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Prozesswelle in den USA: Milliardenklagen drohen – Rückschlag für Bayer


Deutscher Konzern vor Gericht
Milliardenklagen drohen – Rückschlag für Bayer

Von t-online, cc

06.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Dem Bayer-Konzern drohen in den USA Klagen in Milliardenhöhe (Archivbild).Vergrößern des BildesDem Bayer-Konzern drohen in den USA Klagen in Milliardenhöhe (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)
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Wegen eines Unkrautvernichtungsmittels steht der deutsche Pharmariese Bayer in den USA vor Gericht. Nun hat der Konzern dort eine weitere Niederlage erlitten.

Der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Bayer steht in den USA seit einiger Zeit wegen des Unkrautvernichtungsmittels Roundup vor Gericht. Das Mittel, das den Wirkstoff Glyphosat enthält, steht im Verdacht krebserregend zu sein. Bayer sieht sich daher zahlreichen Klagen von Verbrauchern ausgesetzt.

Nun hat ein weiteres US-Gericht entschieden, dass diese Klagen zulässig sind. Das 11. Berufungsgericht in Atlanta entschied am Montag, dass Bayer nicht vor den Klagen im Zusammenhang mit Glyphosat geschützt ist. In dem spezifischen Fall hatte ein Arzt aus Georgia das deutsche Unternehmen verklagt; der Mann behauptet, dass das Mittel bei ihm Krebs ausgelöst habe.

Bayer bestreitet die krebserregende Wirkung von Glyphosat und stützt sich dabei auf die Untersuchungen zahlreicher Behörden. Lediglich die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO bewertete den Wirkstoff 2015 als "wahrscheinlich krebserregend".

Konzern nahm Risiken durch Monsanto in Kauf

Der Konzern hatte sich von der Entscheidung des Berufungsgerichts in Atlanta eine Signalwirkung auch für einen Prozess am Obersten Gerichtshof der USA erhofft. Bayer hofft, dass ein positives Urteil des Supreme Courts seine Haftung im Zusammenhang mit Roundup landesweit begrenzen könnte.

Die Entscheidung in Atlanta ist der jüngste Rückschlag bei den Bemühungen des Unternehmens, Tausende ähnlicher Klagen abzuwehren, die möglicherweise Schadensersatz in Milliardenhöhe bedeuten. Mehrere andere Berufungsgerichte waren zuvor in ähnlichen Verfahren zu demselben Ergebnis gekommen.

Dennoch versicherte der Konzern, man stehe "weiterhin voll und ganz hinter seinen Roundup-Produkten". Die Klagen gegen Bayer waren überhaupt erst zustande gekommen, nachdem die damalige Führung des Konzerns im Jahr 2018 den Glyphosat-Entwickler Monsanto für 60 Milliarden Dollar übernommen hatte.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters
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