Sie sind hier: Home > Hobby und Freizeit >

Nachtsichtgeräte für Hobby und Freizeit: Fünf Modelle im Vergleich

Tipps zum Kauf  

Nachtsichtgeräte für Hobby und Freizeit

Von Adrian Smiatek

23.01.2019, 14:15 Uhr
Nachtsichtgeräte für Hobby und Freizeit: Fünf Modelle im Vergleich.  (Quelle: Hersteller)

(Quelle: Hersteller)

Sie wollten schon immer mal wissen, was in der Nacht in ihrem Garten passiert oder gehen gern im Dunkeln wandern? Dann ist ein Nachtsichtgerät eine Überlegung wert. t-online.de hat verschiedene Modelle herausgesucht und nach den Stärken und Schwächen geschaut.

Auf was Sie beim Kauf achten müssen

Nachtsichtgeräte werden in die Generationen 0 bis 4 eingegliedert, die unter anderem die Höhe der Lichtverstärkung angibt. Generation 0 ist veraltet und Generation 4 nicht im Handel erhältlich, denn sie ist Polizei und Militär vorbehalten. Eine weitere Unterscheidung ist die zwischen passiven Nachtsichtgeräten, die das vorhandene Restlicht verstärken und aktiven Geräten, die mit Infrarot „Licht“ ins Dunkle bringen.

Beim Kauf sollten Sie auf mehrere Eigenschaften achten. Neben der potenziellen Sichtweite bei totaler Dunkelheit ist auch die Vergrößerung entscheidend. Zu hohe Vergrößerungsraten machen das Bild eher unscharf. Je größer dann der Objektivdurchmesser ist, desto mehr Licht wird eingefangen und das Bild wird schärfer. Geräte, die auf dem Kopf getragen werden, sollten überhaupt nicht vergrößern. 

Lassen Sie auch das Gewicht nicht aus den Augen. Ist das Gerät zu schwer wird eine mehrstündige nächtliche Entdeckungstour schnell unangenehm. Die Herstellerangaben der Sichtweite sind meist zu hoch angesetzt. Beachten Sie, dass schon kleinste Wetterveränderungen erheblichen Einfluss auf die Sichtweite haben.

t-online.de hat sich sowohl aktive als auch passive der ersten Generation angeschaut. Die Geräte in höheren Generationen kosten mehrere tausend Euro oder werden gar nicht frei verkauft.

National Geographic Nachtsichtgerät – das Einsteiger-Modell

Das unter der Marke „National Geographic“ verkaufte Nachtsichtgerät kommt aus dem renommierten Hause Bresser. Es ist sehr kompakt und besonders leicht sowie mit einem LCD-Display ausgestattet. Die Seite "Ferngläsertest.de" hebt die einfache Handhabung des Gerätes hervor. Außerdem verfügt das Nachtsichtgerät über eine Aufnahme-Funktion. Somit bleiben die Sichtungen nicht nur den Entdeckern vorbehalten, sondern können im Nachhinein mit anderen geteilt werden.

Negativ fiel den Testern das kleine Display auf, was wohl auch dem niedrigen Preis geschuldet ist. Mehrere Käufer bemängeln auch die schlechte Infrarot-Lampe, wodurch bei völliger Dunkelheit Objekte nur schlecht erkannt werden können. Die Tester von "Ferngläsertest.de" konnten ohne IR-Lampe bis zu 15 Metern weit schauen. Mit Infrarot-Verstärkung sahen die Tester Objekte noch in bis zu 30 Metern Entfernung „in einem akzeptablen Bereich.“ Letztendlich ist das National Geographic Nachtsichtgerät ein reines Einstiegsgerät und bietet sich überwiegend für das spielerische Erkunden der Nacht an.

  • Art: aktiv/passiv
  • Reichweite bei totaler Dunkelheit: bis 50 m
  • Vergrößerung: 3×
  • Objektivdurchmesser: keine Angaben
  • Gewicht: 116 g
ANZEIGE

Yukon Goggles 1×24 – das Profi-Modell

Mit dem Nachtsichtgerät Yukon Goggles 1×24 sehen Sie fast aus wie ein echter Spion und können Ihre Umgebung auch weit überblicken. Dieses Gerät ist ein sogenanntes binokulares Nachtsichtgerät, das heißt, Sie können wie bei einem Fernglas mit beiden Augen auf einmal durchschauen. Durch eine mitgelieferte Kopfhalterung können Sie das Nachtsichtgerät außerdem direkt vor ihren Augen platzieren und haben beide Hände frei. Yukon ist ebenfalls eine Marke von Bresser.

Käufer berichten durchweg von guten bis sehr guten Sichtweiten, wobei alles unterhalb eines Meters nicht scharf gesehen werden kann. Vor zu viel Wasser sollten Sie sich auch in Acht nehmen – das Gerät ist nur spritzwassergeschützt. Für Nachtsichtgeräte der Generation 1 liegen die Yukon Goggles klar im oberen Preissegment.

  • Art: aktiv/passiv
  • Reichweite bei totaler Dunkelheit: bis zu 150 m
  • Vergrößerung: 1×
  • Objektivdurchmesser: 24 mm
  • Gewicht: 800 g
ANZEIGE

Northpoint NV4×50 Vivid – der Preis-Leistungs-Sieger

Das Nothpoint NV4×50 Vivid ist um Weiten billiger und trotzdem mit einem deutlich größeren Objektiv ausgestattet. Das Portal "sport-und-abenteuer.de" hebt die damit einhergehende große Restlichtverstärkung hervor. Schalten Sie den verbauten Infrarot-Aufheller ein, dann können Sie auch bei totaler Finsternis weite Entfernungen gut erkennen. Mehrere Käufer berichten, dass das Gerät die Herstellerangaben zur Sichtweite jedoch nur zur Hälfte einhält. Das Bild sei dafür sehr scharf.

Viele Käufer bewerten insbesondere den ergonomischen Griff des Monokulares positiv. Selbst nach langer Zeit liegt es nicht unbequem in der Hand. Für Hobby-Entdecker spricht "sport-und-abenteuer.de" eine klare Kaufempfehlung mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis aus. Im Lieferumfang sind neben dem Nachtsichtgerät Objektivschutz, Putztuch sowie Batterien beigelegt. 

  • Art: aktiv/passiv
  • Reichweite bei totaler Dunkelheit: bis zu 200 m
  • Vergrößerung: 4×
  • Objektivdurchmesser: 50 mm
  • Gewicht: 600 g
ANZEIGE

Yukon NV 5×60 – besonders scharfes Bild

Das Nachtsichtgerät NV5×60 von Yukon ist dank des größeren Objektivs noch schärfer. Durch das 60-mm-Objektiv sehen Sie selbst bei der fünffachen Vergrößerung noch scharf. Ähnlich wie bei den anderen Nachtsichtgeräten ist die Sichtweite bei totaler Dunkelheit vom Hersteller zu hoch angesetzt. Mehrere Käufer berichten von einer scharfen Sicht bis etwa 100 Meter. Die Seite "Ferngläsertest.de" halbiert die Reichweite mit Infrarot-Scheinwerfer nochmal auf 50 Meter. Mit dem Restlichtverstärker erzielten die Tester jedoch eine Sichtweite von bis zu 300 Metern.

Im mittleren Preissegment angesiedelt glänzt die Yukon NV 5×60 mit sehr hoher Auflösung. Einige Käufer bemängeln, dass sich selbst beim sanftesten Ablegen des Gerätes sowohl Dioptrien- als auch Zoomeinstellungen verstellen. Bei jedem Gebrauch müssen diese dann neu eingestellt werden.

  • Art: aktiv/passiv
  • Reichweite bei totaler Dunkelheit: bis zu 180 m
  • Vergrößerung: 5×
  • Objektivdurchmesser: 60 mm
  • Gewicht: 660 g
ANZEIGE

Bestguarder 6×50 – für Nachtsichtvideos

Das Bestguarder Nachtsichtgerät 6×50 ist besonders für Nutzer geeignet, die ihre Entdeckungen teilen möchten. Sie können sowohl fotografieren als auch filmen. Fotos werden in Full HD aufgenommen, Videos jedoch nur in HD-Auflösung (1280×720 Pixel) aufgelöst. Die Käufer des Nachtsichtgerätes berichten durchweg von sehr guten Sichtweiten und das für gemäßigte Anschaffungskosten. Im Gegensatz zu den anderen Nachtsichtgeräten funktioniert dieses Modell ausschließlich mit Infrarot, also nur aktiv nicht passiv. Restlicht wird nicht verstärkt. Das hat den Vorteil, dass Sie das Nachtsichtgerät selbst am Tag als digitales Fernrohr in Farbe nutzen können. In der Nacht bleibt alles jenseits des Infrarot-Lichtes jedoch dunkel.

Einige Käufer berichten auch, dass das Display im Okular zu hell ist und im Auge blendet. Da die Infrarot-Lampe permanent eingeschaltet sein muss, geht auch die Batterie schnell zur Neige. Dafür können Sie per microUSB ohne Probleme einen externen Akku, beispielsweise eine Powerbank anschließen.

  • Art: nur aktiv
  • Reichweite bei totaler Dunkelheit: bis zu 350 m
  • Vergrößerung: 6×
  • Objektivdurchmesser: 50 mm
  • Gewicht: 600 g
ANZEIGE

Für die Produkte, die über diese Seite verkauft werden, erhält t-online.de eine Provision vom Händler. Für Sie als Käufer entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal