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Deutsche Konzerne überführen Gewinne aus Russland nach Deutschland


Mit Sondererlaubnis des Kreml
Deutsche Konzerne überführen Gewinne aus Russland nach Deutschland

Von t-online
Aktualisiert am 21.07.2023Lesedauer: 2 Min.
Metro-Supermarkt in Russland (Archivbild): Der Gewinn der Kette brach in Russland im vergangen Jahr deutlich ein.Vergrößern des BildesMetro-Supermarkt in Russland (Archivbild): Der Gewinn der Kette brach in Russland im vergangen Jahr deutlich ein. (Quelle: Pond5/imago images)
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Metro und Globus machen noch immer Gewinne in Russland. Mit Sondererlaubnis des Kremls dürfen nun Teile der Gelder nach Deutschland überwiesen werden.

Das Wichtigste im Überblick


Die deutschen Großkonzerne Metro und Globus sind trotz des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine noch immer in Russland aktiv – und führen nun ein Teil ihrer Gewinne aus dem Land nach Deutschland ab. Das berichtet die "Lebensmittelzeitung". Die Handelsunternehmen haben dafür Sondergenehmigungen des russischen Finanzministeriums erhalten, wie sie der Zeitung bestätigten.

Demnach habe Metro mitgeteilt, Gelder des russischen Tochterunternehmens "auf rechtskonforme Weise durch Dividendenzahlungen" zu transferieren. Bis zu 50 Prozent des Gewinns dürfen Konzerne mit entsprechender Erlaubnis in vom Kreml als "unfreundlich" eingestufte Staaten überweisen. Diese Genehmigungen seien jedoch selten, berichtet die "Lebensmittelzeitung". Ohne sind jedoch nur Transfers von bis zu zehn Millionen Rubel (rund 98.000 Euro) pro Monat, also 120 Millionen Rubel pro Jahr gestattet.

Gewinn von Metro brach ein

Globus erzielte 2022 in Russland ein Ergebnis von 4,1 Milliarden Rubel (Ende 2022 umgerechnet rund 52 Millionen Euro). Im Vorjahr waren es noch rund 4,22 Milliarden Rubel. Bei Metro wurden im vergangenen Jahr 8,8 Milliarden Rubel verzeichnet (rund 112 Millionen Euro), hier brachen die Zahlen deutlicher ein: 2021 waren es noch 14,3 Milliarden Rubel gewesen.

Um die erforderlichen Genehmigungen für die Gewinntransfers zu erhalten, müssen beide Unternehmen bestimmte Leistungskriterien erfüllen, heißt es in dem Bericht weiter. So wolle Moskau sicherstellen, den Großteil der Wirtschaftsleistung im eigenen Land zu halten.

Zudem müssen demnach beide Unternehmen zusichern, auch weiterhin in Russland aktiv bleiben zu wollen. Die Konzerne berufen sich bislang auf ihre Verantwortung für die Mitarbeiter vor Ort und ihren Versorgungsauftrag für die russische Bevölkerung. Für diesen Fall würden auch die EU-Sanktionen nicht gelten, stellte Globus bereits im vergangenen Jahr klar.

Verwendete Quellen
  • lebensmittelzeitung.net: "Metro und Globus ziehen Gelder aus Russland ab" (Bezahlangebot)
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