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Telekom-Partner Soli Infratechnik ist insolvent – 700 Mitarbeiter betroffen


Glasfaserausbau
Telekom-Partner Soli Infratechnik ist insolvent

Von t-online, mak

09.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Glasfaser-Ausbau nimmt Fahrt aufVergrößern des BildesGlasfaserkabel liegen auf einer Baustelle (Symbolbild): Ein Telekom-Partner ist insolvent. (Quelle: Sina Schuldt/dpa/dpa-bilder)
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Gestiegene Preise und Lieferprobleme zwingen das Glasfaser-Unternehmen Soli Infratechnik in die Insolvenz. Rund 700 Mitarbeiter sind betroffen.

Das Glasfaser-Unternehmen Soli Infratechnik mit Sitz in Isernhagen ist insolvent. Bereits Ende Mai hatte das Amtsgericht Hannover eine vorläufige Insolvenz angeordnet sowie einen vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt, wie aus öffentlichen Unterlagen hervorgeht. Bei diesem Verfahren geht es darum, eine vorhandene Insolvenzmasse sowie die Chance auf eine Sanierung des Unternehmens zu sichern. Zuvor hatte das Portal "LokalPlus" berichtet.

Soli Infratechnik gehört zu den führenden deutschen Unternehmen im Glasfasergeschäft. An zwölf Standorten in Deutschland sind mehr als 700 Mitarbeiter beschäftigt. Zu den größten Auftraggebern gehören die Deutsche Telekom, Deutsche Glasfaser und Deutsche Giganetz.

2023 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 135,5 Mio. Euro. In den vergangenen Jahren ist die Firma stark gewachsen – der Umsatz verdoppelte sich seit 2020.

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Lieferprobleme verzögerten Projekte

Auslöser für die jetzige Krise ist, dass bereits beauftragte Projekte nicht fertiggestellt wurden – nicht zuletzt wegen erheblicher Lieferkettenprobleme, wie es in einer Mitteilung heißt. Auch die deutlichen gestiegenen Materialpreise und Löhne trugen demnach zur Krise bei. Bereits seit Sommer des vergangenen Jahres wurde laut Mitteilung versucht, die Firma zu sanieren, was aber nicht geglückt ist. Der Antrag auf Insolvenz konnte daher nicht vermieden werden.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter ist Silvio Höfer eingesetzt worden. Dieser führt aktuell Gespräche mit Auftraggebern und Geschäftspartnern. Die Gehälter der Beschäftigten sind derweil durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert, wie es weiter heißt.

"Unsere erste Aufgabe ist die Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebs", teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Silvio Höfer mit. "In einem nächsten Schritt geht es nun um die Erarbeitung einer tragfähigen Finanzierungslösung für die Soli Infratechnik. Wir werden daher auch das Gespräch mit möglichen Investoren suchen."

Das Nachrichtenportal t-online gehört nicht zur Deutschen Telekom, sondern ist seit 2015 Teil des Medienkonzerns Ströer.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • insolvenzbekanntmachungen.de
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