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Österreich: Mozartkugel-Hersteller Salzburg Schokolade schließt


Trotz Rettungsversuchs
Mozartkugel-Hersteller muss schließen

Von t-online, sic

Aktualisiert am 11.06.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 0365070812Vergrößern des BildesMozartkugeln von Mirabell (Symbolbild): Der Hersteller Salzburg Schokolade muss trotz eines Rettungsversuchs schließen. (Quelle: IMAGO/Manfred Segerer/imago)
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Mozartkugeln sind ein österreichischer Exportschlager. Ein Hersteller ist Salzburg Schokolade. Lange war das Unternehmen angeschlagen, jetzt muss es aufgeben.

Der österreichische Süßwarenhersteller Salzburg Schokolade muss schließen. Trotz einer eingeleiteten Rettungsaktion nach einem Insolvenzverfahren stehe nun fest, dass die Firma nicht mehr zu retten sei, berichten die "Salzburger Nachrichten".

Dem Bericht zufolge sind 65 Mitarbeiter von der Schließung betroffen. Konkret muss das Werk in Grödig südlich von Salzburg die Produktion zum Jahresende einstellen. Dort wird unter anderem die "Echte Salzburger Mozartkugel" von Mirabell hergestellt. Salzburg Schokolade besteht bereits seit 1897.

Der Hersteller hatte im November 2021 Insolvenz angemeldet, im Februar 2022 übernahm dann die Gruppe Kex Confectionary aus Rumänien. Doch trotz guter Reputation für vergangene Rettungsaktionen der Gruppe blieb der Versuch erfolglos. Bereits im Dezember 2022 wurde ein Teil der Produktion stillgelegt und 25 Mitarbeiter entlassen. Stark gestiegene Kosten für Rohstoffe, Verpackungsmaterialien, Transport und Energie führte das Unternehmen als Gründe auf. Mehr zur Insolvenz lesen Sie hier.

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Preise für Kakao explodieren

Die weiter hohen Rohstoffpreise führen nun wohl zum endgültigen Aus von Salzburg Schokolade. Auf dem Weltmarkt ist besonders beim Kakao die Situation schwierig. Durch Monokulturen, Pilzkrankheiten, zu viel oder zu wenig Regen in den Anbaugebieten hat sich das Angebot verringert, gleichzeitig sind die Preise an der Kakao-Börse explodiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

60 Prozent der weltweiten Kakaoproduktion entfallen auf die Elfenbeinküste und Ghana. Der Klimawandel beeinträchtigt den Anbau erheblich. Häufigere Extremwettereignisse, wie lange Dürreperioden, Starkregen und Überflutungen, haben der Umweltorganisation WWF zufolge der Qualität des Kakaos geschadet, Erträge reduziert oder Ernten völlig zerstört.

Die Einfuhrpreise für Kakaobohnen und Kakaobohnenbruch übertrafen im Januar 2024 das Niveau des Vorjahresmonates um 73,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt im März mitteilte. Der Import von Kakaomasse und Kakaobutter war in dem Monat demnach um 49,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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