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Sabine Lautenschläger soll Jörg Asmussen als EZB-Direktor beerben

Finanzmarktexpertin  

Sabine Lautenschläger soll EZB-Direktorin werden

17.12.2013, 11:29 Uhr | dpa-AFX, rtr, t-online.de

Sabine Lautenschläger soll Jörg Asmussen als EZB-Direktor beerben. Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger hat offenbar beste Chancen, Jörg Asmussen in der EZB nachzufolgen (Quelle: dpa)

Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger gehört ab dem 27. Januar zur Führungsriege der EZB (Quelle: dpa)

Es hatte sich bereits abgezeichnet, nun ist es offiziell: Die Bundesregierung wird Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger als Nachfolgerin von EZB-Direktor Jörg Asmussen vorschlagen. Dies verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen in Berlin.

Im Gespräch waren am Vortag außerdem die BaFin-Chefin Elke König und die Leiterin des Wirtschaftsforschungsinstituts Halle, Claudia Buch.

Wolfgang Schäuble lobt Sabine Lautenschläger

Wolfgang Schäuble sagte über die 49-jährige Juristin Lautenschläger: "Es geht bei der EZB jetzt auch darum, die Aufgabe der Bankenaufsicht neu aufzubauen und da hat sie ganz große Erfahrungen."

Die ausgewiesene Finanzmarktexpertin, die sich selbst als "fröhlichen Genussmenschen" beschreibt, weist mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Bankenkontrolle vor. Die Mutter einer inzwischen erwachsenen Tochter, startete 1995 direkt nach ihrem zweiten juristischen Staatsexamen als Referentin in der Bankenaufsicht beim damaligen Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen.

Misstrauisch, aber optimistisch

"Misstrauen gehört zu einem guten Bankenaufseher. Trotzdem kann man im Grundsatz optimistisch und höflich sein", beschrieb sie kürzlich in einem "FAZ"-Interview ihre Arbeitseinstellung.

Ab 2005 leitete die gebürtige Stuttgarterin die Abteilung Aufsicht über Großbanken und ausgewählte Kreditbanken bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bundesfinanzaufsicht (Bafin), im April 2008 wurde sie oberste Bankenaufseherin bei der Bonner Behörde. 2011 zog sie als erste Frau in den Bundesbank-Vorstand ein, zuständig unter anderem für Banken und Finanzaufsicht.

Bisher drei Deutsche in der EZB-Führungsriege

Im sechsköpfigen Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) waren bislang drei Deutsche vertreten. Otmar Issing war vom 1. Juni 1998 bis Ende Mai 2006 Chefvolkswirt, ihn löste der Ex-Bundesbank-Vize Jürgen Stark ab. Aus Protest gegen die Staatsanleihenkäufe der EZB und die Entwicklung der Währungsunion trat er unter großem Aufsehen zum 31. Dezember 2011 zurück

Jörg Asmussen gehört seit dem 1. Januar 2012 zum Führungszirkel der EZB. Eigentlich sollte seine Amtszeit bis 31. Dezember 2013 laufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte ihn als nächsten EZB-Chefvolkswirt, was aber Frankreich blockierte.

Nun wechselt der Finanzprofi mit SPD-Parteibuch als Staatssekretär in das Bundesarbeitsministerium, das künftig Andrea Nahles (SPD) leitet. Wie tagesschau.de unter Berufung auf EZB-Kreise meldete, spielten bei Asmussens Wechsel vor allem private Gründe eine Rolle.

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