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Nobelpreis für Wirtschaft für zwei Ökonomen gegen den Klimawandel


Entscheidung in Stockholm  

Nobelpreis für zwei Ökonomen gegen den Klimawandel

08.10.2018, 13:32 Uhr | dpa

US-Volkswirte Romer und Nordhaus erhalten Nobelpreis für Wirtschaft
Forschung zu Wirtschaft und Klimawandel

Der Nobelpreis im Fach Wirtschaftswissenschaften wird seit Ende der 60er-Jahre verliehen. Er wird von der schwedischen Notenbank gestiftet und ist mit umgerechnet etwa 900.000 Euro dotiert. (Quelle: Reuters)

Nobelpreisträger verkündet: Forscher zum Thema "Wirtschaft und Klimawandel" verkündet. (Quelle: Reuters)


Das Nobelkomitee in Stockholm hat die Preisträger im Bereich Wirtschaftswissenschaften verkündet. Geehrt werden zwei US-Amerikaner, die zum Thema Wirtschaft und Klimawandel arbeiten.

Der diesjährige Wirtschafts-Nobelpreis geht an die beiden US-Ökonomen William D. Nordhaus und Paul M. Romer. Sie werden zusammen für ihre Arbeiten rund um Klimawandel und technologische Innovationen ausgezeichnet. Dies gab die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm bekannt.

Die Forschung der Amerikaner habe erheblich zu einem besseren Verständnis von nachhaltigem Wirtschaftswachstum im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dem technischen Fortschritt beigetragen, begründete die Akademie ihre Entscheidung. Beide Wissenschaftler lehren an bekannten US-Universitäten. Der 1941 geborene Nordhaus ist Professor an der Yale University, Romer (62) arbeitet an der Stern School of Business der New York University.

Experte für Umwelt- und Klimaökonomie

Vor allem Nordhaus hat sich als Experte für Umwelt- und Klimaökonomie einen Namen gemacht. Dabei geht es etwa um die Frage, wie sich wirtschaftliches Wachstum mit einem möglichst effizienten und schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen kombinieren lässt.

William D. Nordhaus: Der frisch gekürte Nobelpreisträger ist Professor an der Yale University. (Quelle: Reuters)William D. Nordhaus: Der frisch gekürte Nobelpreisträger ist Professor an der Yale University. (Quelle: Reuters)

Auch die Verbindungen zwischen Wirtschaft und Klima spielen eine große Rolle – Nordhaus konstruierte etwa spezielle Modelle, die die Wechselwirkungen beider Systeme untereinander analysieren. Er ist auch Mitglied der US-Wissenschaftsakademie und beriet das Parlament sowie die Regierung in Washington in vielen Wirtschaftsfragen.

Romer zuversichtlich bei Klimawandel

Romer blickt neben seiner akademischen Laufbahn ebenfalls auf eine längere Berater-Karriere zurück. Er beschäftigte sich zum Beispiel mit Problemen der Wirtschaft in Entwicklungsländern, den besonderen Effekten der Verstädterung auf das Wachstum dort, Folgen technischer Neuerungen sowie der Verteilung des wirtschaftlichen Wohlstands.

Nobelpreisträger Paul M. Romer: Der 62-Jährige lehrt an der Stern School of Business der New York University. (Quelle: Reuters)Nobelpreisträger Paul M. Romer: Der 62-Jährige lehrt an der Stern School of Business der New York University. (Quelle: Reuters)

Während der Bekanntgabe des Preises gab sich Romer zuversichtlich, dass die Menschheit ihre CO2-Emissionen reduzieren könne. "Es ergeben sich dabei einige Einschränkungen. Aber wenn wir einmal damit anfangen und versuchen, weniger Kohlendioxid freizusetzen, werden wir erstaunt sein, dass es nicht so schwierig ist wie gedacht."

Kein klassischer Nobelpreis

Seit der ersten Verleihung des Wirtschaftspreises 1969 wurden vor allem Ökonomen aus den USA ausgezeichnet. Nur ein Deutscher wurde bisher geehrt: der Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten 1994. Im vergangenen Jahr hatte der US-Forscher Richard Thaler für seine Arbeiten zur Verhaltensökonomie die Auszeichnung bekommen. Seine Forschung, so die Jury, habe bedeutsam zum Verständnis der Psychologie im Wirtschaftsleben beigetragen.

Die mit umgerechnet rund 870.000 Euro dotierte Auszeichnung geht nicht auf das Testament des Erfinders Alfred Nobel zurück. Sie gilt daher nicht als klassischer Nobelpreis. Die schwedische Reichsbank stiftete den Preis 1968 nachträglich. Verliehen wird er zusammen mit den traditionellen Nobelpreisen am 10. Dezember, dem Todestag Nobels.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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