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GDL-Chef Weselsky weist Kritik an "Denkfehler"-Äußerung zurück


GDL-Streik bei der Bahn
Weselsky weist Kritik an "Denkfehler"-Äußerung zurück

Von dpa
07.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Claus Weselsky (Archivbild): Er räumte einen Denkfehler ein/Vergrößern des BildesClaus Weselsky, GDL-Chef (Archivbild): Kritik an seiner Darstellung weist er zurück. (Quelle: Mauersberger/imago-images-bilder)
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GDL-Chef Claus Weselsky hat sich in seinen eigenen Äußerungen zum Kompromissvorschlag nach den Tarifgesprächen verstrickt. Kritik daran weist er zurück.

Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL hat Kritik an seiner falschen Darstellung der Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn zurückgewiesen. Er habe nie gelogen, sagte Weselsky im Deutschlandfunk. Bei der Ankündigung des laufenden Streiks hatte der Gewerkschaftschef einen vorliegenden Kompromissvorschlag als ungünstiger für die GDL dargestellt als er tatsächlich war. Weselsky sprach später von einem "Denkfehler", dann von einem "Versprecher".

Hintergrund für die Kritik sind Schilderungen Weselskys über einen Kompromissvorschlag in den Tarifverhandlungen. Dieser sah eine Senkung der Wochenarbeitszeit in zwei Schritten auf 36 Stunden bis 2028 bei vollem Lohnausgleich vor. Die Bahn hatte den Vorschlag angenommen. Die GDL lehnte jedoch ab. Die Gespräche scheiterten deshalb vergangene Woche, und die Gewerkschaft rief zum nun laufenden Streik auf.

Weselsky: Da "hatten wir keinen Denkfehler"

Weselsky stellte den Vorschlag der Vermittler bei einer Pressekonferenz am Montag anders dar: Diese hätten eine Absenkung auf lediglich 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich ins Spiel gebracht. Eine weitere halbe Stunde Reduzierung wäre lediglich optional und mit finanziellen Einbußen für die Beschäftigten verbunden gewesen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Am Donnerstag sagte Weselsky: "Als wir das Papier insgesamt abgelehnt haben, hatten wir keinen Denkfehler." Man müsse den Kompromissvorschlag insgesamt lesen. Er enthalte eine ganze Reihe von Punkten, die für die GDL nicht annehmbar seien. Der Gewerkschaftschef nannte etwa eine Laufzeit des Tarifvertrags von 30 Monaten, den Wegfall tariflicher Wahlmodelle und Flexibilisierungen bei Lokführern im Güterverkehr. Zudem habe Bahn-Personalvorstand Martin Seiler in den weiteren Verhandlungen die zweistündige Arbeitszeitsenkung nicht wieder angeboten.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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