielt der Akku rund 40 Minuten durch, seine Ladezeit betrug 24 Minuten.

  • Akku: 18 V, 3,0 Ah, Lithium-Ionen
  • Akku-Laufzeit: 41 Minuten
  • Akku-Ladezeit: 24 Minuten
  • Schnittstärke: 15 Millimeter
  • Schnittlänge: 52 Zentimeter
  • Gewicht: 3,3 Kilogramm
  • beidseitig geschliffene, speziell beschichtete Messer
  • Ladezustandsanzeige, Zusatzhandgriff, Softgrip, Messer-Schutz
  • mit Ladegerät und Akku
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Bosch Akku-Heckenschere AHS50-20 LI

Auch die Akku-Heckenschere AHS50-20 LI von Hersteller Bosch wurde von der Stiftung Warentest mit "Gut" bewertet (test Ausgabe 08/2017). Mit ihrer Schnittlänge von 50 Zentimetern ist sie perfekt geeignet, um Hecken in Vorgärten oder an der Grundstücksgrenze zu schneiden.

Dank spezieller Sägezähne kürzt das Gerät Äste mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Zentimetern. Der integrierte Messerschutz ermöglicht zudem präzises Schneiden entlang Mauern und Kanten. Ein gerader und sauberer Schnitt soll durch das Anti-Blockier-System von Bosch erleichtert werden. Der Akku hat eine Laufzeit von etwa 80 Minuten und ist in einer Stunde wieder voll aufgeladen.

  • Akku: 18 V, 2.5 Ah, Lithium-Ionen
  • Akku-Ladedauer: 1 Stunde
  • Akku-Laufzeit: 80 Minuten
  • Schnittstärke: 20 Millimeter
  • Schnittlänge: 50 Zentimeter
  • Gewicht: 2,37 Kilogramm
  • Zusatzhandgriff, Softgrip
  • mit Ladegerät und Akku
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Benzin-Heckenscheren – leistungsstarke Arbeitsmaschinen für große Hecken

Wird Ihr Grundstück von großen Hecken mit starken Ästen umgrenzt und ist eine große Fläche Ihres Gartens mit Sträuchern und Hecken bedeckt, sind benzinbetriebene Heckenscheren eine gute Wahl. Im Vergleich zu Akku-Heckenscheren halten sie länger durch und können meist auch dickere Äste schneiden. Allerdings müssen Sie den für den Betrieb notwendigen Treibstoff immer vorrätig haben.

Mögliche Nachteile der Geräte sind das höhere Betriebsgeräusch sowie die Geruchsbelastung durch die Abgase. Denken Sie außerdem daran, dass der Benzinmotor regelmäßig gewartet und gepflegt werden muss, um eine lange Lebensdauer und reibungslose Funktionalität zu gewährleisten.

Stihl HS45 Benzin-Heckenschere

Die Benzin-Heckenschere von Stihl ist laut Hersteller ein Einsteiger-Gerät, das sich besonders für den Trimmschnitt von niedrigen bis brusthohen Hecken und Formsträuchern eignet. Sie hat eine Schnittlänge von 60 Zentimetern und ist unbetankt fünf Kilogramm schwer.

Gummipuffer und Stahlfedern sollen die auf die Griffe übertragenen Schwingungen auf ein Minimum reduzieren und so ein kräfteschonendes Arbeiten ermöglichen. Beim längeren Arbeiten mit der Heckenschere ist ein Gehörschutz ratsam, denn das Gerät hat einen Schallleistungspegel von 107 Dezibel. Auch auf die Nachbarn sollte man Rücksicht nehmen.

  • Leistung:0,75 kW, 1 PS, 27.2 cm³
  • Schnittlänge: 60 Zentimeter
  • Schallleistungspegel: 107 dB(A)
  • Gewicht: 5 Kilogramm
  • Zusatzhandgriff
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Einhell Benzin-Heckenschere GE-PH 2555A

Auch die Einhell GE-PH 2555A Benzin-Heckenschere ist dank ihres moderaten Preises ein Einsteigermodell und gut geeignet, um mit einer Schnittlänge von 55 Zentimetern und einem Zahnabstand von 2,8 Zentimetern auch größere Hecken zuverlässig zu beschneiden.

Hersteller Einhell hat den Motor mit einem Quick-Start-System und Auto-Choke versehen, so dass er selbst nach einer längeren Betriebspause mühelose zu starten sein soll. Dank drehbarem Handgriff sind vertikale und horizontale Schnitte perfekt möglich. Zudem soll ein Anti-Vibrations-System für sicheres und ermüdungsfreies Arbeiten sorgen. Der Tankinhalt beträgt 0,33 Liter und die Einfüllöffnung ist groß genug, um Benzin komfortabel nachzufüllen.

  • Leistung 850 W, 1,16 PS, 24,5 cm³, 2-Takt-Motor
  • Kraftstoff: Benzin (bleifrei); E10-tauglich
  • Benzintankinhalt: 0,33 l
  • Schnitte pro Minute: 1900
  • Schnittlänge: 45 Zentimeter
  • Gewicht: 5,45 Kilogramm
  • Anti-Vibrations-System, von -90° bis +90° drehbarer Handgriff
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Elektrische Heckenscheren mit Stromkabel – preisgünstige Geräte für kleinere Büsche

Wer nur gelegentlich kleinere Hecken pflegen muss, findet mit elektrischen Heckenscheren eine sehr preiswerte Lösung. Ein großer Vorteil der strombetriebenen Geräte besteht im geringen Betriebsgeräusch. Darüber hinaus sind Kabel-Heckenscheren dank fehlendem Akku oder Benzintank deutlich leichter. Dadurch wird das Arbeiten einfacher und komfortabler.

Gibt es auf Ihrem Grundstück dank Verlängerungskabeln oder vorhandenen Stromanschlüssen im Garten ausreichend Möglichkeiten, um die elektrische Heckenschere anzuschließen, sind die folgenden Modelle empfehlenswert.

Einhell Elektro-Heckenschere GH-EH 4245

Mit einer Leistung von 420 Watt und einer Schnittlänge von 45 Zentimetern ist die Einhell GH-EH 4245 eine sehr praktische Lösung zum Heckenschneiden. Dank Handschutz, mechanischem Messertop und Messerabdeckung aus Aluminium arbeiten Sie mit diesem Gartengerät sehr sicher. Das Leichtgewicht mit nur 2,5 Kilogramm lässt sich zudem sehr einfach handhaben.

Im Test von "Selbst ist der Mann" erhielt die Einhell GH-EH 4245 das Urteil "sehr gut" (10/2013). Sie überzeugte vor allem bei kleinen oder mittelgroßen Gewächsen und durch ihr geringes Gewicht.

  • Schnittlänge: 45 Zentimeter
  • Schwertlänge: 51 Zentimeter
  • gegenläufige, beidseitig schneidende Messer
  • Gewicht: 2,5 Kilogramm
  • Leistung: 420 Watt
  • Kabelzugentlastung, Zusatzhandgriff, Softgrip
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Bosch Heckenschere AHS 45-16

Wenn Sie gelegentlich junge und mittelgroße Buchs- oder Thuja-Hecken schneiden und dafür kein langes Sägeblatt benötigen, ist die "Bosch AHS 45-16" eine gute Empfehlung. Mit einer Schnittlänge von 45 Zentimetern und einem Messerabstand von 1,6 Zentimetern liefert der 420-Watt-Elektromotor ausreichend Leistung, um kleine Hecken bis zu einem Meter Höhe sauber und zügig zu beschneiden. Mit nur 2,6 Kilogramm ermöglicht diese Heckenschere ein komfortables und längeres Arbeiten.

Im Test von "eGarden" (09/2015) bewältigte das Bosch-Gerät junge und mittelgroße Hecken mit dünneren Ästen sehr gut. Bei dickeren und härteren Ästen komme das Gerät aber irgendwann an seine Grenzen, so die Tester.

  • Schnittstärke: 16 Millimeter
  • Schnittlänge: 45 Zentimeter
  • Gewicht: 2,6 Kilogramm
  • Leistung: 420 Watt
  • Zusatzhandgriff, Kabelzugentlastung, Softgrip, Messer-Abdeckung
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Heckenschere kaufen: Schnittstärke, Schnittlänge, Schwertlänge

Heckenscheren gibt es von vielen Herstellern und in unterschiedlichen Ausführungen. Unabhängig von der Antriebsart – mit Akku, Stromkabel oder Benzinmotor – kommt es bei Heckenscheren vor allem auf Begriffe wie Schnittstärke, Schnittlänge oder Messer an. Wir erklären, worauf Sie beim Kauf eines passenden Geräts achten müssen:

  • Schwertlänge: Je länger das Schwert einer Heckenschere, desto mehr Hecke kann auf einmal geschnitten werden. Aber ein längeres Schwert macht die Heckenschere auch schwerer und braucht mehr Leistung. Ist Ihre Hecke nur von einer Seite zu erreichen und sehr tief, ist ein längeres Schwert zu empfehlen, damit Sie auch die hinteren Zweige der Hecke erreichen. Ist die Hecke verwinkelt und/oder muss sie von einer Leiter aus geschnitten werden, sollten Sie lieber ein Modell mit kürzerem Schwert wählen. Allerdings führt ein kürzeres Schwert eher zu ungleichmäßigen Schnitten.
  • Schnittlänge: Die Schnittlänge ist immer etwas kleiner als die Schwertlänge, da nicht das komplette Schwert zum Schneiden benutzt werden kann. Oft wird statt der Schwertlänge lediglich die Schnittlänge angegeben.
  • Schnittstärke: Die Schnittstärke bezeichnet den Abstand der Messer zueinander. Je weiter die Messer auseinanderliegen, umso dickere Äste kann das Gerät schneiden. Für die meisten Hecken reicht eine Schnittstärke von 18 Millimetern aus. Akku-Heckenscheren erreichen selten eine Schnittstärke von mehr als 20 Millimetern.
  • Messer: Es gibt Heckenscheren mit einfach gegenläufigen Messern und doppelt gegenläufigen Messern. Bei einer Heckenschere mit einfach gegenläufigen Messern bewegt sich nur ein Messer zum Schneiden, das andere ist fest. Bei doppelt gegenläufigen Messern bewegen sich beide Messer gegeneinander, was für einen qualitativ besseren Schnitt sorgt.

Wann muss man eine Hecke schneiden?

Damit eine Hecke gleichmäßig und dicht wächst, wird sie idealerweise Mitte bis Ende Februar auf die gewünschte Höhe und Breite zurückgeschnitten. Um den Johannistag herum (24. Juni) erfolgt ein zweiter, schwacher Formschnitt, bei dem die neuen Triebe auf ein Drittel ihrer Länge gekürzt werden. Der Johannistag ist ein guter Zeitpunkt, weil die Pflanzen dann ihre Hauptwachstumsphase beendet haben und der Heckenschnitt somit lange erhalten bleibt.

Hecken aus Forsythien oder anderen Frühjahrsblühern werden nicht im Februar geschnitten, sondern erst nach ihrer Blüte. Ein radikaler Verjüngungsschnitt sollte bei Hecken höchsten alle zwei bis drei Jahre erfolgen. 

Bei welchem Wetter kann man eine Hecke schneiden?

Wer im Winter zur Schere greift, sollte es an einem frostfreien und sonnigen Tag tun. Ein Schnitt bei Minusgraden kann den Pflanzen schaden, da die Schnittwunden nur sehr schlecht verheilen. Außerdem können die Äste bei Frost leicht abbrechen.

Im Sommer sollte man einen Tag mit bedecktem Himmel zum Schneiden aussuchen. Werden die Büsche bei Sonnenschein und großer Hitze gestutzt, können die Blattspitzen oder Nadeln austrocknen und braun und unansehnlich werden. Ungünstig sind auch Schnitte bei lang anhaltendem Regen, da Feuchtigkeit den Befall von Pilzen und Schädlingen fördert.

In welchem Zeitraum dürfen Hecken geschnitten werden?

Hecken dürfen in Deutschland nur zwischen Oktober und Februar radikal zurückgeschnitten oder gerodet werden. So regelt es das Bundesnaturschutzgesetz, um brütende Vögel zu schützen. Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden kann.

Von Mai bis September sind nur Formschnitte erlaubt, bei denen neue Triebe gestutzt werden. Aus Rücksicht auf die Vogelbrut sollten Gartenbesitzer aber bis Ende Juli auch darauf verzichten. Denn die Jungen von Amseln, Grünfinken und Zaunkönigen werden durch den Schnitt gestört. Außerdem finden Greifvögel die Nester mit den jungen Tieren einfacher, wenn schützende Zweige fehlen, warnt der Naturschutzbund (NABU).

Übrigens: Für Ordnung im Gartenschuppen kann ein Gartengerätehalter sorgen. Dort können Sie Ihre Heckenschere platzsparend aufhängen.

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