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Chinas "Neue Seidenstraße": EU-Firmen kommen zu kurz


Intransparent und unfair  

Chinas "Neue Seidenstraße": EU-Firmen kommen zu kurz

16.01.2020, 09:39 Uhr | dpa

Das ist die neue Seidenstraße

China will den Westen wirtschaftlich weiter erobern. Geschehen soll das mit einem der größten Entwicklungsprogramme der Geschichte - der neuen Seidenstraße. Doch was sind die Hintergründe und was die Pläne des 900 Milliarden teuren Megaprojekts? (Quelle: t-online.de)

Video zeigt aktuelle Routen und alten Mythos: Wie sich China mit der "neuen Seidenstraße" den Westen wirtschaftlich erobert. (Quelle: t-online.de)


Die "Neue Seidenstraße" soll zukünftig ein interkontinentales Handels- und Verkehrsnetz sein. Doch EU-Firmen profitieren aktuell nur mäßig von den Aufträgen des chinesischen Megaprojektes.

Chinas "Neue Seidenstraße" gilt als größtes Infrastrukturprogramm der Welt – doch für europäische Firmen gestaltet sich die Teilnahme daran äußerst schwierig. Das geht aus einer Studie hervor, die die Europäische Handelskammer in Peking vorlegte.

Unfair und intransparent 

Darin wird bemängelt, dass bei der Vergabe von Aufträgen große Intransparenz herrsche. Chinas Staatsfirmen würden ausländischen Konkurrenten gegenüber bevorzugt. Von 132 Firmen, die sich an der Befragung beteiligten, gaben lediglich zwei Mitglieder an, über reguläre Ausschreibungen von Projekten erfahren zu haben. Ansonsten sei man auf Regierungskontakte oder chinesische Partnerfirmen angewiesen. Lediglich 20 der befragten Firmen haben sich demnach bislang für Projekte beworben.

Bei dem gigantischen chinesischen "Seidenstraßen"-Vorhaben geht es um den Bau von Häfen, Straßen, Schienenstrecken und anderen Infrastrukturprojekten für neue Handelswege zwischen China und anderen Teilen der Welt.

Es mangele den EU-Firmen nicht an Fähigkeiten, die Projekte seien einfach nicht offen, sagte Kammerpräsident Jörg Wuttke anlässlich der Veröffentlichung der Studie: "Wir können hoch- und runterhüpfen wie wir wollen, es gibt einfach keinen Eingang."

Projekt von China für China?

Laut der Studie führt die "Seidenstraße" zu "neuen Herausforderungen", da vom chinesischen Staat unterstützte Firmen im Zuge der Initiative nicht mehr nur in China, sondern rund um die Welt zu Konkurrenten würden. Nachdem die Firmen zunächst über viele Jahre von der Abschottung des heimischen Marktes profitiert hätten, würden sie nun durch die "Neue Seidenstraße" erneut bevorzugt. Die Kammer forderte die EU auf, darüber nachzudenken, wie sie diesen "Verzerrungen" begegnen könne.

International gibt es schon länger Kritik an der "Neuen Seidenstraße". So wird gewarnt, dass arme Länder in eine Schuldenfalle und in politische Abhängigkeit von Peking geraten könnten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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